So., 11.08.2019

30. Spielo-Cup: TuS N-Lübbecke entscheidet Endspiel gegen den HSC 2000 Coburg für sich Der Rekordsieger legt nach

Völlig zu recht haben die Spieler des TuS N-Lübbecke ihr schönstes Lächeln aufgesetzt. Der Spielo-Cup 2019 bleibt daheim.

Völlig zu recht haben die Spieler des TuS N-Lübbecke ihr schönstes Lächeln aufgesetzt. Der Spielo-Cup 2019 bleibt daheim. Foto: Oliver Krato

Von Volker Krusche

Minden (WB). Der Rekordhalter hat nachgelegt. Achtmal hatten sich die Handballer des TuS N-Lübbecke vor der 30. Auflage des Spielo-Cups in die Siegerliste eintragen können. Am Sonntag ließen sie nun Erfolg Nummer neun folgen, bezwangen im Endspiel vor 400 Zuschauern in der Mindener Kampa-Halle des HSC 2000 Coburg mit 25:24 (16:10).

Im Überraschungs-Finale machten die Lübbecker von der ersten Minute an deutlich, wer Herr im Hause des Nachbarn ist. Vor allen Dingen durfte sich der Gast aus Oberfranken nach dem Feuerwerk, dass die Mannen von Emir Kurtagic abbrannten, sicher sein, dass es in der bevorstehenden neuen Spielzeit sehr viel schwerer sein dürfte, gleich beide Spiele gegen den TuS zu gewinnen. In der abgelaufenen Saison hatte Coburg einem 36:33 ein 32:27 in der Merkur-Arena folgen lassen. Von einem solchen Erfolgserlebnis waren die Mannen von Jan Gorr bereits nach acht Minuten, als der Coach seine Truppe in der ersten (unplanmäßigen) Auszeit zusammenrief, soweit entfernt, wie Minden von Coburg: ziemlich weit! Da hatte der TuS bereits ein 5:1 vorgelegt, was er wenig später sogar auf 7:1 ausbaute.

Bärenstarke erste Hälfte

Die Deckung stand wie schon gegen Leipzig sehr gut, die Spieler arbeiteten gut miteinander und stellten den Gegner mit der beweglichen 6:0-Abwehr immer wieder vor Probleme. Und da das Zusammenspiel mit Peter Tatai zwischen den Pfosten erneut hervorragend funktionierte, war die frühe deutliche Führung nur die logische Folge. Der Ungar wehrte erneut auch einige »Hundertprozentige«, darunter auch zwei Siebenmeter (insgesamt drei), ab. Zur Pause wurden für ihn bereits neun Paraden notiert.

Da Roman Becvar den Ball und das Spiel vorn sehr schnell machte, wirkte die Coburger Defensivspieler wie Statisten. So blieb es auch in der Folge bei der Lübbecker Dominanz. Aus dem 9:5 machte der TuS ein 11:5. Beim 14:6 führte er bereits mit acht Toren. Es war sehr gut anzusehen, was die »Roten« ablieferten.

Zwei Tore vor und zwei nach der Pause ließen Coburg beim 12:16 aber wieder näher kommen. Nach drei Ballverlusten in den ersten drei Minuten der zweiten Hälfte rief Emir Kurtagic seine Mannen bei einer Auszeit zusammen. Seine Ansage dürfte klar sein: kein unnötiges Risiko, vielmehr Disziplin im eigenen Spiel. Kurzzeitig sah es nach Besserung aus (18:12), aber in der Folge schlichen sich vorne wie hinten immer mehr Fehler ein. Coburg verkürzte auf 17:19 und 19:21.

Gratulation von Gauselmann

Lübbecke hatte aber in diesen brenzligen Situationen die richtigen Antworten parat, so dass es nicht enger wurde. Zunächst. Spätestens als Patryk Walczak und Peter Strosack ins leere Tor trafen (24:19) schien die Messe nämlich gelesen. Doch der HSC kam zweieinhalb Minuten vor dem Ende auf 22:24 heran. Lübbecke hatte sich das Leben selbst schwer gemacht. Coburg vergeigte danach aber einen Konter, so dass Strosacks 25:22 die Entscheidung war.

Hauptsponsor Paul Gauselmann, der die Siegerehrung persönlich vornahm, gratulierte gleich nach Spielschluss jedem einzelnen TuS-Spieler und hatte auch anerkennende Worte für Trainer Emir Kurtagic parat. Der Coach sieht sein Team in der Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorn gegangen. »Das hat mir gefallen. Wir sind aber noch auf unserem Weg. Coburg hat uns trotz des Acht-Tore-Rückstands gezeigt, wie man ruhig bleibt, während wir plötzlich den Faden verlieren. Der Cupsieg ist aber auf jeden Fall gut für die Moral!«

TuS N-Lübbecke : Tatai (14/3 Paraden), Gerloff (n.e.); Becvar (3), Genz (3), Walczak (3), Gierak (2), Bagaric (2), Strosack (8), Mundus, Lengauer, Spohn (2), Schade (1), Orlowski (1)

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