Bei der anspruchsvollen ADAC Rallye Stemweder Berg müssen 20 Teams vorzeitig aufgeben. Ein Unfall bei höherer Geschwindigkeit ereignet sich im Eggetal
PS-Profis am Limit

Lübbecke (WB). Nichts für schwache Nerven: Mit bis zu 190 Kilometern pro Stunde sind die Fahrer bei der 49. ADAC Rallye Stemweder Berg über Straßen und Feldwege des Mühlenkreises gebraust. Die beeindruckende Geschwindigkeit, die dröhnenden Motoren und die quietschenden Reifen lockten viele Motorsport-Fans und Interessierte an die Strecken.

Sonntag, 16.06.2019, 18:47 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 11:26 Uhr
Gelungene Premiere im leistungsstarken Auto: Niklas Stötefalke vom Lübbecker AC, hier auf der Wertungsprüfung in Isenstedt, belegte Platz fünf. Foto: Marc Schmedtlevin
Gelungene Premiere im leistungsstarken Auto: Niklas Stötefalke vom Lübbecker AC, hier auf der Wertungsprüfung in Isenstedt, belegte Platz fünf. Foto: Marc Schmedtlevin

Rallye Stemweder Berg

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Als die Rennwagen am Samstagabend nach und nach im Ziel auf dem Lübbecker Marktplatz eintrudelten, konnten die Piloten und ihre Beifahrer durchatmen. 142 Wertungskilometer auf 14 Prüfungen an zwei Tagen hatten sie erfolgreich bewältigt. Am besten gelang das Fabian Kreim und Tobias Braun. Etwas mehr als 49 Sekunden Vorsprung hatte das Duo im Skoda Fabia R5 auf die Verfolger Hermann Gassner jr und Beifahrerin Ulrike Mayrhofer im Hyundai. Kreim/Braun bauten somit die Führung in der Gesamtwertung der Deutschen Rallye Meisterschaft aus, nachdem sie schon den ersten Lauf für sich entschieden hatten.

300 Helfer im Einsatz

Die Macher der Rallye Stemweder Berg mit ihren rund 300 fleißigen Helfern vom AMC Stemweder Berg sowie weiteren Ortsvereinen des ADAC Ostwestfalen-Lippe entlang der Strecke hatten für die Fahrer ein hervorragendes Paket zusammengestellt. Das bestätigte Wolfgang Rosteck, der im Fahrzeug mit der Startnummer 0 vor dem Feld fuhr und die Strecken abschließend kontrollierte: »Es waren super Prüfungen und knifflige Sachen mit dabei. Es war alles in bestem Zustand.« Dass es das anspruchsvolle Profil mit schnellen Passagen auf breiten Straßen und langsameren auf schmalen Wegen in sich hatte, verdeutlichen die Zahlen: Von den 54 gestarteten Teams kamen nur 34 ins Ziel. Vor allem technische Defekte sorgten für zahlreiche Ausfälle.

Schwerer erwischte es dagegen Philip Geipel und Katrin Becker. Das bis dahin drittplatzierte Gespann knallte auf der neunten Wertungsprüfung im Eggetal in eine Hauswand. Der Durchgang wurde abgebrochen, Fahrer und Beifahrerin wurden ins Krankenhaus gebracht. Am Sonntagmorgen gab es Entwarnung: Beide sind wieder wohlauf.

Von Unfällen und technischen Probleme blieben zwei Lokalmatadoren verschont. Dennis Rostek aus Bückeburg und Niklas Stötefalke aus Bad Oeynhausen, der dem Lübbecker Automobil Club angehört, fuhren in der Spitzengruppe mit. Sie landeten in der Endabrechnung auf den Rängen vier und fünf.

Der Hammer, genial, unbeschreiblich.

Niklas Stötefalke zu seiner R5-Premiere

Vor allem für Stötefalke war es ein besonderes Rennen. Er feierte in der Heimat seine Premiere im Skoda Fabia R5. »Der Hammer, genial, unbeschreiblich«, kam »Stöte« nach seiner Zielankunft aus dem Schwärmen für das Rennen mit dem leistungsstarken Wagen gar nicht mehr heraus. Auch mit dem fünften Platz konnte er sich anfreunden: »Ich hatte die mit Abstand wenigste Erfahrung mit dem Auto, deswegen war es ein Erfolg. Das hat mir auch die Konkurrenz so bestätigt«, sagte Stötefalke, der sich vor allem am zweiten Rallye-Tag vorne festsetzte und konkurrenzfähig war. Viel Zeit hatte er dagegen am Freitag verloren. Plötzlich einsetzender Platzregen machte bessere Zeiten unmöglich. »Da fehlte mir ein wenig Vertrauen, ich wollte kein zu hohes Risiko eingehen. Wir haben da Lehrgeld bezahlt«, gab Stötefalke zu.

Ähnlich bitter verlief der Freitag für Dennis Rostek. In seinem VW Polo GTI R5 handelte er sich auf den ersten vier Wertungsprüfungen auch schon 1:20 Minuten Rückstand zur Spitze ein. Am Samstag gehörte er dann mehrfach zu den Top Drei – mit Ankündigung. »Ich komme mit der Kanonenkugel«, sagte Rostek als Kampfansage an die Konkurrenz. Er kam dem Treppchen noch ganz nahe. Am Ende fehlten nur sechs Sekunden zum dritten Platz. »Es war dennoch ein toller Ritt durch die Heimat, es hat mega Spaß gemacht«, sagte Rostek, der auch in Zukunft im Kreis Minden-Lübbecke fahren möchte: »Ich hoffe sehr, dass diese Rallye noch lange erhalten bleibt.«

An der Spitze hatte Sieger Fabian Kreim in der Schlussphase keine Konkurrenz mehr, verwaltete seinen Vorsprung gekonnt. Bis zum Samstagvormittag hatte der Odenwälder aber einen Herausforderer. Vorjahressieger Christian Riedemann lag nach fünf Wertungsprüfungen fünf Sekunden vor Kreim, musste dann allerdings aufgeben. Eine Leitung hatte sich gelockert, das Auto verlor Getriebeöl. »Ich hätte das Duell gerne zu Ende gefahren«, sagte Kreim und genoss dann die Sektdusche auf dem Lübbecker Marktplatz.

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