Im grünen Bereich: Lübbeckes neuer Kunstrasenplatz erhält seine finale Beschichtung
Auf diesem Teppich wird bald gespielt

Lübbecke. Stück für Stück verschwindet das Schwarz und weicht einem satten Grün: Der Lübbecker Fußballkunstrasenplatz nimmt seit dieser Woche endgültig Gestalt an. Die mit dem Bau beauftragte Firma Heiler hat mit der finalen Beschichtung des Spielfelds begonnen. 27 Rollen Kunstrasen werden seit Dienstag Stück für Stück auf der Fläche verklebt. Bis Freitag waren schon zwei Drittel des modernen Geläufs, das den heimischen Teams künftig als wetterfeste Trainings- und Spielstätte zur Verfügung stehen soll, „begrünt“.

Samstag, 29.08.2020, 13:31 Uhr aktualisiert: 29.08.2020, 15:14 Uhr
Bereit zum Ausrollen: 27 Rollen Kunstrasen mit insgesamt 7400 Quadratmetern Fläche werden seit dieser Woche auf dem künftigen Lübbecker Spielfeld hinter der Kreissporthalle verklebt. Die Mitarbeiter der Firma Heiler freuten sich über nahezu ideale Bedingungen. Foto: Grohmann
Bereit zum Ausrollen: 27 Rollen Kunstrasen mit insgesamt 7400 Quadratmetern Fläche werden seit dieser Woche auf dem künftigen Lübbecker Spielfeld hinter der Kreissporthalle verklebt. Die Mitarbeiter der Firma Heiler freuten sich über nahezu ideale Bedingungen. Foto: Grohmann

Dass es sogar etwas schneller ging als erwartet, war auch dem Wetter zu verdanken. „Bei Regen könnten wir im Grunde gar nichts machen“, sagt Heiler-Mitarbeiter Sascha Schmunk, der am Dienstag mit seinen drei Kollegen auf der Fußball-Baustelle eingetroffen war. Die klimatischen Bedingungen in dieser Woche waren nahezu optimal und ließen ein flottes Arbeitstempo zu. „Es ist am Ende immer noch Kunstrasen. Bei Hitze dehnt sich das Material aus, bei Kälte zieht es sich zusammen. 25 Grad wie in dieser Woche – das ist perfekt“, sagt Sascha Schmunk, zumal es bis auf ein paar Tropfen von oben weitestgehend trocken blieb.

Auf Fußball-Baustellen in ganz Deutschland im Einsatz: Sascha Schmunk von der Bielefelder Firma Heiler ist mit seinem Team in dieser Woche in Lübbecke eingetroffen, um den neuen Kunstrasenplatz der Stadt an der Kreissporthalle zu beschichten. Bislang lief alles wie geplant.

Auf Fußball-Baustellen in ganz Deutschland im Einsatz: Sascha Schmunk von der Bielefelder Firma Heiler ist mit seinem Team in dieser Woche in Lübbecke eingetroffen, um den neuen Kunstrasenplatz der Stadt an der Kreissporthalle zu beschichten. Bislang lief alles wie geplant. Foto: Grohmann

Kühle Temperaturen lassen das Material störrisch werden. Der Rasen lässt sich dann schwerer auslegen, es entstehen Wellen. Erfahrung und Fingerspitzengefühl sind bei der Arbeit von Vorteil. 20 bis 25 Kunstrasenplätze, schätzt Sascha Schmunk, werden pro Jahr von Heiler gefertigt. „Wir reisen dafür quer durch Deutschland“, sagt der Bielefelder, der in Lübbecke aber ausnahmsweise keinen Schlafcontainer beziehen muss: „Wir fahren alle abends wieder nach Hause. Das hat auch mit den Corona-Bestimmungen zu tun“, sagt der gelernte Fliesenleger, der schon knapp acht Jahre für Heiler arbeitet und Fußballplätze verlegt.

27 Rollen Kunstrasen werden seit Dienstag quer über dem Platz verklebt, hier Bahn 14 mit der eingearbeiteten Mittellinie. Unter dem Kunstrasen befindet sich eine Gummi-Split-Schicht. Diese sorgt dafür, dass die Schritte der Akteure abgefedert werden – wie bei einer Tartanbahn.

27 Rollen Kunstrasen werden seit Dienstag quer über dem Platz verklebt, hier Bahn 14 mit der eingearbeiteten Mittellinie. Unter dem Kunstrasen befindet sich eine Gummi-Split-Schicht. Diese sorgt dafür, dass die Schritte der Akteure abgefedert werden – wie bei einer Tartanbahn.

Im Rohzustand bekommen Schmunk und seine Kollegen die Plätze in der Regel nicht zu Gesicht. Sie sind für die Veredelung zuständig. „Wir arbeiten in Kolonnen. Unser Team ist ausschließlich für die Verlegung des Kunstrasens zuständig.“ Die Vorarbeit hatte derweil ein anderes Team erledigt. Der alte Ascheplatz wurde abgetragen, anschließend wurden Drainagen in den Boden eingebracht. Nach der Grob- folgte die Schotterplanung, ehe zum Abschluss eine Gummi-Split-Schicht aufgetragen wurde. „Die sorgt dafür, dass die Schritte gedämpft werden, wenn man sich auf dem Rasen bewegt“, erklärt Sascha Schmunk.

Linientreu: Die Bahn 14 hat eine besondere Funktion

Zusammen mit seinem Team ließ der Bielefelder die schwarze Gummi-Split-Unterlage unter grünem Kunstrasen verschwinden. Jeder Teppichstreifen misst vier Meter in der Breite und 68 Meter in der Länge. Drei der 27 Rollen haben eingezeichnete Linien und werden an vorgegebenen Stellen verlegt: neben den äußersten Bahnen mit den Torauslinien auch die Bahn 14. „Darauf befindet sich die Mittellinie“, sagt Schmunk. Der Mittelkreis wird dagegen genauso wie die Linien an den Längsseiten anschließend von Hand gearbeitet. „Damit beginnen wir wohl Anfang der nächsten Woche“, sagt Schmunk.

Nach der Verlegung des Kunstrasens kommt die Besandung

Ehe auf dem neuen Schmuckstück der Stadt Lübbecke der Ball rollen kann, werden die 7400 Quadratmeter Kunstrasen im letzten Arbeitsschritt mit Sand verfüllt. Spätestens im Herbst dürfte auf dem modernen Geläuf – Kostenpunkt 685.000 Euro – der Ball rollen. Bis dahin müssen nur noch die Tore montiert werden.

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