Fr., 11.01.2019

Mühlenkreisauswahl will an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen »Müssen keine Angst haben«

Präsentieren die neuen Trikots der Mühlenkreisauswahl für den Freeway-Cup in der kommenden Woche: (von links) Trainer Daniel Bönker, Simon Kröger, Kilian Rische, Nico Tübing und Trainer Bernd-Uwe Humbracht.

Präsentieren die neuen Trikots der Mühlenkreisauswahl für den Freeway-Cup in der kommenden Woche: (von links) Trainer Daniel Bönker, Simon Kröger, Kilian Rische, Nico Tübing und Trainer Bernd-Uwe Humbracht. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). FC Schalke 04, Werder Bremen und VfB Stuttgart – so lauten die ersten Gegner der Mühlenkreisauswahl beim Freeway-Cup, der am 19. und 20. Januar in Lübbecke ausgetragen wird. Logisch, dass die Vorfreude bei den heimischen Talenten riesig ist. Und der Ehrgeiz auch, denn verstecken wollen sie sich vor den großen Namen des deutschen Fußballs nicht.

Natürlich gelten die »Mühlis« im illustren Feld als Außenseiter. Doch das vergangene Jahr hat gezeigt, dass Überraschungen möglich sind. In der Vorrunde sammelte die Auswahl des Kreises Minden-Lübbecke sieben Punkte, feierte Siege gegen Nürnberg (3:0) und Frankfurt (2:0), bevor das Aus gegen Schalke folgte. »Die wollen wir dieses Mal schlagen«, sagt Kilian Rische, der nach einem Innenbandriss derzeit noch angeschlagen ist. Der Torhüter von der JSG Lohe/Bad Oeynhausen ist einer von zwei Spielern im Aufgebot, die schon im Jahr 2018 mit dabei waren und somit über wertvolle Erfahrung verfügen. »Die Mitspieler haben ein paar Fragen an mich, weil sie sicherlich nervös sind. Doch das muss man nicht sein. Wir müssen keine Angst haben«, sagt Rische und ergänzt: »Wir sind für die Halle ausgebildet und taktisch vielleicht sogar besser eingestellt als die anderen Teams.«

Tübing will Spaß haben

Diesen Optimismus scheint der Keeper schon an seine Mitspieler weitergegeben zu haben. »Ich möchte Spaß haben und wir sollten einfach das Beste rausholen«, sagt Vereinskollege Nico Tübing. Ähnlich ist die Stimmungslage bei Simon Kröger vom FC Preußen Espelkamp: »Ich freue mich riesig auf das Turnier. Es ist auch schön, mal mit einer anderen Teams auf dem Feld zu stehen.«

Für die Zusammenstellung dieser Mannschaft waren erneut Daniel Bönker und Bernd-Uwe Humbracht zuständig. Für das Trainer-Duo ist es der zweite Einsatz beim Freeway-Cup – allerdings mit einem Unterschied zum Vorjahr. Urgestein Heinz Zwingmann, der die Neulinge unterstützte, hat das Trainerteam verlassen. »Es war sinnvoll, Heinz im Vorjahr noch dabei zu haben. Wir hatten noch viele Fragen und wurden so nicht ins kalte Wasser geworfen. Von ihm konnten wir einiges mitnehmen«, sagt Bönker.

Zusammen mit seinem Trainerkollegen musste er dieses Mal eine fast komplett neue Formation zusammenbasteln. Mehrere noch spielberechtigte Akteure aus dem Vorjahr haben die Vereine aus dem Mühlenkreis nämlich verlassen. »Es war schon auffällig: Nach dem Turnier 2018 sind fast alle Spieler zu anderen Klubs gewechselt«, berichtet Bönker. Die Sichtung für 2019 sei dadurch eine noch größere Herausforderung gewesen.

Aus 36 werden 15 Spieler

Zunächst einmal hatten Bönker und Humbracht 36 Spieler eingeladen, schrittweise wurde der Kader verkleinert. »Es blutet das Herz, wenn man Jungs aussortieren muss«, sagt Humbracht. Zum Turnier in der nächsten Woche werden drei Torhüter und zwölf Feldspieler mitgenommen. Die größten Kontingente stellen die Bezirksligisten FC Preußen Espelkamp und JSG Lohe/Bad Oeynhausen sowie Landesligist SV Eidinghausen-Werste. Die Zusammenstellung der Blöcke werde aber bunt gemischt sein.

Ein Konzept, wie die »Mühlis« den Profi-Nachwuchs ärgern können, haben die Trainer erarbeitet und versucht, dieses an die Akteure weiterzugeben. »Kampf und Leidenschaft sind bei den Jungs sowieso da. Wir wollen ihnen dazu auch einen Plan an die Hand geben«, sagt Bönker, der zum Beispiel einigen Eins-gegen-Eins-Situationen gegen die körperlich stärkeren Gegner aus dem Weg gehen möchte. Außerdem werde die Kreisauswahl wieder auf eine mutige Spielweise mit offensivem Torhüter setzen. »Das hat sich im Vorjahr bewährt, ist allerdings auch ein Ritt auf der Rasierklinge«, sagt Humbracht, der auch dem Trainerstab der Westfalenauswahl angehört.

Darüber wird er noch vor dem Freeway-Cup einige Spieler aus Dortmund und Schalke zu sehen bekommen. »Ich werde ihnen sagen, dass sie sich zurücknehmen sollen«, scherzt Humbracht und bezieht das vor allem auf den Knappen-Nachwuchs. Die sind schließlich der erste Turniergegner der »Mühlis«.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6310609?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F2514622%2F