So., 14.07.2019

Olaf Sieweke sieht sein Team im Zweikampfverhalten für die Westfalenliga als zu weich »Wir sind noch viel zu brav«

Auf dieses Aufgebot setzt Landesligameister TuS Tengern für seine erste Saison in der Westfalenliga. Das vorrangige Ziel der Kleeblätter ist der Klassenverbleib.

Auf dieses Aufgebot setzt Landesligameister TuS Tengern für seine erste Saison in der Westfalenliga. Das vorrangige Ziel der Kleeblätter ist der Klassenverbleib. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Hüllhorst-Tengern (WB). Offizieller Fototermin beim TuS Tengern. Und allen ist die Euphorie noch deutlich zu spüren, die vor sieben Wochen mit dem Doppelaufstieg der Kleeblätter in die Westfalen - und die Bezirksliga entfacht wurde.

Das Fotoshooting auf dem Sportplatz in Tengern läuft entsprechend locker ab, einige flapsige Sprüche inbegriffen. Aber dennoch wissen die Spieler beider Teams, dass sie der Alltag längst wieder eingeholt hat. Die Vorbereitung auf die bevorstehende Herausforderung in neuer Spielklasse läuft. Und sie wird konzentriert angegangen.

»Wir wissen alle um die Stärke der Westfalenliga. Da wird uns schnell der Unterschied zur Landesliga aufgezeigt. Entsprechend müssen wir uns auf sie einstellen«, sagt Olaf Sieweke. Mit der Erstvertretung des TuS Tengern bricht er zu neuen Ufern auf. »Das wird eine echte Herausforderung. Auf uns kommen künftig physisch stärkere, schnellere und cleverere Gegenspieler zu. Aber das ist ja auch der Reiz, den wir alle wollen. Ganz Tengern freut sich auf die Westfalenliga. Nicht nur Trainer und Spieler, der ganze Ort fiebert mit. Nachdem wir gefühlt 15 Jahre lang immer gegen die gleichen Gegner gespielt haben, ist die Vorfreude auf das Neue riesengroß.«

»Dafür ist die Qualität in der neuen Klasse einfach zu hoch«

Trainer Olaf Sieweke (stehend links) baut beim TuS Tengern I für die Westfalenliga auch auf folgende Neuzugänge: (stehend) Wojtek Kosecki, Felix Kammann, Jarno Kassebaum, (hockend) Bjarne Adick, Nick Scholz und Valentino Kacunko Foto: Volker Krusche

Seine Spieler müssten ganz schnell verinnerlichen, dass man sich künftig keine schlechte Halbzeit – wie in der Landesliga noch möglich – mehr leisten könne, um trotzdem als Sieger vom Platz zu gehen. »Dafür ist die Qualität in der neuen Klasse einfach zu hoch«, hebt Coach Sieweke immer wieder hervor. Daher sei es ungemein wichtig, gut in die Saison zu kommen und sich schnell zu akklimatisieren.

Tengerns Trainer setzt dabei auf die bekannten Stärken wie mannschaftliche Geschlossenheit, Zusammenhalt und Kampf. »Wir müssen die gleiche Mentalität an den Tag legen, wie zuletzt in der Landesliga, wo es uns mit nur 15 Feldspielern gelungen ist, den Titel zu holen.« Und Sieweke baut noch auf eine weitere Trumpfkarte: die Standards. »Durch die haben wir fast die Hälfte unserer Tore erzielt.« Auch die Schnelligkeit über die Flügel sei kein zu unterschätzendes Plus.

»Was uns aber extrem fehlt, ist die Härte. Wir sind einfach viel zu brav. Im Zweikampfverhalten sind wir zu weich. Da müssen wir einfach mal auf die Stäbe hauen.« Gerade gegen bessere Mannschaften müsse man sich dadurch Respekt verschaffen.

Steckbrief des TuS Tengern

Zugänge : Wojtek Kosecki (SC Peckeloh), Bjarne Adick (FC Preußen Espelkamp), Felix Kammann (BSC Blasheim), Valentino Kacunko (Jugend Preußen Espelkamp), Jarno Kassebaum (Jugend Rödinghausen), Nick Scholz (Jugend SC Verl)

Abgänge : Jannik Albert (FC Bad Oeynhausen), Felix Budde (Auslandsaufenthalt)

Kader ohne Zugänge: - Tor : Alexander Fischer, Marcel Feder; - Abwehr : Nico Gerfen, Jan Stühmeier, Magnus Giersdorff, Lukasz Grzegorzyk; - Mittelfeld : Tom Borchard, Waldemar Jurez, Richard Urban, Alexander Borchard, Pascval Bley, Maximilian Schwier, Joscha Kachel; - Angriff : Nico Erdelt, Alexander Knicker, Pawel Zieba

Trainer : Olaf Sieweke; - Co-Trainer : Bastian Bartelheimer, Wojtek Kosecki

Saisonziel : Klassenverbleib

 

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