Westfalenliga: 2:2-Unentschieden gegen Lüner SV – ärgerliches Gelb-Rot für Nahmet
TuS Tengern wie verwandelt

Hüllhorst (WB). Man sollte den TuS Tengern in dieser Saison nicht zu früh abschreiben: Mit einer überraschend starken Vorstellung hat sich der in der Vorbereitung schwächelnde Westfalenligist am ersten Spieltag zu Wort gemeldet und den favorisierten Lüner SV fast zu Fall gebracht. Nach einer 2:0-Pausenführung mussten sich die Hausherren am Ende aber mit einem 2:2 begnügen.

Montag, 07.09.2020, 05:44 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 05:50 Uhr
Wenig Räume für den Gegner: TuS-Neuzugang Maximilian Appels (rechts) sorgte mit seinen Teamkollegen mit aggressivem Forechecking für viele Ballgewinne. Foto: Grohmann
Wenig Räume für den Gegner: TuS-Neuzugang Maximilian Appels (rechts) sorgte mit seinen Teamkollegen mit aggressivem Forechecking für viele Ballgewinne. Foto: Grohmann

„In der ersten Halbzeit haben wir alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich Trainer Stefan Studtrucker über den für Außenstehende kaum für möglich gehaltenen Turbo-Start seiner Mannschaft in die Saison. Gegenüber dem 0:5 im letzten Test bei Landesligist RW Maaslingen war der TuS nicht wiederzuerkennen: Mit neuer Viererkette, aggressivem Forechecking in allen Mannschaftsteilen und blitzschnellem Umschaltspiel stellten die Tengeraner den Gegner aus dem Ruhrpott vor Probleme. „Ein bisschen schade ist nur, dass wir uns nicht mit einem Sieg belohnt haben“, betonte „Studti“.

Kleeblätter im Angriffsmodus: Die Tengeraner bejubeln die 2:0-Führung durch Alex Knicker (links). Mit einem Doppelschlag startete der Westfalenligist ideal ins erste Saisonspiel.

Kleeblätter im Angriffsmodus: Die Tengeraner bejubeln die 2:0-Führung durch Alex Knicker (links). Mit einem Doppelschlag startete der Westfalenligist ideal ins erste Saisonspiel. Foto: Grohmann

In der 11. Minute konnten die Kleeblätter jubeln: Eine Freistoß-Hereingabe ließ ­der aufgerückte Felix Budde am langen Pfosten über seinen Scheitel gleiten, der Ball tropfte zur 1:0-Führung ins rechte Eck. Zwei Minuten später war der Traumstart perfekt: Alex Knicker behauptete am Strafraum den Ball, ließ seinen Gegenspieler mit einer schnellen Bewegung stehen und traf aus 20 Metern mit dem schwächeren rechten Fuß ins linke Eck – 2:0 (13.). „Ein Tor mit rechts macht er nur alle zehn Jahre mal“, ordnete Teammanager Christian Meyer die „historische“ Tat des Knipsers ein. Knicker präsentierte sich gestern an seinem 30. Geburtstag in Topform.

Geburtstagskind Knicker verpasst weitere Chancen

Nachdem Maxi Schwier in der 22. Minute am Torwart gescheitert war, hätte ­Knicker auf Vorlage von Magnus Giersdorff fast das 3:0 erzielt, schaufelte den Ball aus der Drehung aus zehn Metern aber mit links über die Latte (28.). Noch knapper war es nach einer halben Stunde, als der Angreifer aus 18 Metern abschloss, der Ball aber haarscharf links am Tor vorbei flog. Nur ein Mal mussten die Hausherren in der ersten Halbzeit das Glück bemühen, als ein Querschläger von Felix Budde im eigenen Fünfmeterraum gegen den Pfosten schepperte (33.). Ansonsten war Lünen in letzter Instanz selten gefährlich.

Ohne Abwehrchance: Tengerns Schlussmann Alex Fischer kann dem platzierten Schuss von Martin Fuhsy (ganz rechts) zum 2:2 (81.) nur hinterher schauen. Das Remis ging in Ordnung.

Ohne Abwehrchance: Tengerns Schlussmann Alex Fischer kann dem platzierten Schuss von Martin Fuhsy (ganz rechts) zum 2:2 (81.) nur hinterher schauen. Das Remis ging in Ordnung. Foto: Grohmann

Das Niveau der blitzsauberen ersten Halbzeit konnte der TuS anschließend allerdings auch kräftebedingt nicht ganz halten. Wie erwartet gab Lünen im zweiten Durchgang mehr Gas. In der 47. Minute schoss Milan Sekulic nach einer verunglückten Befreiungsaktion von Nico Gerfen freistehend über den Kasten. In der 56. Minute verhinderte TuS-Keeper Alex ­Fischer mit einer Rettungsaktion den Anschlusstreffer.

In Unterzahl gehen die Kräfte zur Neige

Eine bittere gelb-rote Karte machte Tengern das Leben dann noch schwerer: Nachdem Sinar Nahmet vom Schiedsrichter nur zwei Minuten zuvor wegen Ballwegschlagens Gelb gesehen hatte, musste der bis dato agile Mittelfeldmann nach einem Foul den Platz verlassen. In Überzahl verkürzte Lünen durch Matthias Göke per Kopf auf 2:1 (66.) und kam durch Neuzugang Martin Fuhsy zum Ausgleich (81.). Selbst in Unterzahl blieben die Kleeblätter aber gefährlich: In der 83. Minute setzte Alex Knicker den Ball aus 16 Metern knapp über die Latte.

TuS Tengern: Fischer – Krause, Budde (46. Meyer), Gerfen, Giersdorff, Appels, Nahmet, Kassebaum, Schwier (90. Kwarteng), Kachel (78. Waterbär), Knicker (90. Kammann). Lüner SV: Josch - Ribeiro (62. Rudolf), Ernst, Sekulic (84. Mujkic), Alokla (78. Fuhsy), Lahr, Kröner, Göke, Burg, Loheider (78. Demircan), Mikuljanac. Tore: 1:0 Budde (11.), 2:0 Knicker (13.), 2:1 Göke (66.), 2:2 Fuhsy (81.). Gelb-rote Karte: Sinar Nahmet (TuS Tengern/58.).

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