Do., 20.02.2020

Jugendfußball: Am 23. Februar werden in Espelkamp fünf Kreismeistertitel ausgespielt Spannung, Tore und gute Stimmung

Bei der Zwischenrunde der Hallenkreismeisterschaften gab es viele spannende Spiele.

Bei der Zwischenrunde der Hallenkreismeisterschaften gab es viele spannende Spiele. Foto: Stefan Pollex

Von Jan Benedikt Meier

Espelkamp (WB). Es ist der Höhepunkt der Hallensaison, denn die Hallenkreismeisterschaft schreibt ihre eigene Gesetze: Es erhoffen sich auch vermeintliche Außenseiter eine Chance auf den Einzug in die Endrunde. So war es auch am Sonntag, als in der Espelkamper Rundturnhalle vier Endrundentickets für die Kreismeisterschaften der D- und C-Jugend ausgespielt wurden.

D-Junioren

In einer spannenden Gruppenphase setzten sich FC Preußen Espelkamp, JSG Nord Oppenwehe, JSG Stemweder Berg und VfL Frotheim bei den D-Junioren durch. Das erwartete Topspiel in Gruppe eins zwischen FC Preußen Espelkamp und JSG Nord Oppenwehe endete deutlich 7:1. In Gruppe zwei hat VfL Frotheim dem Gruppenfavoriten JSG Stemweder Berg lange Zeit Paroli geboten und trotzdem mit 1:2 verloren.

Das sagten die D-Jugendtrainer

Tom Sander, Trainer JSG Stemweder Berg: „In unserer Gruppe sind wir der Favorit. Wir wollen Turniersieger werden.“

Johann Warkentin, Trainer FC Preußen Espelkamp: „Beim Duell gegen Stemweder Berg sind wir nicht der Favorit. Es ist 50:50.“

Richard Wittemeier, Trainer VFL Frotheim: „Am Ende ließ die Kondition ein bisschen nach und Stemwede hat dann zwei ihrer insgesamt wenigen Chancen genutzt.“

Doreen Pühse, Trainerin BSC Blasheim, nach der Auftaktniederlage: „Wir sind gut in die Partie gestartet, doch wie so oft bei uns, haben wir nachgelassen und würden überrannt. Das es am Ende 1:3 steht, ist natürlich bitter.“

Steffen Timann, Trainer JSG Nord Oppenwehe, nach dem Wahnsinns-Comeback gegen Hüllhorst-Tengern: „In der letzten Minute kam nach dem 2:3 natürlich das Adrenalin hoch, und durch den Sieg ist das Halbfinalticket gelöst.“

Michael Kneipp, Trainer FSG Hüllhorst-Tengern, nach dem 3:4 gegen Nord Oppenwehe: „Leider habe ich nicht richtig gewechselt. Die Spieler sind natürlich geknickt, aber wir wollen uns im letzten Spiel noch mal gut präsentieren und gewinnen.“

Daniel Schröder, Trainer OTSV Preußisch Oldendorf: „Wir hatten eine starke Vorbereitung für das Turnier gespielt, hatten letzte Woche sogar Oppenwehe geschlagen. Die Hallensaison hat den Jungs Spaß gemacht, doch jetzt wollen wir gestärkt in die Rückrunde gehen.“

Stephan Krämer, Trainer JSG Holzhausen/Börninghausen:„Im zweiten Spiel gegen VFL Frotheim wollten wir zu viel und standen zu offensiv, daher auch die Konter. Jetzt liegt der Fokus auf einer guten Rückrunde.“

In der ersten Gruppe trafen JSG Nord Oppenwehe, OTSV Preußisch Oldendorf, FC Preußen Espelkamp und die FSG Hüllhorst-Tengern aufeinander. Als Favoriten gingen die Serienmeister aus Espelkamp in die Zwischenrunde, doch Trainer Johann Warkentin (FC Preußen Espelkamp) warnte vor der Konkurrenz: „Wir sind in unserer Gruppe der Favorit, doch in der Halle ist alles möglich.“ Seine Worte sollten sich bewahrheiten, denn JSG Nord Oppenwehe (3:2 gegen OTSV Preußisch Oldendorf) und FC Preußen Espelkamp (2:0 gegen FSG Hüllhorst-Tengern) hatten in ihrem Auftaktspiel Probleme und gewannen nur knapp. Insgesamt konnten beide Teams trotz stark aufspielender Konkurrenz in die nächste Runde einziehen. Besonders brisant war das Spiel FSG Hüllhorst-Tengern gegen JSG Nord Oppenwehe, bei dem Oppenwehe einen 1:3-Rückstand in den letzten 45 Sekunden in eine 4:3-Führung umwandelte und somit das Halbfinalticket lösen konnte.

In Gruppe zwei war die Favoritenrolle vor dem Turnier klar: Der Gruppensieg konnte nur über die JSG Stemweder Berg gehen. Dahinter jedoch erhofften sich VfL Frotheim, BSC Blasheim und JSG Holzhausen/Börninghausen eine Chance auf das Halbfinalticket. Durchsetzen konnte sich letztendlich der VfL Frotheim, der dank einer gut stehenden Defensive fast sogar Stemweder Berg schlagen konnten und erst spät knapp mit 1:2 verlor. Trainer Richard Wittemeier verriet: „Unsere Devise war es, erst mal defensiv mit der 3-1-Taktik gut zu stehen, und das ist uns gut gelungen. Die nächsten Spiele werden wir offensiver spielen und versuchen zu gewinnen.“ Um eine Runde weiterzukommen, tat der VfL Frotheim daraufhin alles und setzte sich nach einem 2:0-Erfolg gegen JSG Holzhausen und einem 4:1 gegen BSC Blasheim in der Gruppe zwei durch. Dementsprechend schied die JSG Holzhausen/Börninghausen trotz eines 3:1-Sieges gegen BSC Blasheim aus. Trainer Stephan Krämer gab anschließend zu: „Wir waren nicht stark genug.“

