Di., 27.03.2018

Fußball-Bezirksliga: Heimisches Trio schließt Baustellen in der Abwehr Eine Kettenreaktion

Ungewohntes Gesicht in der Innenverteidigung der Bezirksliga: Jannik Korte vom TuS Tengern II.

Ungewohntes Gesicht in der Innenverteidigung der Bezirksliga: Jannik Korte vom TuS Tengern II. Foto: Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Dielingen/Espelkamp/Tengern (WB). Trainer sind manchmal als Baumeister im Einsatz. Die besten Beispiele dafür lieferten die drei heimischen Fußball-Bezirksligisten am Wochenende. In allen Abwehrreihen ergaben sich Baustellen. Die Folge waren Kettenreaktionen.

FC Preußen Espelkamp

Dass der Kader des Tabellenführers gut und breit aufgestellt ist, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Doch manche Spieler machten in den vergangenen Tagen deutlich, dass sie vor allem flexibel einsetzbar sind. Nötig wurde eine Umstellung in der Preußen-Aufstellung aufgrund der Ausfälle von Bjarne Adick und Vitalij Loginov. Diese beiden Spieler bilden die etatmäßige Innenverteidigung. Trainer Alexander Lang musste auf die Suche nach Alternativen gehen und wurde in anderen Mannschafsteilen fündig. Can Akbas und Daniel Kamolz sprangen als Aushilfs-Innenverteidiger ein – mit Erfolg. »Die beiden haben ihre Aufgaben sehr gut gelöst«, lobte Lang. Akbas ist normalerweise im zentralen Mittelfeld zu Hause, Kamolz läuft in der Offensive auf, wurde zuletzt aber auch schon im Mittelfeld-Zentrum aufgeboten. Mit seiner Wucht sowie Zweikampf- und Kopfballstärke überzeugte er jetzt auch als Defensivmann. Die weiteren Positionen in der Viererkette besetzten Daniel Penner und Sven Redetzky, der auch eher als Mittelfeldspieler bekannt ist. »Man kann sagen, dass wir ohne Abwehrspieler ausgekommen sind«, sagte Lang, der mit seinem Team ein optimales Wochenende verlebte. Da Verfolger Bruchmühlen nur 1:1 in Stift Quernheim spielte, beträgt der Vorsprung nun drei Punkte plus Torverhältnis. Als Nummer eins sieht auch Christian Möller die Preußen: »Man muss feststellen, dass Espelkamp eine brutal starke Mannschaft hat. Die haben jetzt schon Landesliga-Niveau, wenn nicht sogar mehr«, sagte der Loher Trainer nach der 0:11-Klatsche beim FCP.

TuS Dielingen

Die vergangenen neun Tage können in Dielingen unter der Rubrik »erfolgreich« abgeheftet werden. In diesem Zeitraum absolvierte der TuS drei Spiele und holte sieben wertvolle Punkte. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist auf acht Zähler angewachsen. Dafür sorgte zuletzt ein 1:1 gegen Tengern II. »Wir können mit dem Remis sicherlich besser leben, weil wir en Abstand erhalten haben«, sagte Trainer Sebastian Schmidt. Gut kompensieren konnte dessen Team den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Ali Döpke. Die dadurch entstandene Lücke im Abwehr-Zentrum wurde im Kollektiv geschlossen. Von Beginn an agierte Stefan Lekon in der Innenverteidigung neben Yannik Bisanz. Als sich Lekon dann aber nach 70 Minuten am Oberschenkel verletzte, musste Trainer Schmidt wieder aktiv werden. Er beorderte den »Sechser« Andre Sporleder in die Abwehr. Eine weitere erfolgreiche Reaktion in der Kette, die schon am Donnerstag wieder nötig wird. Dann sind die Preußen zu Gast in Dielingen.

TuS Tengern II

Die Redensart »Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen« trifft auf die Tengeraner bestens zu. In vier von fünf Partien dieses Jahres holten sie jeweils einen Punkt. Eine Bilanz, die zeigt, dass der Aufsteiger mithalten kann. Richtig voran geht es auf diese Weise allerdings nicht. »Uns fehlt einfach ein Dreier«, sagte Trainer Jörn Paulsen nach dem 1:1 in Dielingen. Auch er musste sich als Baumeister beweisen. Nachdem Timo Schlüter ausgefallen war, musste in der Viererkette nach dem verletzungsbedingten Aus von Patrick Knappmeyer noch einmal umgebaut werden. Offensivspieler Jannik Korte rückte deutlich weiter nach hinten. Allerdings kein Neuland und auch kein Problem für den Allrounder: »Ich habe zu Saisonbeginn schon hinten drin gespielt. Dann bin ich in das defensive Mittelfeld gerückt, dann in das offensive und auch auf die Außenbahn.« Bei den personellen Problemen kommt Trainer Paulsen die Osterpause nun gelegen: »Da können wir unsere Wunden lecken.«

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