TuS N-Lübbecke: Dirk Beuchler stellt sich hinter seine jungen Spieler 
Feric: »Wir sind alle vom Saisonstart enttäuscht« 

Lübbecke (WB). Dirk Beuchler kündigte Gespräche an. Für gestern und für heute. Über die beiden Vorstellungen gegen GWD Minden und der TSV Hannover-Burgdorf muss intern geredet werden.

Dienstag, 02.09.2014, 04:02 Uhr aktualisiert: 02.09.2014, 11:26 Uhr
Das konnte man teilweise nicht anschauen: Trainer Dirk Beuchler hält die Hände vor sein Gesicht....
Das konnte man teilweise nicht anschauen: Trainer Dirk Beuchler hält die Hände vor sein Gesicht.

 Es war teilweise nicht mehr anzuschauen, was Beuchlers Mannen in beiden Partien auf die Platte brachten. Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat seine erste (Mini-)Krise und droht am Mittwoch, wenn Champions League-Sieger SG Flensburg-Handewitt seine Visitenkarte in der Merkur-Arena abgibt, mit 2:6 Punkten einen Fehlstart hinzulegen und vor der folgenden Partie bei Abstiegskandidat HBW Balingen-Weilstetten schon unter Zugzwang zu stehen. »Die beiden Niederlagen haben weh getan«, gab Trainer Beuchler zu. »Wir wussten, dass es ein schweres Auftaktprogramm würde, dürfen jetzt aber auf keinen Fall den Mut verlieren. Lamentieren bringt nichts, wir müssen mit der aktuellen Verfassung einiger Spieler klarkommen. Es gilt jetzt einfach an sich und die Mannschaft zu glauben.« Dirk Beuchler hat in den beiden zurückliegenden Partien einige Probleme erkannt. »Die werden wir ansprechen. Jeder muss sich an die eigene Nase fassen, muss selbst in der Lage sein, seine Leistung abzurufen. Dann werden wir als Kollektiv auch wieder funktionieren.«

»Mit 80 oder 90 Prozent erreichen wir nichts«

 Der TuS-Coach machte noch einmal unmissverständlich deutlich, »dass man in dieser Liga mit 80 oder 90 Prozent nichts erreichen kann. Wir brauchen 100 Prozent – und das über die vollen 60 Minuten.«

 Außerdem erwartet er, dass die Spieler, die eingewechselt werden, auch sofort da sind. »Das kann nicht erst ein paar Minuten dauern und zu einigen technischen Fehlern führen.«

 Beuchler kann sich die krassen Aussetzer in beiden Spielen nicht erklären. »Dennoch sollten wir so früh in der Saison nicht den Fehler machen und alles schlecht reden.« Christian Dissinger habe fast zwei Jahre nicht mehr gespielt, Christian Klimek und Nicla Pieczkowski würden aus der 2. Liga kommen und müssten im Oberhaus erst Fuß fassen. »Die brauchen Zeit. So wie Gabor Langhans vor einem Jahr. Und ich werde den Jungs diese Zeit auch geben, werde mit ihnen reden und ihnen Mut zusprechen.«

 Hinzu käme, dass Drago Vukovic mit Fußproblemen gespielt hätte und Ales Pajovic mit seiner Rückengeschichte eingeschränkt sei. Beide waren gestern zum MRT bzw. CT bei Mannschaftsarzt Dr. Dickob. »Mal sehen, was dabei rauskommt«, so Beuchler. »Beide sind ungemein wichtig für uns – allerdings gesund!«

 Teammanager Zlatko Feric gibt indes das weiter, was viele fühlen: »Wir sind alle vom Saisonstart enttäuscht, hatten uns was anderes gewünscht. Im Derby hat es die Mannschaft nach dem schnellen 6:1 zu leicht genommen – und wurde dafür bestraft. Die Folge war, dass die Jungs zwei Tage später in Hannover das Derby immer noch im Kopf hatten.«

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