Mi., 31.07.2019

Fußball-Kreisliga A: Der SuS möchte sich wieder in der Spitzengruppe einsortieren. Mut macht vor allem der in der Breite gut besetzte Kader Holzhausen: Rückrunde gibt die Richtung vor

Die Neuen beim SuS Holzhausen: (von links) Timo Jaeger, Cerryg Forward, Dominik Riemer, Timm Meyer und Timo Bredemeier.

Die Neuen beim SuS Holzhausen: (von links) Timo Jaeger, Cerryg Forward, Dominik Riemer, Timm Meyer und Timo Bredemeier.

Von Marc Schmedtlevin

Preußisch Oldendorf (WB). Mit der Elf vom Bahndamm ist wieder zu rechnen: Nach der schwierigen Vorsaison verbreitet der A-Ligist SuS Holzhausen Optimismus und peilt die Spitzengruppe an. Das liegt unter anderem an einem breit aufgestellten Kader mit einigen bekannten Zugängen.

Dass es in der Endabrechnung der vergangenen Saison immerhin noch zu einem neunten Tabellenplatz reichte, hatten die Holzhauser nur einer ausgezeichneten Rückrunde zu verdanken. 28 Punkte im zweiten Abschnitt bedeuteten in dieser Wertung den dritten Rang. »Das ist natürlich die Richtung, in die es jetzt für uns gehen soll. Neunter wollen wir jedenfalls nicht noch einmal werden«, sagt Trainer Daniel Bönker.

Viele Trainer in der Hinrunde

Er hatte seit seiner Amtsübernahme im Oktober 2018 maßgeblichen Anteil am Aufschwung. Zu diesem Zeitpunkt hatte der SuS nämlich »SOS« gefunkt. Zwischenzeitlich war der ehemalige Bezirksligist sogar auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und wechselte die Trainer regelmäßig. Auf Klaus Symanczyk folgten Martin Lidke und Jan-Hendrik Titkemeyer. Anschließend übernahm Jan Kleine-Beek, der jetzt für die zweite Mannschaft zuständig ist. »Wir hatten überhaupt keine Ruhe drin, das sah man dann auch anhand der Tabelle«, sagt Abteilungsleiter Jan-Hendrik Brinkmeyer.

Mit Bönker auf der Bank ging es dann aber bergauf. »Wir sind froh, dass wir Daniel haben. Er fördert das Miteinander und er liefert fachlichen Input«, lobt Brinkmeyer seinen Coach. Der positive Trend in Holzhausen ist auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Der SuS wird in der Liga wieder zu den Mitfavoriten gezählt So richtig annehmen will man diese Rolle am Bahndamm aber nicht. »Es freut uns natürlich, wenn die anderen Klubs uns auf dem Zettel haben. Wir müssen aber vorsichtig sein, die Liga ist nicht berechenbar«, betont Bönker, der ab sofort noch Unterstützung von Oliver Jahnke erhält.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Saison haben sie in Bad Holzhausen aber geschaffen. Der Kader ist groß, umfasst 25 Spieler. »Wir haben eigentlich jede Position doppelt besetzt und eine hohe Leistungsdichte«, sagt Brinkmeyer. Jetzt müsse Trainer Bönker nur noch die richtige Mischung finden. Setzen kann er zum Beispiel auf mehrere junge Spieler, die jetzt in ihre zweite Saison bei den Senioren gehen. Die Eingewöhnungszeit sei beendet. »Die Jungs brauchten ein Jahr. Jetzt kommen sie richtig in Fahrt«, sagt der Abteilungsleiter.

Meyer und Forward kehren zurück

Verstärkt wurde das Aufgebot außerdem mit fünf externen Zugängen – wobei zwei von ihnen keine neuen Gesichter sind. Timm Meyer, der nach seinem Abgang beim VfL Holsen schon seit mehreren Monaten in Holzhausen mittrainiert, und Cerryg Forward (zuletzt VfL Frotheim) kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Gerade Meyer wird dank der Erfahrung aus der Landesliga eine Menge zugetraut. »Vorne waren wir vor allem auf Henning Kirchner angewiesen. Uns fehlte der nötige Zug zum Tor. Den bringt Timm auf jeden Fall mit«, sagt Bönker. Hinzu kommen drei weitere Akteure, die alle über reichlich A-Liga-Erfahrung verfügen. Dominik Riemer (Oberbauerschaft) und Timo Jaeger (Börninghausen) sind für die Flügel eingeplant, Timo Bredemeier (ebenfalls Börninghausen) verstärkt das zentrale Mittelfeld. »Sie sind alle nicht zu uns gekommen, weil sie mit ihren Teams abgestiegen sind. Sie wollten einfach nochmal etwas Neues probieren«, stellt Bönker klar.

Einen Bonuspunkt aus SuS-Sicht stellte bei den Gesprächen sicherlich der ausgeprägte Teamgeist dar. »Die Spieler zerreißen sich für den Verein, weil wir ganz viele Holzhauser Jungs mit dabei haben. Sie geben alles für das rote Trikot, die Identifikation ist riesig«, sagt Bönker. Das sei im Abstiegskampf der vergangenen Saison deutlich geworden. Mit dieser Tabellenregion wollen sie beim SuS ja aber jetzt nichts mehr zu tun bekommen.

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