Mo., 11.02.2019

Handball-Landesliga: 22:24 daheim gegen Jöllenbeck II – Penner wirft Gehlenbeck zum 27:24 in Petershagen Weher Fehler-Festival

In dieser Szene am Kreis nicht aufzuhalten: Wehes Andre Ihlenfeld (mit Ball) gegen die Jöllenbecker Deckung.

In dieser Szene am Kreis nicht aufzuhalten: Wehes Andre Ihlenfeld (mit Ball) gegen die Jöllenbecker Deckung. Foto: Schmedtlevin

Rahden/Lübbecke (WB/mas). Enttäuschung bei den einen, Freude bei den anderen: Während die Landesliga-Handballer des TuS SW Wehe ihr Heimspiel gegen Jöllenbeck II verloren, sammelte der TuS Gehlenbeck ganz wichtige Punkte in Petershagen.

TuS SW Wehe - TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II 22:24 (11:11). »42« lautete die Zahl des Tages in Rahden. So viele Fehlwürfe und technische Fehler leisteten sich nämlich die Weher Handballer. Eine Zahl, mit der man ein Handballspiel nicht gewinnen kann. Und doch schnupperte der TuS bis zum Schluss an einem Punktgewinn, weil auch die Gäste aus Bielefeld keinesfalls glänzten und sich auch viele Aussetzer erlaubten. So ergab sich ein wildes und phasenweise sehr hektisches Spiel. »Uns fehlt derzeit vorne das Konzept. Vielleicht hat uns die Winterpause nicht gut getan«, sagte Wehes Trainer Dennis Pape.

Wehe trifft viele falsche Entscheidungen

Dessen Team präsentierte sich immerhin in Hälfte eins noch mit etwas mehr Struktur im Angriff. Da zudem auch die Abwehr stand, legte der heimische TuS beim 7:5 (16.) zwei Tore vor. Bei diesem Vorsprung blieb es bis zum 11:9 (26.). Von da an gönnten sich die Gastgeber eine kurze Auszeit, kassierten halbzeitübergreifend vier Gegentore in Folge und lagen plötzlich mit 11:13 zurück (32.). Pape reagierte, ließ nun mit einem siebten Feldspieler agieren. Durch die beiden Weher Kreisläufer stand die Jöllenbecker Deckung tief, davon profitierte vor allem der wurfstarke Jonas Bruhn, der sein Team mit 15:13 in Führung brachte. Danach war das schwarz-weiße Angriffsspiel aber wieder zu berechenbar, zu unüberlegt und viel zu fehlerhaft. »Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen«, sagte Pape, der im Rückraum viele durchwechselte.

Jöllenbeck hatte nun die bessere Trefferquote, ging beim 16:15 wieder in Führung und setzte sich über 20:18 (49.) auf 22:19 (53.) ab – die Vorentscheidung. Ein Mal ergab sich für Wehe noch die Chance, auf ein Tor heranzukommen, doch Jöllenbecks Keeper hielt den Sieg fest.

TuS SW Wehe: Giese, Hartlage – Hodde, Knost (2), Lohmeier (3), Sprado (1), Thielemann (1), Klostermann, Hensel (1), Clemens (1), Bruhn (8/1), Ellers, Ihlenfeld (4), Schwacke (1)

HSG Petershagen/Lahde - TuS Gehlenbeck 24:27 (8:12). Durchatmen und aufatmen war nach dem Kellerduell aus Gehlenbecker Sicht angesagt. Dank der beiden Punkte verschaffte sich der TuS Luft im Abstiegskampf, distanzierte den Gegner auf nun vier Zähler. Auf dem Weg dorthin machten sie es aber wieder einmal spannender als nötig. »Wenn die Jungs so weitermachen, bekommen wir Trainer bald einen Herzinfarkt«, sagte Sebastian Griese, der den Sieg aber als »ganz wichtig, auch für das Selbstvertrauen« einstufte.

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Justin Penner ist eine Maschine

Sebastian Griese

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Nach einer Viertelstunde rissen die Gäste die Partie an sich, machten aus einem 2:4 ein 7:4 und nahmen einen Vier-Tore-Polster mit in die Kabine. Dieses wurde bis zum 16:12 (36.) transportiert. Doch plötzlich erfolgte ein Bruch im TuS-Spiel, Lahde glich mit einem 4:0-Lauf aus (41.). In der Schlussphase setzten dann aber doch die Gehlenbecker zum erfolgreichen Zwischenspurt an. Sie zogen über 22:19 (52.) auf 24:20 (55.) davon und erzielten so die Vorentscheidung. Großen Anteil daran hatte wieder Justin Penner, der sensationelle 14 Treffer erzielte. »Er ist derzeit eine Maschine. Doch es war dennoch ein Sieg des Kollektivs. Die Jungs kämpfen zusammen. Justin ist dann am Ende derjenige, der die Bälle reinmacht«, sagte Griese.

TuS Gehlenbeck: Esau – Meistrell (1/1), Hucke (2), Fischer, von der Ahe, Grotefeld, D. Penner (5), J. Penner (14), Sundermeier, Kühn, Hölscher (3), Sontberg (2)

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