Hallenfußball: Am Endspieltag der 47. Altliga-Hallenrunde werden in der Lübbecker Kreissporthalle sieben Kreismeister gekürt.
Vorjahresfinale verspricht viel Brisanz

Lübbecke  (WB). Dem Himmel so nah. Die Emotionen kochten über, als der VfB Fabbenstedt vor einem Jahr die Ü32-Kreismeisterschaft gewann und alle Spieler das Trikot mit der »10« und der Aufschrift »Gerry« überstriffen. Sie hatten den Titel für ihren verstorbenen Freund und Mitspieler Gerald Grabenkamp gewonnen. Am Samstag nun steht der VfB erneut im Endspiel, trifft wieder auf den SSV Pr. Ströhen. Und sofort werden Erinnerungen an das Vorjahr wach.

Samstag, 23.03.2019, 03:00 Uhr
Ein Sieg für einen Freund: Der VfB Fabbenstedt feierte im Vorjahr den Titelgewinn der Ü32 und widmete ihn »Gerry« Grabenkamp. Foto: Volker Krusche
Ein Sieg für einen Freund: Der VfB Fabbenstedt feierte im Vorjahr den Titelgewinn der Ü32 und widmete ihn »Gerry« Grabenkamp. Foto: Volker Krusche

Diesmal aber dürfte das Sportliche überwiegen, wenngleich die Schwarz-Weißen ihren »Gerry« auch bei der Neuauflage des letztjährigen Finals im Herzen tragen werden. »Da treffen die beiden besten Mannschaften aufeinander«, freut sich Andreas Varenkamp, Chef der Altliga-Hallenrunde des Fußballkreises Lübbecke, schon auf ein hochklassiges Endspiel. »Das wird ein Duell auf sehr hohem Niveau. Auf beiden Seiten sind richtig gute Spieler dabei.« Die Vogts und Bajohrs, die Krauses und Klatts – schenken werden sich der VfB und der SSV sicherlich nichts. Vor allen Dingen die Ströher dürften hochmotiviert sein, den Spieß diesmal umzudrehen, nachdem sie vor zwölf Monaten recht unglücklich unterlagen. Aber damals waren eben auch höhere Mächte im Spiel.

Auch die Ü40er versprechen Klasse

Andreas Varenkamp freut sich aber auch auf das Finale der Ü40-Kicker. Der TuS Gehlenbeck ist nach zweimaligem Titelgewinn diesmal in der Vorschlussrunde am TuS Tengern gescheitert. »Der ist richtig gut«, so Varenkamp. »Aber Gegner TuRa Espelkamp ist gerade technisch nicht schlechter.« Die beiden Duelle dürften die Highlights des 47. Endspieltags in der Lübbecker Kreissporthalle sein, der um 13.30 Uhr mit den Ü32-Reserven beginnt und bei dem bis 18.30 Uhr insgesamt sieben Titel vergeben werden. Dabei haben nur drei Vorjahressieger erneut den Sprung ins Finale geschafft. Der VfB Fabbenstedt mit seiner ersten und zweiten Ü32-Mannschaft sowie die Ü55-Oldtimer des TuSpo Rahden. »Wir werden also vier neue Kreismeister bekommen«, freut sich Varenkamp, der Wert darauf legt, »dass unsere Altherren-Hallensaison nicht nur die größte in Westfalen ist, sondern in ganz Deutschland!«

Mit dem Verlauf der jetzt endendend Saison ist Andreas Varenkamp, dessen offizielle Bezeichnung Staffelleiter und Spielkoordinator ist, sehr zufrieden. »Ich habe das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr immer besser wird. Auch im Umfeld und der Organisation der Spieltage, wo jeder weiß, was zu tun ist.« Sportlich gesehen sei die Verbissenheit vergangener Jahr(zehnt)e dem fairen Kick und geselligen Miteinander gewichen. »Einzig bei den Ü32 ist der Ehrgeiz durch die Bank noch groß. Aber auch hier siegt letztlich immer noch die Vernunft.«

1973 begann alles mit einer Klasse

1973 wurde die Altliga-Hallenrunde erstmals ausgetragen. Damals als reines Ü32-Turnier. Sieben Jahre später kam die Ü40-Klasse, vier weitere Jahre danach die Ü32 II-Serie hinzu. Mit diesen drei Klassen ging es dann in den folgenden zwölf Jahren weiter, ehe man 1996 auch eine Liga für die 50-Jährigen installierte. Damit aber nicht genug. 2004 wurde – die Kluft zwischen 40- und 49-Jährigen war zu groß – als »Zwischengröße« eine Ü45-Altliga eingeführt. Die hatte aber als einzige Klasse nicht dauerhaft Bestand. 2017 wurde letztmalig ein Kreismeister gekürt.

Seit 2016 ist nun auch eine Ü55 dabei. Im Vorjahr wurden dann erstmalig zwei Titel bei der Ü32 I vergeben, je einer in der Kreisliga A und B. Außerdem sicherte sich der HSC Alswede II als erstes Team den Titel der Ü40-Reserven.

Erfolgreichster Ü32-Verein ist der TuS Tengern mit insgesamt elf Titelgewinnen. Viermal gewann der BSC Blasheim, jeweils drei Titel gingen aus das Konto des TuS Stemwede, FC Oppenwehe und FC Lübbecke. Insgesamt 18 Vereine konnten sich bereits in die Siegerliste eintragen.

Bei den Ü40-Kickern liegen die Blasheimer mit fünf Meisterschaften vor dem TuS Dielingen (4), TuS Gehlenbeck, FC Lübbecke, SC Isenstedt und VfL Frotheim (je 3).

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