Do., 30.01.2020

Rollstuhlbasketball: internationales Turnier der Baskets 96 Rahden Krimi verhindert lange Pokal-Reise

Dortmund hat den Harting-Cup der Rahdener Rollstuhlbasketballer gewonnen.

Dortmund hat den Harting-Cup der Rahdener Rollstuhlbasketballer gewonnen. Foto: WB

Rahden (WB/are). Beinahe hätte der Siegerpokal einen Weg von knapp 3000 Kilometer Fahrstrecke vor sich gehabt. Doch eine Energieleistung von Dortmunds Rollstuhlbasketballern beim Harting-Cup der Baskets 96 Rahden verhinderte diesen Trip.

Die Russen waren auch so etwas wie das Zugpferd des traditionellen Rollstuhlbasketball-Turniers. Deren Verpflichtung durfte Baskets-Präsident Stephan Rehling als echten Coup feiern: “Wir wollen unseren Namen auch in anderen Regionen bekanntmachen. Die russischen Gäste waren jeweils sehr angetan von dem, was sie hier erlebt und geboten bekommen haben.” Der Kontakt zu den Russen ist über den Rahdener Trainer Josef Jablonsky entstanden, der als Spieler selbst in Russland aktiv war. „Die Russen kommen gerne, weil es in Russland keine eigene Liga gibt, weil die Wege zu weit sind”, weiß Stephan Rehling. Kazan hat sich für den Euro-Cup qualifiziert, der am 13. und 14. März in Rahden ausgetragen wird.

Kazan stürmt ins Finale – und verliert dort die Ruhe

Selber boten sie allerdings auch einiges. In der Vorrunde alle acht Spiele gewonnen, auch das Halbfinale gegen Bochum problemlos für sich entschieden. Endspielgegner Dortmund hatte mit gleich vier Niederlagen in der Vorrunde mehr Schwierigkeiten, war dann aber im entscheidenden Moment voll zur Stelle. Das Halbfinale gegen Pforzheim nach einem Punktspektakel, 46:34 bei nur zweimal zehn Minuten Spielzeit, für sich entschieden, im Finale dann mit starkem Nervenkostüm. Drei Sekunden vor Schluss gelang Dortmund der Ausgleich. Nach der regulären Spielzeit stand es 32:32, in der Verlängerung setzten sich die Ruhrpottler mit 41:34 durch und nutzten die Schockphase der Russen zum Turniersieg.

Personalsorgen sorgen für mäßiges Resultat des Gastgebers

Die dritte Mannschaft der Rahdener Baskets zeigte sich derweil als guter Gastgeber und überließ den Gästen das Weiterkommen. In der dritten Mannschaft haben einige Akteure aus der zweiten Mannschaft ausgeholfen, die abends auch noch nach Paderborn zum Zweitligaspiel musste. „Viel gebracht hat das nicht“, meinte Stephan Rehling, „wenn alle drei Mannschaften zeitgleich spielen müssen, ist das schon eine logistische Herausforderung. Ein Verlegungsgrund ist das Turnier bei Bundesligaspielen nicht.

 

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