Sa., 08.06.2019

Kreisvorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst und Fußball-Ausschuss-Vorsitzender »Theo« Müller ziehen eine positive Saisonbilanz Erfolge, Spannung und etwas Theater

Mit der Saison zufrieden: Karl-Heinz Eikenhorst (links) und »Theo« Müller.

Mit der Saison zufrieden: Karl-Heinz Eikenhorst (links) und »Theo« Müller. Foto: Volker Krusche

Von Alexander Grohmann

Lübbecke (WB). Kaum Spielausfälle, Spannung bis zum Schluss und der furiose Doppel-Aufstieg des TuS Tengern: Die abgelaufene Saison im Fußballkreis Lübbecke wird in positiver Erinnerung bleiben. »Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Verlauf natürlich zufrieden«, sagt der Kreisvorsitzende Karl-Heinz Eikenhorst. Wilfried »Theo« Müller, der als Vorsitzender des Fußball-Ausschusses für die Abwicklung des Spielbetriebs zuständig ist, ergänzt beglückt: »Wir haben einen durchweg ruhigen Spielbetrieb gehabt.«

Die geringe Zahl an Spielausfällen hat den Planern die Arbeit erleichtert. »Im März mussten wir bei dem schlechten Wetter zwar einen Spieltag komplett absagen«, erinnert sich Müller. Doch das war locker zu verkraften, wie ein Vergleich zeigt: »In der vergangenen Saison hatten wir 240 Spielausfälle, diesmal nur 40«, verweist Müller auf die Super-Statistik.

Müller wie Eikenhorst freuten sich zudem gleichermaßen über den Aufstieg des TuS Tengern in die Westfalenliga. Erstmals ist eine Mannschaft aus dem Fußballkreis nun in dieser Spielklasse vertreten. »Das ist sehr positiv«, findet Müller, der darüber hinaus die Performance des TuS Dielingen und von Aufsteiger SC Blau-Weiß Vehlage in der Bezirksliga hervorhebt: »Beide Teams waren leistungsstark genug, um die Klasse sicher zu halten«, sagt er.

Freude über Bezirksligisten

»Wir freuen uns immer besonders, wenn von oben nichts runterkommt. Wir hatten es gerade in der Bezirksliga oft auch anders. Das ist dann nicht immer ganz einfach für die Planung der Mannschaften auf Kreisebene«, weiß Karl-Heinz Eikenhorst, der den Tengeraner Doppel-Aufstieg – die Reserve schaffte am letzten Spieltag den umjubelten Sprung in die Bezirksliga – als »einzigartig« bezeichnet.

Der Klassenerhalt der beiden Bezirksligisten war ein Glücksfall für einige Teams in den unteren Spielklassen. »Es war noch nie so leicht aufzusteigen wie in diesem Jahr«, sagt Ausschuss-Vorsitzender Müller, der nicht nur dem B-Liga-Meister Isenstedter SC zum »verdienten« Erfolg gratulieren durfte, sondern auch dem Holsener SV und dem TuS Levern, die als Zweiter und Dritter den Sprung ins Kreisoberhaus schafften. »Der FC Oppenwehe und Türk Gücü tun mir dagegen etwas leid. Sie sind immer wieder nah dran und eigentlich stark genug, aber am Ende fehlt ein Quäntchen.«

»Theo« Müller verteilt in seinem Rückblick aber nicht nur Lob, sondern legt den Finger auch in die Wunde: »Es gibt den Trend, dass in der Schlussphase der Saison immer wieder nicht angetreten wird. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich war früher immer froh, wenn ich sonntags Fußball spielen konnte. Heute gibt es scheinbar andere Interessen«, ärgert den 69-Jährigen diese Problematik.

Absagen sorgen für Ärger

Auch Karl-Heinz Eikenhorst beschäftigt die Handhabung bei den Vereinen, einzelne »unwichtige« Spiele zwischendurch einfach mal sausen zu lassen. Er kündigt an: »Wir werden es in Zukunft etwas schwieriger gestalten, dass Teams nicht antreten. Wir werden nicht mehr jede Ausrede akzeptieren und die Durchführungsbestimmungen in dieser Hinsicht verfeinern. Es müssen sich alle mal am Riemen reißen«, so der Kreisvorsitzende, dem auch der Aufstiegsverzicht der D-Liga-Meister nicht geschmeckt hat: »Ich verstehe, dass die Liga für die meisten nur Hobby ist, aber wir brauchen eine vernünftige Auf- und Abstiegsregelung. Erst hinterher Aufsteiger festzulegen, ist so eine Sache.«

Nicht gut zu sprechen ist der Lübbecker Fußballkreis auch auf die Bezirksspruchkammer, die den Einspruch des A-Ligisten BSC Blasheim gegen die Wertung der 3:4-Pleite gegen den HSC Alswede (11. Spieltag) monatelang ignorierte und erst nach mehrmaliger Aufforderung tätig wurde.

Die Blasheimer hatten aufgrund einer vermeintlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf eine Spielwiederholung gepocht und sich nach der Niederlage vor der Kreisspruchkammer an die nächste Instanz gewendet. Doch die BSK schien kein Interesse an dem »Fall« zu haben. »Monatelang ist nichts passiert, erst im Mai gab es ein Urteil. Da wurde einfach per Einzelrichter-Entscheid ohne Befragung der Vereine das KSK-Urteil bestätigt«, regt sich Müller auf. »Da wurde eine Vorverurteilung vorgenommen. Es gibt immer zwei Sichtweisen, und die gilt es als Bezirksspruchkammer doch auszupendeln. Man kann dieses Vorgehen auch überheblich nennen«, sagt der langjährige Funktionär, der nicht nur aufgrund dieses Vorfalls zu dem eindeutigen Schluss gekommen ist: »Es wird Zeit, dass die BSK in andere Hände gegeben wird.«

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