Handball: einheitlicher Saisonstart in den Ligen des westfälischen Verbandes
Am 3./4. Oktober geht es los

Hüllhorst/Wehe/Gehlenbeck/Nettelstedt (WB). Der Handballverband Westfalen (HVW) möchte am ersten Wochenende im Oktober in allen Spielklassen in die neue Saison starten. Das hat der HVW am Freitag mitgeteilt und zudem die Staffeleinteilung bekanntgegeben. In einem so noch nie praktizierten Verfahren waren die Vereine zuvor nach ihrer Meinung und einem entsprechenden Votum gefragt worden.

Montag, 29.06.2020, 15:59 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 16:02 Uhr
Emma Hoppe startet mit Wehes Damen Anfang Oktober in die neue Verbandsliga-Saison. Foto: Stefan Pollex
Emma Hoppe startet mit Wehes Damen Anfang Oktober in die neue Verbandsliga-Saison. Foto: Stefan Pollex

Bis zum vergangenen Sonntag durften Ober-, Verbands- und Landesligisten über verschiedene Varianten bezüglich der Staffelzusammensetzung, des Modus’ und des Saisonstarts abstimmen. Davon machten sie reichlich Gebrauch. „Wir hatten eine Rücklaufquote von durchschnittlich 93 Prozent. Das ist traumhaft. Sie zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben“, sagte Andreas Tiemann, der Vorsitzende der Technischen Kommission des HVW. In allen Ligen hätten sich 90 bis 100 Prozent der Klubs beteiligt.

Das bedeutet, dass wir in der darauffolgenden Saison 32 Verbandsligisten haben und in zwei 16er-Staffeln spielen können.

Andreas Tiemann (Handballverband Westfalen)

Und der Verband hat auf seine Vereine gehört – auch in der Männer-Verbandsliga, wo die vorgeschlagene Gesamtzahl von 13 Absteigern deutlich auf sechs (drei je Staffel) reduziert worden ist. „Damit sind wir dem Wunsch vieler Vereine nachgekommen“, berichtete Tiemann und blickte noch weiter nach vorn: „Das bedeutet, dass wir in der darauffolgenden Saison 32 Verbandsligisten haben und in zwei 16er-Staffeln spielen können.“ Eine Dauerlösung soll aber auch das nicht sein. Tiemann: „Wir haben nie gesagt, dass wir innerhalb einer Saison wieder zur gewohnten Staffelstärke zurückkehren wollen. Das hätte bei den vielen Absteigern, die es dann gegeben hätte, auch nichts mehr mit Sport zu tun gehabt.“ Ziel bleibt es, nach zwei Spielzeiten wieder so aufgestellt zu sein wie vor der Corona-Pandemie. Aber auch das sei kein Muss, wie Tiemann betont: „Notfalls nehmen wir das dritte Jahr auch noch mit hinzu.“

Tausch in der Frauen-Verbandsliga

Nicht vorab informiert wurden die Vereine über einen Tausch in der Frauen-Verbandsliga. Hier war ursprünglich der VfL Brambauer aus Lünen der Staffel 1 zugeordnet gewesen. Jetzt hat stattdessen der HSC Haltern/Sythen seinen Platz in der Staffel Ostwestfalen/Münsterland gefunden. „Da gab es mehrere Varianten, die Technische Kommission hat sich letztendlich für diese entschieden“, sagte Tiemann. Aus Haltern werden er und Frauen-Staffelleiter Bernd Kuropka dafür sicherlich nicht mit Beifall überschüttet.

Es ist jetzt die Variante geworden, die wir bevorzugt haben. Das ist völlig okay.

Benjamin Grohmann (Trainer TuS Wehe)

Aus dem Altkreis Lübbecke gab es aber nur Applaus für die Arbeit der Kommission. „Für Haltern ist das sicherlich nicht so optimal“, gab Björn Blomenkamp, Trainer der Hüllhorster Verbandsliga-Damen, zu bedenken: „Aber ein Verein musste halt in den sauren Apfel beißen.“ Dass in zwei Staffeln gespielt wird, findet Blomenkamp gut und richtig: „Eine Einteilung in drei Staffeln hätte ich nicht begrüßt. Das wären zu wenig Spiele gewesen.“ Auch Trainerkollege Benjamin Grohmann von den Aufsteigerinnen aus Wehe ist zufrieden: „Es ist jetzt die Variante geworden, die wir bevorzugt haben. Das ist völlig okay.“ Zustimmung signalisiert auch Achim Hucke vom TuS Nettelstedt in Sachen Frauen-Landesliga: „Die Zwölferstaffel habe ich mir gewünscht. Das ist perfekt, die Staffeleinteilung super. Es gibt viele Derbys, auf die wir uns jetzt schon sehr freuen – gerade auf das mit Lit.“

Geografisch ist alles sehr dicht beineinander, und es gibt viele neue Mannschaften und tolle Derbys in der Liga.

Sebastian Redeker (Trainer HSG Hüllhorst)

Auch die Trainer der heimischen Männer können nun gezielt in die Planung der Vorbereitung einsteigen. „Das ist für uns eine gute Staffellösung“, sagte Sebastian Redeker vom Verbandsligisten HSG Hüllhorst: „Geografisch ist alles sehr dicht beineinander, und es gibt viele neue Mannschaften und tolle Derbys in der Liga.“ Dem Saisonstart vor den Herbstferien fiebert sein Team bereits entgegen. Redeker: „Meine Jungs wollen endlich wieder spielen.“

Ich finde vor allem positiv, dass der Verband die Meinung der Vereine eingeholt und mit dieser Einteilung auch umgesetzt hat.

Dennis Pape (Trainer TuS Wehe)

Dennis Pape ist mit dem TuS SW Wehe neu in der Verbandsliga. „Ich finde vor allem positiv, dass der Verband die Meinung der Vereine eingeholt und mit dieser Einteilung auch umgesetzt hat“, sagt der Aufstiegstrainer. Der Starttermin vor den Herbstferien gefällt ihm gut und auch, dass in der Abstiegsfrage nachjustiert worden ist: „Es kommt uns als Aufsteiger, aber auch allen andern Vereinen entgegen, dass nicht die halbe Liga verkrampft bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen muss.“

Ich finde die Variante mit der etwas kleineren Landesligastaffel wegen der kürzeren und damit bequemeren Fahrten sehr gut.

Christian Meistrell (TuS Gehlenbeck)

„Ich finde die Variante mit der etwas kleineren Landesligastaffel wegen der kürzeren und damit bequemeren Fahrten sehr gut”, stellte Christian Meistrell vom TuS Gehlenbeck fest. Dass nach zwei Spieltagen schon wieder Pause ist, findet er nicht schlimm: „Da kann man sich nach den ersten beiden Spieltagen noch mal sortieren und zudem überprüfen, wie es coronamäßig aussieht.“

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