Westfalenliga: Espelkamper Spitzenspiel im Corona-Krisengebiet
Maskenball in Theesen

Espelkamp/Tengern (WB). Kurze Anfahrt für den Bielefelder Tim Daseking: Der Trainer von Preußen Espelkamp tritt mit dem Westfalenligisten am Sonntag bei seinem Ex-Verein VfL Theesen an. Es drohen ungewöhnliche Umstände. Der TuS Tengern setzt den Hebel im Keller-Duell hinten an.

Samstag, 17.10.2020, 14:04 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 14:08 Uhr
Pawel Zieba peilt mit dem TuS Tengern einen Heimsieg an, Lennart Madroch und Allan Firmino Dantas wollen mit dem FC Preußen Espelkamp in Theesen bestehen. Foto: Ingo Notz
Pawel Zieba peilt mit dem TuS Tengern einen Heimsieg an, Lennart Madroch und Allan Firmino Dantas wollen mit dem FC Preußen Espelkamp in Theesen bestehen. Foto: Ingo Notz

VfL Theesen - FC Preußen Espelkamp. Der Weg in die Zukunft führt über die Vergangenheit: Wenn der FC Preußen am Sonntag beim VfL Theesen antritt, ist es mehr als ein normales Westfalenliga-Spiel. Einer der Gründe heißt Tim Daseking: Der Trainer und Sport­liche Leiter der Preußen hat seine Trainerkarriere beim Gegner im Jugendbereich begonnen, war zudem sechseinhalb Jahre auch als Spieler in der Landes- und Westfalenliga unter Trainer-Dino Andreas Brandwein aktiv. „Andreas macht dort überragende Arbeit“, zieht Daseking den Hut vor seinem einstigen Coach und gibt offen zu: „Für mich ist das ein besonderes Spiel, weil ich den Trainer gut kenne, dem Verein viel zu verdanken habe und immer noch, wenn ich Zeit habe, gerne dort bin!“

Das wird für unsere Defensive eine große Herausforderung!

Tim Daseking (Trainer FC Preußen Espelkamp)

Vier Minuten von seinem Bielefelder Zuhause entfernt möchte Daseking gerne den nächsten Schritt Richtung Herbstmeisterschaft gehen, weiß aber auch, dass die Partie Stolperpotenzial in sich trägt. „Nach vorne hat Theesen brutal gute Spieler“, sagt Daseking, der seinen ehemaligen Jugendspieler Marvin Höner auch gerne mit nach Espelkamp gelockt hätte: „Marvin macht eigentlich in jeder Halbzeit ein Tor, wenn man sich seine Statistik genauer anguckt.“ Das Rezept dagegen? „Zum Glück haben wir aber auch eine gute Abwehr, wobei wir in einem solchen Spiel Michael Wessel natürlich gut gebrauchen könnten, aber er fällt noch verletzt aus. Das wird für unsere Defensive eine große Herausforderung!“ Neben dem Ausfall von Wessel wackelt der grippal erkrankte Ben Klostermann, dafür stehen die zuletzt fehlenden Stürmer Stefan Langemann und Hendrik Bartsch wieder zur Verfügung.

Nur 100 Zuschauer sind beim Topspiel erlaubt

Die Corona-Situation in Bielefeld hat bereits Auswirkungen auf das Preußen-Spiel: Die aktuelle Einstufung als Risikogebiet sorgt dafür, dass alle Besucher der Partie während des Aufenthalts im Sportpark Theesen eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen müssen. Dabei dürfen insgesamt nur 100 Personen ins Stadion – inklusive der Spieler, Offiziellen und VIP. 22 Karten wären rechnerisch noch zu haben. Das bedeutet: Gästefans werden sich die Reise nach Theesen faktisch „schenken“ können...

Tengern steht unter Druck

TuS Tengern - SV Borussia Emsdetten. Den kritischen Worten nach dem 1:4 in Mesum ließ Stefan Studtrucker Taten folgen. Tengerns Trainer hat mit seinen Spielern unter der Woche am Defensivverhalten gearbeitet und hofft im Keller-Duell gegen Emsdetten (ebenfalls 4 Punkte) auf mehr Stabilität. „Wir müssen den Hebel hinten ansetzen. Wir kassieren bislang im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel. Das ist zu viel. Wir können ja nicht in jeder Partie vier Treffer erzielen. Wir müssen daher so verteidigen, dass auch mal ein Tor für drei Punkte reicht“, philosophiert der Coach.

Hinten sind wir nicht sicher, vorne sind wir nicht gefährlich genug!

Stefan Studtrucker (Trainer TuS Tengern)

In Mesum war die Rückwärtsbewegung die große Schwachstelle – aber nicht die einzige. „Hinten sind wir nicht sicher, vorne sind wir nicht gefährlich genug“, benennt „Studti“ die mannigfaltigen Probleme. Ein anderer Aspekt regt ihn fast noch mehr auf: „Die Jungs sprechen zu wenig miteinander. Wenn man hört, was auf anderen Plätzen 90 Minuten lang los ist, was da für ein Gebrülle herrscht. Das kann nicht alles von mir kommen, die Spieler müssen sich selbst untereinander die richtigen Anweisungen geben“, fordert er bessere Kommunikation.

Abwehrchef Budde kehrt zurück

Ein Hoffnungsschimmer ist die Rückkehr von Abwehrchef Felix Budde: „Er hat wieder trainiert, es müsste funktionieren.“ Den Gegner hat Studtrucker nicht bis ins kleinste Detail studiert. „Das habe ich aufgegeben. Ich habe mir vor zwei ­Wochen das Spiel Peckeloh gegen Mesum angeschaut. Da war Mesums linke Seite richtig stark. Gegen uns war es genau andersherum“, so der Coach. Auch ohne großes Tabellenstudium ist auf jeden Fall klar: Ein Dreier im Abstiegsduell wäre ein großer Schritt nach vorne für die Tengeraner.

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