So., 19.05.2019

Landesliga: Der TuS Tengern bezwingt den FC Kaunitz mit 2:0 (1:0) und bleibt Erster Ein Finger an der Schale

Erlösende Führung: Felix Budde (Mitte) hat das 1:0 geköpft und wird von Nico Erdelt (links) und Jan Stühmeier eingefangen. Der TuS Tengern ist nur noch ein Sieg vom ersten Westfalenliga-Aufstieg entfernt.

Erlösende Führung: Felix Budde (Mitte) hat das 1:0 geköpft und wird von Nico Erdelt (links) und Jan Stühmeier eingefangen. Der TuS Tengern ist nur noch ein Sieg vom ersten Westfalenliga-Aufstieg entfernt. Foto: Alexander Grohmann

Von Alexander Grohmann

Hüllhorst (WB). Schwere Prüfung klasse gemeistert: Die Fußballer des TuS Tengern halten dem Druck gegen den FC Kaunitz stand und bezwingen den Tabellendritten mit 2:0 (1:0) – jetzt ist das Team nur noch einen Sieg vom Aufstieg entfernt.

Die Entscheidung um die Meisterschaft fällt somit erst am letzten Spieltag, da auch der punktgleiche Rivale VfB Fichte Bielefeld beim 3:1 in Vlotho keine Federn gelassen hat. Vorteil Tengern: Aufgrund der weiter um sechs Treffer besseren Tordifferenz hat der TuS die Hand ein bisschen näher an der »Schale« als die Bielefelder, die im Saisonfinale auf einen Tengeraner Ausrutscher hoffen müssen.

Zurück zu alter Stärke: Waldemar Jurez lobt Tengerns Herangehensweise

Waldemar Jurez, aufgrund der Gelb-Rot-Sperre von Pascal Bley gegen Kaunitz kurzfristig zum Kapitän aufgestiegen, lacht nach dem Abpfiff mit der Sonne um die Wette: »Wir haben heute 90 Minuten lang wieder unser Spiel gespielt. Das war der Unterschied zur letzten Woche«, sagt der Stürmer. Beim 0:3 gegen Fichte hatten die Tengeraner zu passiv begonnen, daraus nun aber die richtigen Lehren gezogen. »Wir wussten, dass es heute um alles geht und nur ein Sieg zählt. Eine Niederlage – und das wäre es gewesen«, so Jurez, der mit seinen Teamkollegen alles reinwirft.

Trainer findet die richtigen Antworten auf die Ausfälle

Trainer Olaf Sieweke baut seine Mannschaft erfolgreich um. Für Pascal Bley rückt Joscha Kachel in die Zentrale. Wie bereits beim 3:1-Sieg gegen Brakel zwei Wochen zuvor bildet er mit Jannik Albert (spielt für den angeschlagenen ­Richard Urban) die Doppel-Sechs. Umbaumaßnahmen gibt es auch vorne: Für Maxi Schwier (Zerrung) stürmt Alex Knicker diesmal über die linke Bahn, Joker Nico ­Erdelt wechselt sich mit Waldemar Jurez in der Spitze ab.

In den ersten 20 Minuten ist dem TuS eine gewisse Nervosität anzumerken, viele Bälle sind schnell wieder weg. In der 12. Minute rasselt Alex Knicker unglücklich mit Gäste-Keeper Noah Große­gesse zusammen und hält sich das linke Knie. Nach einer Behandlung kann Knicker die Partie aber zum Glück wieder aufnehmen – und avanciert zu einem der entscheidenden Akteure.

Zunächst sorgt Kaunitz aber für Alarmstimmung im TuS-Strafraum: Ein Kopfball von Felix Frosch senkt sich auf die Latte (20.) – Durchatmen bei Spielern und Zuschauern! Dann erzwingt Nico Erdelt Tengerns erste richtig gute Gelegenheit: Der Stürmer tanzt im Strafraum mehrere Gegenspieler aus, sein Schuss aus acht Metern wird aber im letzten Moment geblockt (30.).

Kopfball-Kracher von Budde nach Ecke sorgt für Jubel und Erleichterung

Auf die Ernüchterung folgt ­sogleich der Jubel: Nach der anschließenden Ecke von Magnus Giersdorff steigt Verteidiger Felix Budde am höchsten und köpft den Ball mit Schmackes zum erlösenden 1:0 ins Netz (31.). »Das war der Dosenöffner«, sagt Sieweke. Sein Team spielt nun wieder mit der alten Selbstverständlichkeit. In der 37. Minute vergibt Pawel Zieba nach einem Konter das 2:0. Hinten lässt der TuS nur wenig zu. Ausnahme: ein 28-Meter-Knaller von Marco Kaminski, den Alex ­Fischer gekonnt über den Kasten lenken kann (44.).

Tengern bleibt unbeeindruckt, gibt nach der Pause weiter Gas. In der 59. Minute verpassen Kachel und Jurez eine Hereingabe von Knicker. Kurz darauf ist Linksaußen Knicker wieder an seinem Gegenspieler vorbei und wird auf der Strafraum-Kante gelegt – Elfmeter! Jurez trifft zum 2:0 (62.).

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Wir wollen nächste Saison nicht wiederkommen.

Gäste-Coach Maik Uffelmann, der dem TuS Tengern nach Spielende indirekt somit den Aufstieg wünscht.

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Doch Kaunitz wehrt sich: Denis Hülsebusch trifft den Pfosten (75.), eine Minute später boxt Fischer einen Freistoß von Fabian Große­schallau bravourös aus dem Eck. »Den hatte ich schon drin gesehen«, atmet Sieweke durch. Geht es nach Gäste-Coach Maik Uffelmann, soll Tengern jetzt auch aufsteigen: »Wir wollen nächste Saison nicht wiederkommen«, sagt er beim Trainer-Stammtisch – unter dem Applaus der Zuschauer. TuS Tengern: Fischer – Giersdorff, Stühmeier, Budde, T. Borchard, Kachel, Albert, Zieba (87. A. Borchard), Knicker, Erdelt (81. Urban), Jurez (90.+4 Grzegorczyk). Tore: 1:0 Budde (31.), 2:0 Jurez (62./Foulelfmeter).

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