Radsport: Nationalmannschaftsfahrer gewinnt in Hannover
Luca Harter trumpft groß auf

Altkreis Lübbecke (WB). Zwei Topplatzierungen als Ausrufezeichen: Die Radsportler aus dem Altkreis Lübbecke haben beim Stevens-Cyclocross-Cup in Hannover aufgetrumpft. Luca Harter landete auf Platz eins, Emily-Marie Koch wurde als zweitbestes Mädchen ihrer Altersklasse ausgezeichnet.

Freitag, 16.10.2020, 00:02 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 14:32 Uhr
Steil bergauf geht es für Radcross-Ass Luca Harter (rechts): In Gieten kämpfte er sich gegen Weltklasse-Konkurrenz ins Mittelfeld vor. Foto: Sportfoto/Dick Soepenberg
Steil bergauf geht es für Radcross-Ass Luca Harter (rechts): In Gieten kämpfte er sich gegen Weltklasse-Konkurrenz ins Mittelfeld vor.

In einem sehr stark besetztem Starterfeld ging Luca Harter von ganz vorne ins Rennen und profitierte auf der anspruchsvollen Strecke von seinem Bonus, den alle Jungjahrgänge der Junioren in Elite-Rennen der Männer zugestanden bekommen. Der Großteil der Konkurrenz konnte den mutig fahrenden Junior aus Preußisch Oldendorf nicht einfangen: Yannik Gruner (ebenfalls vom Stevens Team und Viertplatzierter der Deutschen Meisterschaft 2019) kam nach und nach auf dem schnellen Kurs näher und schloss zwei Runden vor Schluss auf. Gruner versuchte, Luca Harter in den technischen Passagen abzuhängen, scheiterte aber mit diesem Versuch. In der letzten Runde setzte Harter dann eine halbe Runde vor Schluss eine erfolgreiche Gegenattacke und kam mit Vorsprung als Erster ins Ziel. Altmeister Sven Harter landete auf Platz 21.

Emily-Marie Koch belegt Platz zwei

Für Emily-Marie Koch war das Rennen die Premiere in der weib­lichen U17-Klasse, die bei diesem Rennen getrennt von den Jungen gewertet wurde. Die Gelegenheit nutzte sie und kämpfte sich bei nur drei Konkurrentinnen auf den zweiten Platz vor. Timothy-Sean Koch belegte den zwölften Platz in der U15-Klasse, Vater Dennis Koch kam bei seiner Premiere in der Masters-II-Klasse auf Rang 26.

Luca Harter im Kampf mit der Weltelite

Am Tag danach ging es für Luca Harter auf einer ganz anderen Ebene weiter: In der weltweit zweitgrößten Rennserie, direkt unter dem Weltcup angesiedelt, ging der Preußisch Oldendorfer in Gieten in den Niederlanden beim Super Prestige an den Start, um sich mit der internationalen Elite zu messen. Da Vater und Trainer Sven Harter beruflich verhindert war, sprang Opa und Co-Trainer Wolfgang Harter als Betreuer ein.

Nach dem Start aus der letzten Reihe konnte man nicht mehr erwarten. Die Rundenzeiten gegenüber dem Sieger, eine gute Minute langsamer, sind normal. Es wird daran gearbeitet. Als Fünfter seines Jahrgangs ist das Ergebnis okay – die Profis fahren nur Rad, Luca nicht...

Wolfgang Harter (Co-Trainer von Luca Harter)

Außer Olympia-Gold-Favorit Mathieu van der Poel und Tour-de-France-Etappensieger Wout van Aert war die gesamte Weltelite am Start. Da Harter in der Eliteklasse noch ohne Weltranglistenpunkte ist, startete er aus der letzten Reihe der 90 Starter. Dadurch wies er schon nach einer halben Runde und den engen Passagen auf der Strecke rund um den Ausflugssee über eine Minute Rückstand auf die Spitzenfahrer auf. Er kam auf der Runde nach und nach in seinen Rhythmus und überholte vor allem in den Laufpassagen einen Gegner nach dem anderen. Am Ende war es Platz 48 in einer Gruppe mit einigen seiner Konkurrenten bei der Junioren-Weltmeisterschaft. „Trainer-Opa“ Wolfgang Harter war zufrieden, sah aber auch den Unterschied der Noch-Junioren zu den älteren Elite-Fahrern: „Nach dem Start aus der letzten Reihe konnte man nicht mehr erwarten. Die Rundenzeiten gegenüber dem Sieger, eine gute Minute langsamer, sind normal. Es wird daran gearbeitet. Als Fünfter seines Jahrgangs ist das Ergebnis okay – die Profis fahren nur Rad, Luca nicht...“

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