Rollstuhlbasketball-Erstligist Baskets 96 Rahden will in die Play-offs
650 Kilometer ins Glück

Rahden (WB/are). Es könnte die bisher unterhaltsamste Auswärtsreise der Vereinsgeschichte werden. Denn gewinnen die Baskets 96 Rahden bei den RBB Iguanas München (Samstag, 16.30 Uhr), dann geht der Traum von den Play-offs in Erfüllung.

Samstag, 15.02.2020, 07:02 Uhr aktualisiert: 15.02.2020, 13:06 Uhr
Gibt die Richtung vor: Rahdens Trainer Josef Jaglowski will sein Team in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft führen. Foto: Ingo Notz
Gibt die Richtung vor: Rahdens Trainer Josef Jaglowski will sein Team in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft führen. Foto: Ingo Notz

Noch einmal 40 Minuten volle Konzentration, wie zuletzt bei der Machtdemonstration gegen Tabellennachbar Trier (86:44). “Der Auftritt war nahe an der Perfektion”, schwärmte Baskets-Trainer Josef Jaglowski. Und genau da wollen die Korbjäger nun auch im Süden agieren. Genau 650 Kilometer entfernt geht es in der Säbener Halle gegen einen Gastgeber, bei den es im Prinzip um nicht mehr viel geht. Einzig darum, die Form auf ein entsprechendes Level zu bringen, um in der Abstiegs-Relegation den Klassenerhalt zu schaffen. “Es spricht eigentlich alles für uns”, weiß Rahdens polnischer Highscorer Krzysztof Bandura. Warnt aber zugleich auch: “Dennoch müssen wir mit dem nötigen Respekt in die Partie gehen. Im Hinspiel haben wir gesehen, zu was München in der Lage ist.” Die 96er setzten sich zwar mit 71:62 durch, aber besonders die erste Halbzeit war eine komplett ausgeglichene Angelegenheit. Zumal die Iguanas schwer auszurechnen sind, in Rahden punkteten gleich drei ihrer Akteure zweistellig.

Baskets-Präsident Stephan Rehling will erst gar nichts anbrennen und blickt direkt ein wenig weiter: “Wir sind so dicht dran, zum ersten Mal die Play-offs zu erreichen. Das lassen wir uns jetzt auch nicht mehr nehmen. Und dann gibt es da ja noch den Kampf um Platz vier.” Denn dieser berechtigt in den Play-offs ein Heimrecht in möglichen Entscheidungsspiel. Wer die Rahdener Fans kennt, weiß, was für ein Vorteil das sein kann. Und darauf werden sie sich im Erfolgsfall schon auf der 650 Kilometer langen Rückreise freuen können.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7261960?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4029432%2F
In freudiger Erwartung
Stefan Ortega Moreno war der beste Torhüter der 2. Liga und will nun in der 1. Liga Akzente setzen. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker