Pokal, 1. Runde: TuS Gehlenbeck gewinnt Stadt-Derby gegen FC Lübbecke mit 4:1 (3:0)
Rasanter Start ist die halbe Miete

Gehlenbeck (WB). Erfolgreicher Einstand für Ludwig Zeller: Der neue Trainer des TuS Gehlenbeck hat in seinem ersten Pflichtspiel mit dem Fußball-A-Ligisten einen Sieg eingefahren. Die Gehlenbecker setzten sich in der ersten Runde des Barre-Kreispokals im Stadt-Derby gegen den FC Lübbecke deutlich mit 4:1 (3:0) durch.

Montag, 31.08.2020, 11:25 Uhr aktualisiert: 31.08.2020, 11:28 Uhr
Der FC Lübbecke (grüne Trikots) fand nach der Pause besser ins Spiel. Die favorisierten Gehlenbecker ließen sich die Butter im Pokalduell aber nicht mehr vom Brot nehmen. Grundstein für das Weiterkommen war der explosive Start mit einer schnellen 3:0-Führung. Foto: Grohmann
Der FC Lübbecke (grüne Trikots) fand nach der Pause besser ins Spiel. Die favorisierten Gehlenbecker ließen sich die Butter im Pokalduell aber nicht mehr vom Brot nehmen. Grundstein für das Weiterkommen war der explosive Start mit einer schnellen 3:0-Führung. Foto: Grohmann

Der Favorit ließ zu Beginn gleich die Muskeln spielen. Die Gäste, Aufsteiger in die Kreisliga A, waren dem Gehlenbecker Anfangs-Feuerwerk nicht gewachsen. „Die Jungs haben das gemacht, was wir vorher besprochen hatten. Wir wollten zeigen, dass es ein Heimspiel ist und wir hier als Sieger den Platz verlassen“, sagte Zeller. „Wir wurden heute in den ersten 25 Minuten bezwungen“, fand Mark Cholewa, seit dieser Saison Torhüter und zweiter Trainer beim FC Lübbecke.

Offensiv-Feuerwerk zieht den Gästen gleich den Zahn

Schon nach drei Minuten sorgte Andre Kottkamp für Gehlenbecks Führung. Nach einem Querpass musste er den Ball nur noch einschieben. Dem 2:0 durch Simon Keiser (18.) ließ Lennart Lösche per Heber den dritten Treffer folgen (35.). Danach berappelten sich die Lüb­becker etwas, konnten aber von Glück reden, dass es bei weiteren Gehlenbecker Großchancen vor der Pause nicht noch zweimal klingelte.

Gehlenbecks neuer Trainer Ludwig Zeller freute sich über einen Sieg bei seiner Pflichtspielpremiere. Die Gastgeber bezwangen im Stadtderby der ersten Pokalrunde den FC Lübbecke mit 4:1. Foto: Grohmann

Gehlenbecks neuer Trainer Ludwig Zeller freute sich über einen Sieg bei seiner Pflichtspielpremiere. Die Gastgeber bezwangen im Stadtderby der ersten Pokalrunde den FC Lübbecke mit 4:1. Foto: Grohmann

„Im zweiten Durchgang wollten wir das Spiel mehr verwalten“, berichtete Zeller. Doch daraus wurde nichts: Unmittelbar nach dem Anpfiff kombinierten sich die Gäste in den Strafraum und schlossen den sehenswerten Angriff mit dem 3:1-Anschlusstreffer durch Adam Szych ab (46.). „Ich hatte in der Pause gesagt, dass es das Wichtigste ist, kein schnelles Gegentor zu bekommen. Und dann bekommen wir direkt einen eingeschenkt“, so Zeller.

Lübbecke spielte im zweiten Durchgang mutiger nach vorne. Auch wenn der Aufsteiger phasenweise mehr Ballbesitz hatte: Viele weitere gefähr­liche Szenen ließ der TuS Gehlenbeck nicht zu. Stattdessen entschied Robin Seidel die Partie nach einem Konter mit dem 4:1 vorzeitig (73.).

Keine Corona-Maßnahme: Zeller trägt Handschuh nach Arbeitsunfall

„Meine Jungs haben gezeigt, dass sie richtig Bock hatten auf dieses Spiel“, freute sich Zeller, der über der linken Hand einen Handschuh trug. Das war allerdings keine Corona-bedingte Vorsichtsmaßnahme. „Ich hatte mir am Samstag bei der Arbeit tief in den Finger geschnitten“, verriet der Caterer, dessen Team die erste Runde dafür ohne Schramme überstand.

Auch Roland Brandt wirkte nicht geknickt: „Es war eine gute Einheit, um zu sehen, wo wir stehen. Wir müssen aus dem Spiel die richtigen Lehren ziehen“, sagte Lübbeckes Trainer eine Woche vor dem Liga-Auftakt.

Trotz neuer Regeln: 100 Fans genießen „normales“ Fußballerlebnis

Gut vorbereitet zeigte sich der TuS Gehlenbeck in Corona-Zeiten auch neben dem Platz: Zum Spielfeld kamen die Zuschauer nur durch das Vereinsheim und folgender Registrierung, der einzige Ausgang führte links am Gebäude zurück Richtung Parkplatz. Beide Wege waren mit Flatterband voneinander getrennt. Getränke wurden wie angekündigt nur in Flaschen verkauft. Ansonsten fühlte es sich für Spieler wie Besucher, rund hundert Fans genossen den schönen Fußball-Nachmittag, wie ein ganz normales Spiel an.

Eine von mehreren Corona-bedingten Innovationen in der neuen Spielzeit: Der TuS Gehlenbeck hatte einen separaten Ein- und Ausgang eingerichtet.

Eine von mehreren Corona-bedingten Innovationen in der neuen Spielzeit: Der TuS Gehlenbeck hatte einen separaten Ein- und Ausgang eingerichtet. Foto: Grohmann

Alle Ergebnisse der 1. Runde im Barre-Kreispokal

SV BW Oberbauerschaft - TuS Stemwede 1:3 (0:0)

FC Oppenwehe - TuS Tengern 0:9 (0:3)

TuS Nettelstedt - TuSpo Rahden 1:4 (1:1)

TuS Gehlenbeck - FC Lübbecke 4:1 (3:0)

SV Börninghausen - FC Pr. Espelkamp 0:10 (0:6)

TuRa Espelkamp - SC BW Vehlage 2:1 (2:0)

TuS Levern - SV Schnathorst 4:1 (1:0)

OTSV Preußisch Oldendorf - BSC Blasheim 2:5 (1:1)

HSC Alswede - TuS Oppendorf 4:0 (0:0)

VfB Fabbenstedt - TuS Dielingen 1:2 (0:1)

SSV Preußisch Ströhen - Türk Gücü Espelkamp 4:5 (1:1, 1:0)

Holsener SV - SuS Holzhausen 1:9 (0:6)

VfL Frotheim - TuS E. Tonnenheide 2:0 (0:0)

Freilose: SpVgg. Union Varl, SV Hüllhorst-Oberbauerschaft, SC Isenstedt.

 

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