Verbandsliga-Damen des OTSV Pr. Oldendorf bezwingen Holzhausen/Rahden 3:0
Neuer „Corona-Jubel“ beim Derbysieg

Pr. Oldendorf (WB). Motiviert bis in die Haarspitzen: Die Volleyballerinnen des OTSV Pr. Oldendorf haben die Verbandsliga-Saison mit einem 3:0-Erfolg über die SG Holzhausen/Rahden optimal eingeläutet. „Es hätte zum Start nicht besser laufen können. Wir hatten die Partie immer unter Kontrolle“, freute sich OTSV-Trainer Matthias Kolbe über den Derbysieg gegen den Aufsteiger. Gar nicht zufrieden war auf der anderen Seite Thorsten Truschkowski: „Mit so einer Leistung werden wir in dieser Liga nicht viele Punkte holen“, unkte der Gäste-Coach.

Donnerstag, 10.09.2020, 12:28 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 12:32 Uhr
Neue Jubelrituale in Corona-Zeiten: Diana Peters (4. von links) und ihre Teamkolleginnen vom OTSV Pr. Oldendorf verzichteten im Derby auf das Abschlagen mit den Händen. Die Freude über den Auftaktsieg wurde trotzdem ausgelebt. Foto: Grohmann
Neue Jubelrituale in Corona-Zeiten: Diana Peters (4. von links) und ihre Teamkolleginnen vom OTSV Pr. Oldendorf verzichteten im Derby auf das Abschlagen mit den Händen. Die Freude über den Auftaktsieg wurde trotzdem ausgelebt. Foto: Grohmann

Beide Teams versprühten von Beginn an große Spielfreude. „Alle brannten darauf, endlich anzufangen“, bestätigte Kolbe. Dass die Corona-Krise neue Verhaltensmuster erfordert, tat dem Spaß keinen Abbruch. Beide Verbandsligisten zeigten sich vorbereitet: Das obligatorische Abklatschen vor dem Spielbeginn entfiel. Zudem gab es bei Punktgewinnen auf beiden Seiten neu einstudierte Jubelrituale zu beobachten. Statt sich bei Auswechslungen mit den Händen abzuschlagen, gab es einen Kontakt mit den Füßen. „Wir konnten uns im August bei einem Turnier in Paderborn gut auf diese Sachen einstimmen“, so Kolbe.

Hier klappt es: Mara Krämer schmettert am Oldendorfer Block vorbei. Am Netz war die SG Holzhausen/Rahden im Derby ansonsten zumeist im Nachteil.

Hier klappt es: Mara Krämer schmettert am Oldendorfer Block vorbei. Am Netz war die SG Holzhausen/Rahden im Derby ansonsten zumeist im Nachteil. Foto: Grohmann

Im ersten Satz war zunächst Abtasten angesagt. Bis zum 11:11 wechselte die Führung hin und her. Dann machte Amelie Berg den Unterschied: Mit einer starken Aufschlagserie verhalf die Spielerin dem OTSV zu einer 19:11-Führung – der Grundstein für den 25:15-Satzgewinn. Berg (bisher dritte Mannschaft) ist neben Jenni Feer und Laura Peters (zweite Mannschaft) sowie Rückkehrerin Katharina Kilgus eines von vier neuen Gesichtern im OTSV-Kader.

„Im Angriff waren wir wesentlich stärker als der Gegner“, sagte Kolbe über die Gründe für den klaren Derbysieg. Auch wenn die SG Holzhausen/Rahden in der Folge weiter Gegenwehr leistete, gingen Satz zwei und drei ebenfalls überzeugend mit 25:22 und 25:20 an den OTSV. Thorsten Truschkowski hätte sich einen knapperen Ausgang gewünscht: „Am meisten ärgere ich mich über die Vielzahl an einfachen Fehlern. Die Quote war erschreckend“, resümierte der Gäste-Coach, der sich stark an die vergangene Landesliga-Saison erinnert fühlte: „Da haben wir am ersten Spieltag gegen Minden auch mit 0:3 verloren. Da lief auch gar nichts zusammen. Danach haben wir uns aber von Spiel zu Spiel gesteigert. Das hoffe ich für diese Saison auch.“

Matthias Kolbe freute sich derweil über „drei schöne Punkte“. Als Saisonziel nennt der OTSV-Übungsleiter Platz fünf. Dieser wäre gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Nach dem Rückzug des TuS Bönen wird es nur noch drei statt der zunächst vorgesehenen vier Absteiger geben.

OTSV-Coach Matthias Kolbe war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Saisonspiel zufrieden. Als Ziel peilen die Volleyballerinnen Platz fünf und damit den Klassenerhalt an.

OTSV-Coach Matthias Kolbe war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Saisonspiel zufrieden. Als Ziel peilen die Volleyballerinnen Platz fünf und damit den Klassenerhalt an. Foto: Grohmann

„Unser Saisonziel lautet ebenfalls ganz klar Nichtabstieg“, betont Truschkowski. Dafür wird sich der Aufsteiger aber steigern müssen: „Uns fehlt momentan die Wettkampfpraxis. Ich hoffe, wir spielen uns jetzt immer mehr ein und bleiben vom Verletzungspech verschont“, so Truschkowski, der dem OTSV eine Revanche verspricht: „Oldendorf hat am Sonntag verdient gewonnen, aber ich denke, dass wir im Rückspiel etwas Zählbares erreichen können, wenn wir die einfachen Fehler abstellen“, sagt er.

OTSV: Albrecht, Berg, Feer, Haas, Kilgus, Mey, D. Peters, L. Peters, Nighi Tran, Vortmeyer. Holzhausen/Rahden: Buck, Finke, Kenschner, Krämer, Kükelhahn, Ovesiek, Rahe, Schierbaum, Schmidt, Sidoruk.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7576172?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4029429%2F
Spahn entwickelt Pläne für den Corona-Herbst
Gesundheitsminister Jens Spahn will das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen wappnen.
Nachrichten-Ticker