Bundesliga: Rahdens Rollstuhl-Basketballer können mit Sieg in Trier Erster werden
Baskets 96 wollen Hattrick klar machen

Rahden (WB). Gelingt der dritte Sieg im dritten Spiel – und zugleich der (vorübergehende) Sprung an die Tabellenspitze? Die Baskets 96 Rahden treten an diesem Wochenende in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga bei den Doneck Dolphins in Trier an (Sonntag, 13 Uhr).

Freitag, 20.11.2020, 01:06 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 02:01 Uhr
Mustafa Korkmaz, hier noch eine Szene aus der vorherigen Saison (mit Fans), drehte in den ersten beiden Spielen wie gewohnt auf. In Trier kommt es aber wieder aufs Kollektiv an, um den Traum von der Tabellenführung wahr werden zu lassen. Foto:
Mustafa Korkmaz, hier noch eine Szene aus der vorherigen Saison (mit Fans), drehte in den ersten beiden Spielen wie gewohnt auf. In Trier kommt es aber wieder aufs Kollektiv an, um den Traum von der Tabellenführung wahr werden zu lassen.

Unweit der luxemburgischen Grenze wartet ein interessanter Gegner. Zum einen, da die Trierer als nur eine von zwei Mannschaften bereits drei Spiele absolviert haben (Rahden war zweimal am Ball). Zum anderen, da es in der vergangenen Saison zwei völlig unterschiedliche Duelle gab. Im Hinspiel mussten die heimischen Korbjäger in fremder Halle nach einem 62:70 gratulieren, im Rückspiel gelang dann ein 86:44-Kantersieg. Und dieses Mal?

„Wir müssen von Beginn an so konzentriert zur Sache gehen, wie in Hannover in der zweiten Halbzeit“, so Rahdens Trainer Josef Jaglowski. Gar nicht gefallen habe ihm gegen die Niedersachsen, dass „zu viele leichte Punkte zugelassen wurden. Da müssen wir enger an den Stühlen sein und vor allem viel besser kommunizieren.“

Gegenseitiger Respekt ist vorhanden

Der gegenseitige Respekt ist definitiv vorhanden. Denn auch Dolphins-Trainer und Nationalspieler Dirk Passiwan sagt: „Wir haben mit Rahden und Wiesbaden gleich zwei wichtige Spiele vor uns.“ Ein übrigens interessanter Umstand: Trier spielt am Samstag um 14 Uhr gegen die Rhine River Rhinos Wiesbaden, um dann nicht einmal 24 Stunden später gegen Rahden auf der Platte zu stehen. Ein Doppelspieltag, der natürlich auch der Corona-Pandemie geschuldet ist. Ein Großteil der Vereine versucht, so lang wie möglich und erlaubt, die Spiele durchzuziehen. Drei andere Teams hingegen – Münsterland, Hamburg und München – haben noch keine einzige Partie absolviert. Ein Umstand, der für ein völlig verqueres Tabellenbild sorgt.

Und auch dafür, dass Rahden nach diesem Sonntag vorerst an die Liga-Spitze klettern kann. Denn Primus und Topfavorit Thuringia Bulls kann sein Spiel im Münsterland nicht bestreiten. „Es wäre zwar nur eine Momentaufnahme“, so Baskets-Spielmacher Mustafa Korkmaz. „Aber wir würden diese Spitzenposition natürlich liebend gerne mal einnehmen. Ein Gefühl, das weitere Kräfte freisetzen kann.“ Und so nehmen die Rahdener Korbjäger die 430 Kilometer lange Reise auf sich, um den Sieg-Hattrick perfekt zu machen.

Wer am Bildschirm live mitfiebern will, kann am Sonntag folgenden Link verwenden, um die Partie zu verfolgen: ok54.de/dolphins.

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