C-Junioren

Am Nachmittag ging es turbulent weiter! Bei den C-Junioren setzten sich FC Preußen Espelkamp, JSG Lübbecke-Blasheim, TuRa Espelkamp und JSG Limberg durch. Für die Fans von JSG Limberg war es lange Zeit ein Nervenkrimi, da erst durch den späten 2:6-Treffer der JSG Nord Oppenwehe gegen SG Schnathorst Oberbauerschaft das Halbfinalticket gelöst wurde. In Gruppe eins endete das Spiel um die Tabellenspitze zwischen FC Preußen Espelkamp und JSG Lübbecke-Blasheim mit 3:1 für Espelkamp.

Gruppe eins: Zwar lag FC Preußen Espelkamp in den ersten beiden Spielen jeweils mit 0:1 hinten, doch das Team von Trainer Christopher Davies bewahrte die Ruhe und drehte die Spiele zu den eigenen Gunsten (3:2 gegen JSG Stemweder Berg; 3:1 gegen Spvg Union Varl). Am Ende resultieren neun Punkte und Platz eins in der Gruppe. Ein Spektakel boten die Spvg Union Varl und die JSG Stemweder Berg. Es ging Schlag auf Schlag mit einem versöhnlichen Ende für die Varler, die das Spiel kurz vor Schluss mit dem Treffer zum 4:3 entschieden. Trainer Uli Eikenhorst war zufrieden: „Die Jungs haben das gut gemacht!“

In Gruppe zwei war TuRa Espelkamp als aussichtsreichster Kandidat angereist, doch Trainer Achim Kröger wollte seinem Team diese Rolle nicht zuweisen: „Es gibt in der Halle keinen Favoriten. Wer das erste Tor schießt, hat die besten Chancen, weil man dann defensiv gut stehen kann.“ Sein Team spielte sich in einen Rausch und gewann alle drei Partien mit insgesamt nur einem Gegentor. Das Rennen um den zweiten Platz entschied die JSG Limberg knapp vor der SG Schnathorst Oberbauerschaft für sich.

Die Halbfinalbegegnungen finden am kommenden Sonntag statt. Dabei kommt es zu folgenden Partien: D-Jugend: FC Preußen Espelkamp – VfL Frotheim (15.30 Uhr), JSG Stemweder Berg – JSG Nord Oppenwehe (15.50 Uhr); C-Jugend: FC Preußen Espelkamp – JSG Limberg (16.10 Uhr), TuRa Espelkamp – JSG Lübbecke-Blasheim (16.30 Uhr). Zuvor finden ab 9:15 Uhr die Kreismeisterschaften der F-Junioren statt. Ab 9:55 Uhr starten die E-Junioren. Um 12.45 Uhr wird das erste Spiel der B-Juniorinnen angepfiffen. Insgesamt werden Sonntag fünf Kreismeister-Titel vergeben.

Das sagten die C-Juniorentrainer

Jonas Ballsmann, Trainer JSG Limberg: „Da wir in die Kreisliga A aufgestiegen sind, ist es gut, sich heute mit solchen Teams zu messen, um zu Wissen wo wir stehen.“

Achim Kröger, Trainer Tura Espelkamp: „Es gibt in der Halle keinen Favoriten. Wer das erste Tor schießt, hat die besten Chancen, weil man defensiv gut stehen kann.“

Alexander Seibel, Trainer JSG Stemweder Berg: „Wir haben gezeigt, dass wir mit dem spielerisch besten Team im Kreis mithalten können.“

Peter Dahm, JSG Blasheim-Lübbecke, nach dem gewonnen Auftaktspiel gegen Varl: „Das erste Spiel war wichtig zu gewinnen. Jetzt haben wir gute Chancen weiter zu kommen.“

Christopher Davies, Trainer FC Preußen Espelkamp, nach dem knappen Auftaktsieg: „Das erste Spiel ist in der Halle immer schwer. Auch wenn wir noch Fehler gemacht haben, waren wir das feldüberlegene Team. Am Ende wollen wir in die Endrunde einziehen, ob wir gewinnen, ist schwer zu sagen, auch Tura schätze ich sehr stark ein.“

Maik Rehburg, Trainer JSG Nord Oppenwehe, war trotz der Auftaktpleite gegen Tura guter Dinge: „Wir haben uns auf dem 1:0 ausgeruht und waren nicht mehr konsequent genug. Tura ist spielerisch und kämpferisch sehr gut. Wir haben gute Chancen weiter zu kommen, da wir in der Vorrunde gegen Schnathorst/Oberbauerschaft und Limberg nicht verloren haben.“

Marek Sommer, Trainer SG Schnathorst Oberbauerschaft, nach dem 2:2 gegen Limberg: „Wir müssen noch griffiger und gieriger werden und allgemein noch besser Fußball spielen. Wenn die Mannschaft geil drauf ist, werden wir hier noch weiter kommen, da bin ich mir sicher.“

Uli Eikenhorst, Trainer Spvg Union Varl, nach dem 4:3 im letzten Gruppenspiel und dem Ausscheiden aus der Zwischenrunde: „Die Jungs haben das gut gemacht. Das Spiel war ein offener Schlagabtausch mit gutem Ende für uns.“ Warum das Team raus ist, weiß er auch. „Das erste Spiel war entscheidend, gegen einen gleichwertigen Gegner (JSG Lübbecke-Blasheim) haben wir 0:1 verloren trotz mehrerer guter Chancen. Jetzt liegt der Fokus auf der Rückrunde.“

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