Fr., 20.09.2019

Fußball: Christoph Meyhoff führt den VfL Frotheim ins Duell gegen Alswede »Hucky« sieht eine goldene Zukunft

Christoph Meyhoff will mit dem VfL Frotheim gegen Alswede auftrumpfen.

Christoph Meyhoff will mit dem VfL Frotheim gegen Alswede auftrumpfen. Foto: Meier

Espelkamp-Frotheim (mim). Sein starker rechter Fuß war immer schon gefürchtet. Gerade bei Standardsituationen gibt es nur wenige Spieler in der Kreisliga A, die so viel Gefühl im Fuß haben wie Christoph Meyhoff. Vor einigen Jahren war »Hucky«, wie ihn die meisten alle nur nennen, schon prägendes Mitglied der Frotheimer Mannschaft, die die Meisterschaft in der Kreisliga A errang und den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Nach einem kurzen Abstecher zu den Freien Turnern nach Dützen kehrte der 30jährige zum VfL Frotheim zurück.

An der Seite von Florian Haase als spielender Trainer. Einige schwerere Verletzungen in den letzten Jahren sorgten aber dafür, dass Meyhoff mehr am Spielfeldrand stand als auf dem Platz. Zur neuen Saison übernahm Thorsten Bunde das Traineramt beim VfL und der angehende Grundschullehrer Meyhoff ging zurück ins »zweite Glied« und ist jetzt wieder als Spieler unterwegs bei »seinem« VfL Frotheim.

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Eigentlich wollte ich nach der letzten Saison ein Jahr Pause einlegen, auch weil unser kleiner Sohn natürlich viel Aufmerksamkeit braucht. Aber irgendwie geht es auch nicht ohne Fußball.

Christoph Meyhoff (VfL Frotheim)

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Dabei war lange Zeit unklar, ob der Mittelfeldspieler überhaupt noch einmal auf den Platz zurückkommt. »Ende März habe ich wieder mit dem Training begonnen. Es gab zwar gerade am Anfang immer wieder Probleme mit dem Fuß, aber es hat dennoch enormen Spaß gemacht, wieder zu kicken. Eigentlich wollte ich nach der letzten Saison ein Jahr Pause einlegen, auch weil unser kleiner Sohn natürlich viel Aufmerksamkeit braucht. Aber irgendwie geht es auch nicht ohne Fußball«, lacht Christoph Meyhoff. Ein gravierender Unterschied zu den letzten Spielzeiten ist aber vorhanden. Der 30jährige steht nicht mehr in der Verantwortung und keiner beim VfL Frotheim nimmt es ihm übel, wenn er einmal nicht zum Training oder Spiel kommen kann. »Ich wollte auch gerne noch einmal mit meinen Kumpels wie Christopher Kellweries oder Bastian Pott zusammenspielen. Zudem kenne ich ja auch die anderen Jungs noch sehr gut. Aber es ist natürlich richtig, das Sagen hat jetzt Thorsten Bunde und das ist auch gut so. Ich versuche das Element einzubringen, auf dem Platz als Führungsspieler voranzugehen«, erklärt Meyhoff. Allerdings heißt das nicht, dass er sich jetzt gar nicht mehr einbringt. »Auf dem Platz übernehme ich schon die Verantwortung. Als einer der erfahrenden Spieler in einer jungen Mannschaft ist das auch eine Selbstverständlichkeit«. Aber Meyhoff ist auch froh, dass er sich nicht mehr sieben Tage in der Woche mit Fußball beschäftigen muss. »Die letzten Jahren war der Fokus auf den Fußball gerichtet. Als Trainer machst du dir Gedanken über das Training, die Aufarbeitung des letzten Spiels und Vorbereitung auf den nächsten Sonntag. Das alles immer in engem Kontakt zu Florian Haase. Und dann ärgert man sich natürlich, wenn Spieler kurzfristig das Training absagen. Jetzt nimmt man das lockerer hin, wenn mal nur zehn Spieler beim Training sind«, so Christoph Meyhoff.

