Do., 16.05.2019

1. Handball-Bundesliga: GWD Minden verschenkt beim 24:26 wie schon im Hinspiel gegen den SC DHfK Leipzig beide Punkte. Frank Carstens ist enttäuscht 2:10-Lauf nach 20:15-Führung

Sie können es nicht fassen, dass sie das Spiel noch aus der Hand gegeben haben: Luka Zvizej, Christoffer Rambo und Kevin Gulliksen.

Sie können es nicht fassen, dass sie das Spiel noch aus der Hand gegeben haben: Luka Zvizej, Christoffer Rambo und Kevin Gulliksen. Foto: imago

Minden  (WB). Der 31. Spieltag in der 1. Handball-Bundesliga endete mit einer großen Enttäuschung für GWD Minden. Die Grün-Weißen knickten nach einer 20:15-Führung gegen den SC DHfK Leipzig völlig unerklärlich ein und gaben nach einem 2:10-Lauf beim 24:26 (16:12) beide Punkte ab.

Am Ende jubelten die Leipziger, während die Hausherren mit hängenden Köpfen in der Kabine schlichen. Dabei hatte die Partie für die Gastgeber gut begonnen, aber mit nur drei Treffern in der letzten Viertelstunde brachte sich die Mannschaft selbst um den Erfolg.

Mats Korte hatte die Hausherren mit 1:0 in Führung geworfen, doch dann übernahmen die Gäste aus Leipzig erst einmal das Kommando, lagen 3:1 (5.) und 5:3 (9.) vorn. Besonders einem Grün-Weißen gefiel das gar nicht: Kevin Gulliksen. Er drehte nach zehn Minuten richtig auf und schenkte den Sachsen bis zur 20. Minute ganze sechs Mal ein. Trainer Andre Haber nahm eine Auszeit und wechselte den Torhüter, doch die Dominanz von GWD blieb. 11:7 (20.) und 13:8 (25.) lauteten die weiteren Stationen. Auch wenn Marian Michalczik den letzten direkten Freiwurf vor der Pause über die Latte setzte, tat dies der guten Stimmung in der Kampa-Halle keinen Abbruch. Die 16:12-Führung ließ wenig Wünsche offen.

Nach dem Wiederanpfiff hielt die Carstens-Sieben das Polster zunächst. Alles lief nach Plan. Aber nach einer Dreiviertelstunde wurde es dann enger für die Gastgeber, die die Konzentration nicht mehr hochhielten. Zwar konnte Christoffer Rambo noch zum 21:17 (42.) treffen, doch danach war Leipzig mit drei Kontern erfolgreich und rückte bis auf ein Tor heran. Andreas Rojewski traf zum 22:22 für die Gäste und leitete damit die Schlussphase ein. In der hakte es bei den Mindenern im Angriff gewaltig. Acht Minuten lang hatten sie Dankerser keinen Erfolg. Als Mats Korte zum 23:25 (55.) traf, waren die Mindener Erfolgsaussichten schon deutlich geschrumpft. Nach dem 24:25, 25 Sekunden vor Schluss, kam GWD nicht mehr in Ballbesitz. Die bittere Pleite war besiegelt!

Stimmen zum Spiel

Frank Carstens : »Ich bin entsetzt, wie wir in der zweiten Halbzeit viele Dinge nicht mehr wie vorher für uns genutzt haben. Mir fehlte der Killerinstinkt. Schon in der ersten Hälfte haben wir es verpasst, einen höheren Vorsprung herauszuwerfen. Vier Tore in den letzten 25 Minuten sind einfach zu wenig. Wir hatten uns etwas anderes vorgenommen.«

Andre Haber : »Für mich war das heute unfassbar. Wir haben zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten gezeigt. Der Pausenstand hat uns sicher geschmeichelt, doch dann kamen wir so richtig ins Rollen und haben überragend gedeckt. Da bin ich stolz, vor allem, weil taktisch alles gegriffen hat.«

Frank von Behren : »Ich bin entsetzt und muss erst einmal darüber schlafen. Insgesamt ist das eine sehr, sehr schwache Halbzeit gewesen. Das muss ich mir jetzt erst einmal in Ruhe angucken.«

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