FLVW Westfalen stellt Spielbetrieb vorläufig ein – Daseking rechnet mit Pause bis 2021
Lockdown im heimischen Fußball

Kaiserau/Lübbecke (WB). Das kommt einer vorgezogenen Winterpause gleich: Nach den Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung im Rahmen des Infektionsschutzes stellt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den Spielbetrieb in allen kreislichen und überkreislichen Jugend- und Amateurspielklassen vorerst ein.

Mittwoch, 28.10.2020, 20:58 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 21:02 Uhr
Auch auf dem neuen Kunstrasenplatz der Stadt Lübbecke wird vorerst kein Ball mehr rollen: Die Fußball-Pause im FLVW ist zunächst befristet. Foto: Grohmann
Auch auf dem neuen Kunstrasenplatz der Stadt Lübbecke wird vorerst kein Ball mehr rollen: Die Fußball-Pause im FLVW ist zunächst befristet. Foto: Grohmann

Darauf haben sich das Präsidium, die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise sowie die spielleitenden Stellen aus dem Verbands-Jugend- und Verbands-Fußball-Ausschuss am Mittwochabend in einer Videokonferenz verständigt. Der Bund-Länder-Beschluss beinhaltet Beschränkungen für den Amateursport.

Die Unterbrechung des Fußballbetriebs im FLVW gilt ab Donnerstag, 29. Oktober und vorerst bis zum Ende der Gültigkeitsdauer der neuen Coronaschutzverordnung. Betroffen davon sind alle Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele. Zudem empfiehlt der FLVW, den Trainingsbetrieb ebenfalls sofort einzustellen. „Im Vordergrund stehen jetzt die Gesundheit, die Vermeidung von Kontakten sowie die Unterbrechung von Infektionsketten. Wie im Frühjahr möchte und wird der Fußball seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“, bekräftigten die FLVW-Funktionsträgerinnen und -träger unisono.

Findet die neuerliche Unterbrechung schade, akzeptiert sie aber: Tim Daseking, Trainer von Westfalenliga-Spitzenreiter FC Preußenb Espelkamp.

Findet die neuerliche Unterbrechung schade, akzeptiert sie aber: Tim Daseking, Trainer von Westfalenliga-Spitzenreiter FC Preußenb Espelkamp. Foto: Grohmann

Auch wenn nur von einer vorübergehenden Fußball-Pause die Rede ist, bedeutet der Beschluss, der sich an den neuen Corona-Auflagen der Bundesregierung orientiert, dass die Saison wohl erst 2021 fortgesetzt wird. „Ich denke, wir sollten realistisch sein. Es macht keinen Sinn, Anfang Dezember noch einmal ins Training einzusteigen“, sagt Tim Daseking, Trainer des Westfalenliga-Spitzenreiters FC Preußen Espelkamp.

„Man muss das jetzt akzeptieren, auch wenn wir es uns anders wünschen würden. Aber wir stehen auch nicht wie die Politiker in dieser krassen Verantwortung“, so Daseking. „Realistisch betrachtet, hoffe ich, dass wir im Januar 2021 wieder allmählich ins Training einsteigen können.“

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