Intensive Jahre als Trainer

Die letzten gemeinsamen Jahre mit Florian Haase als Trainergespann waren sehr intensive Jahre. »Wir sind beide sehr motiviert und engagiert. Und natürlich sind wir nicht immer einer Meinung gewesen. Aber auch in der schwierigen Phase in der letzten Saison haben wir nach außen immer eine Sprache gesprochen«, blickt Meyhoff noch einmal zurück. Trotz vieler Schwierigkeiten in der Saison, in der auch der Abstieg drohte, gelang dem Duo das Saisonziel: dem neuen Trainer Thorsten Bunde eine Kreisliga A-Mannschaft zu übergeben. Über den neuen Coach findet der 30-Jährige nur positive Worte. »Er bietet ein sehr abwechslungsreiches Training an, in dem viel Zug ist. Zudem war es auch wichtig, dass die Spieler eine neue Ansprache bekommen. Florian und ich waren immer viel auf Harmonie bedacht. Thorsten ist da wesentlich deutlicher. Das tut am Anfang sicherlich auch mal weh, aber der Mannschaft bringt das einiges. Es ist auch mehr Härte im Training und das wird uns auf kurz oder lang auch im Spiel viel bringen«, so Meyhoff.

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Wir hatten uns natürlich alle etwas mehr versprochen. Aber beim Blick auf unsere bisherigen Gegner kommt die Punkteausbeute auch nicht ganz unerwartet.

Christoph Meyhoff (VfL Frotheim)

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Mit dem Saisonstart können die Frotheimer nicht zufrieden sein. Trotz überwiegend guter Leistungen stehen erst vier Punkte auf der Habenseite. Und beim Blick auf das Torverhältnis wird das Hauptproblem schnell deutlich. Keine Mannschaft schoss bisher weniger Tore (6) als der VfL. Dabei führt der »Sechser« Christoph Meyhoff mit drei Toren die interne Torschützenliste sogar an. »Wir hatten uns natürlich alle etwas mehr versprochen. Aber beim Blick auf unsere bisherigen Gegner kommt die Punkteausbeute auch nicht ganz unerwartet. Man darf aber auch nicht vergessen, dass uns gleich fünf Stammspieler ausgefallen sind«, so Meyhoff. Sören Riechmann, der in der letzten Rückrunde überragend in Form war, fällt mit einem Kreuzbandriss die komplette Saison aus. Bastian Pott wird wegen eines Handbruches noch ein paar Spiele nicht zur Verfügung stehen. Auch wichtige Spieler wie Sebastian Bollmeier, Janes Hußmann oder Tim Wullbrandt fallen mit Verletzungen aus. »Gerade Bolle war in der Vorbereitung glänzend unterwegs und jetzt hat ihn wieder eine Verletzung gestoppt. Gerade seine Torgefahr fehlt uns momentan auch«, erklärt Meyhoff.

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Da werden zwei Kontraste aufeinandertreffen. Wir lassen hinten bislang wenig zu, haben aber offensiv unsere Probleme. Bei Alswede sieht das etwas anders aus.

Christoph Meyhoff (VfL Frotheim)

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Am Sonntag wartet jetzt die Partie gegen den HSC Alswede. Für »Hucky« ein sehr wichtiges Spiel. »Das gilt sicherlich für beide Mannschaften. Da werden zwei Kontraste aufeinandertreffen. Wir lassen hinten bislang wenig zu, haben aber offensiv unsere Probleme. Bei Alswede sieht das etwas anders aus«, lacht Meyhoff. Insgesamt blickt Christoph Meyhoff sehr positiv in die Zukunft: »Eigentlich wollten wir uns diese Saison da unten raushalten. Das wir jetzt auf dem 14. Tabellenplatz stehen, ist nicht schön, aber war, wie schon gesagt, bei dem Auftaktprogramm fast abzusehen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass dem VfL Frotheim die Zukunft gehören wird. Da kommen viele Talente in den nächsten Jahren hoch.« Während Meyhoff diese Saison als Spieler genießen möchte, so ist aber schon klar, dass er in Zukunft auch wieder als Trainer arbeiten möchte: »Das strebe ich auf jeden Fall an. Ich werde jetzt auf jeden Fall den nächsten Schein machen und ein Traum ist es immer noch, später einmal die A-Lizenz zu machen.«

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