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Mo., 23.05.2016

Tennis-Regionalliga: Herren 30 unterstreichen beim 8:1 gegen Alsdorf ihre Ambitionen TVE-Team in einer anderen Liga

Verhilft dem TVE zu zusätzlicher Stärke: Der Franzose Josselin Ouanna hat seine Klasse unter Beweis gestellt.

Verhilft dem TVE zu zusätzlicher Stärke: Der Franzose Josselin Ouanna hat seine Klasse unter Beweis gestellt. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Espelkamp (WB). In dieser Form wird das Gastspiel der Herren 30 des TV Espelkamp-Mittwald in der Tennis-Regionalliga wohl nur ein kurzes sein. Die erste Heimpartie der noch jungen Saison gewannen sie ohne größere Mühe mit 8:1 gegen den TC Alsdorf.

Der Platz an der Spitze der Tabelle konnte mit diesem Resultat verteidigt werden und verdrängen lassen wollen sich die Espelkamper von diesem nicht mehr. »Bisher läuft alles nach Plan«, sagte Mannschaftsführer Tobias Löhbrink. Dass seinem Team die Favoritenrolle in der Regionalliga zukommt, liegt unter anderem an einem Spieler. Josselin Ouanna wird in dieser Klasse wohl nur schwer zu besiegen sein. Eine Kostprobe seines Könnens gab der Franzose am Samstag auf der Anlage an der Trakehner Straße. Der 30-Jährige, der in der Weltrangliste schon zu den besten 100 Spielern zählte, machte in seinem Match gegen Kai-Uwe Gebing kurzen Prozess, gewann mit 6:0 und 6:1. Vor allem mit seinen harten und platzierten Aufschlägen sowie einer dominanten Vorhand ließ er seinen Kontrahenten komplett ohne Chance. »Josselin spielt schon in einer anderen Liga. In dieser Saison wird er uns schon weiterhelfen. Wichtig ist aber vor allem, dass er uns auch in einer möglichen nächsten Serie in der Bundesliga zur Verfügung steht«, erklärte Löhbrink.

»Es war dieses mal nicht ganz so schwer«

Seinen Auftritt wollte Ouanna selbst nicht überbewerten: »Es war dieses mal nicht ganz so schwer. Die Hauptsache ist, dass wir unsere Aufgabe erfüllt habe.« Für seinen zweiten Auftritt im TVE-Trikot hatte Ouanna einige Strapazen auf sich genommen. Am Freitag hatte er sich mit dem Auto von Paris aus in Richtung Espelkamp aufgemacht. »Sieben Stunden habe ich gebraucht«, sagte der charmante 1,93 Meter-Mann, für den die Reise am Wochenende noch weiterging. Nach der Partie in Espelkamp fuhr er zunächst zu einem Nationenspiel nach Belgien, ehe er in seine Heimat zurückkehrte. In Frankreich tritt er noch regelmäßig zu einigen Turnieren an. Wettbewerbe auf der ATP- und Challenger-Tour spielt er nicht mehr.

»Es hat plötzlich nichts mehr geklappt«

Auch der Großteil der Espelkamper Teamkollegen punktete gegen Alsdorf ohne größere Probleme. Bei Gregoire Burquier (6:2, 6:0), Franz Stauder (6:2, 6:2) und Axel Finnberg (6:1, 6:3) an den Positionen zwei bis vier spiegelte sich der Spielverlauf auch im Ergebnis wider. Etwas enger war die Partie von Andreas Thivessen, der Nummer fünf. Der Linkshänder gewann Satz eins mit 6:3, lag dann aber im zweiten Durchgang mit 1:4 zurück. Mit einer druckvollen Vorhand, vielen gut gesetzten Stopps und der größeren Sicherheit sorgte er aber noch einmal für eine Wende und ging nach einem 6:4 als Sieger vom Platz. Dank dieses fünften Punktes stand der Heimsieg bereits fest. Daher konnte die Niederlage von Jan-Henrik Langhorst auch verkraftet werden. Die Entstehung war allerdings kurios. Der TVE-Spieler kam hervorragend ins Match, führte schnell mit 6:0 und 2:0, ehe der komplett den Faden verlor. »Es hat plötzlich nichts mehr geklappt. Das ist nicht zu erklären«, sagte Langhorst nach seinem 2:6 und 4:10.

»Im Match ist die Belastung eine andere«

Im Doppel konnte der TVE durchwechseln und auch einen Rückkehrer begrüßen. Gunnar Hildebrand feierte nach dreimonatiger Verletzungspause (Arm) sein Comeback. »Ich habe das OK vom Arzt, ich soll so viel machen, wie ich kann. Im Training war ich beschwerdefrei«, sagte der Rechtshänder. Im Match an der Seite von Franz Stauder sah das aber noch ein wenig anders aus. Hildebrand zog die Aufschläge noch nicht voll durch, beschränkte sich auf Varianten mit Kick und Slice. Auch bei den Grundschlägen wich er noch einige Male nach hinten und produzierte so ungewohnte Fehler. »Im Match ist die Belastung eine andere. Es fehlt die Stabilität, aber das ist vor allem eine Kopfsache. Erst einmal bin ich froh, dass es überhaupt voran geht«, sagte Hildebrand, der auch gleich einen Sieg bejubeln durfte. Beim 3:6, 6:3, 11:9 verwandelte er per Volley den Matchball. Etwas lockerer kamen die Duos Ouanna/Finnberg (6:1, 6:0) und Burquier/Mirko Sasse (6:3, 6:3) zu Erfolgen zum 7:1-Endstand.

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