Fußball-Kreisliga A: Personalsorgen und Kuhlmann-Abgang erschweren Situation beim SV Schnathorst
Terbeck: »Es wird schwer für uns«

Hüllhorst (WB/mas). Bei jeder Mannschaft ergeben sich vor einer neuen Saison einige Fragezeichen. Beim A-Ligisten SV Schnathorst sind sie dieses Mal besonders groß. Viele Ausfälle in einem sowieso schon kleinen Kader bereiten Renée Terbeck Sorgen. Deswegen fällt die Prognose des Trainers auch nicht allzu optimistisch aus: »Es wird schwer für uns.«

Dienstag, 06.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 13:22 Uhr
SVS-Trainer Renée Terbeck (Mitte) erwartet eine schwere Saison. Helfen sollen die Zugänge Justin Malarski (links) und Benedikt Ruschmeier. Foto:
SVS-Trainer Renée Terbeck (Mitte) erwartet eine schwere Saison. Helfen sollen die Zugänge Justin Malarski (links) und Benedikt Ruschmeier.

Zufrieden kann Renée Terbeck mit der Vorbereitung nicht sein. Denn die Trainingsbeteiligung ließ zu wünschen übrig. Das lag vor allem daran, dass mehrere Spieler verletzungsbedingt fehlten. Unter anderem fallen Arne Merschel (Kreuzband) und Johannes Wedel (Bandscheibe) längerfristig aus.

Die personellen Probleme sind mittlerweile so groß geworden, dass sich der Trainer sogar selbst auf dem Spielberichtsbogen eintragen musste. »Das war eigentlich nicht der Plan, ich möchte kein Spielertrainer sein«, betont Terbeck, der sich aber in den Dienst seiner Mannschaft stellt – trotz einer immer noch nicht vollkommen auskurierten Bandscheibenverletzung. »Wenn es nicht anders geht, stelle ich mich auch mal vorne rein«, sagt der SVS-Coach.

Im Pokal geht die Puste aus

Dass die suboptimale Vorbereitung nicht spurlos an einem Team vorbeigehen kann, bekamen die Schnathorster am vergangenen Wochenende im Kreispokal zu spüren. Bei der Niederlage im Elfmeterschießen beim B-Ligisten FC Lübbecke wurde eine 2:0-Führung noch verspielt. »Das war völlig unnötig. Uns ist hinten raus aber die Puste ausgegangen, weil nicht alle voll mittrainieren konnten«, benennt Terbeck das Manko.

Gerade der SVS stand in der Vorsaison dafür, Spiele in der Schlussphase noch für sich entscheiden zu können. »Da müssen wir schnell wieder hinkommen. Um die Power für 90 Minuten zu haben, müssen wir jetzt hart arbeiten«, sagt der Trainer, der in seine zweite Saison in Schnathorst geht.

Hoffen auf einen Mittelfeldplatz

Die erste hatte Terbeck mit seiner Mannschaft auf dem zehnten Tabellenplatz abgeschlossen. Gegen eine Bestätigung hätte er nichts einzuwenden: »Wir streben einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Dafür werden wir aber um jeden Punkt kämpfen müssen. Geschenkt wird uns in dieser Liga nichts.« Notwendig sei vor allem ein guter Start, um erst gar nicht in den Tabellenkeller zu rutschen. Dass der SVS gut starten kann, stellte er in der Vorsaison unter Beweis. Die Spieltage eins, zwei und vier wurden als Tabellenführer abgeschlossen. Erst Mitte der Serie ging es bergab.

Eine ganze Liga aufwärts ging es im Sommer für Christoph Kuhlmann. Der defensive Leitwolf hat sich dem Bezirksligisten BV Stift Quernheim angeschlossen. Eine Art Freundschaftsdienst für den dortigen Trainer Rolf Kuntschik. »Der Wechsel ist von Kuhli vernünftig kommuniziert worden. Für uns ist es nur schade, weil er ein überragender Spieler ist und die anderen mitgerissen hat«, sagt Terbeck. Als Alternativen stehen Luca Steffen, der im Winter von TuRa Löhne gekommen war, und Benedikt Ruschmeier (zuletzt SuS Wulferdingsen) bereit. Wie schnell dieses Duo die Kuhlmann-Lücke schließen kann, bleibt abzuwarten. Eine weitere Baustelle, die sich für Trainer Terbeck ergibt.

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