Di., 06.11.2018

Fußball-Bezirksliga: Nur Vehlage und Dielingen punkten in unterer Hälfte Remis mit zwei Gewinnern

Zufrieden sind beide Teams nach dem Derby zunächst nicht gewesen. Hier sitzt Dielingens Tristan Groß auf dem Rasen.

Zufrieden sind beide Teams nach dem Derby zunächst nicht gewesen. Hier sitzt Dielingens Tristan Groß auf dem Rasen. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Espelkamp/Stemwede (WB). So richtig wussten sie alle nicht, was sie mit dem Unentschieden anfangen sollten. Der SC BW Vehlage, weil er wieder einmal einige Siegchancen vergeben hatte und der TuS Dielingen, weil er zwei Führungen noch verspielt hatte.

Deswegen saßen und standen Spieler beider Teams ein wenig ratlos auf dem Rasen. Doch eine halbe Stunde nach Abpfiff durften sich alle als Sieger fühlen.

Die Trainer Heinrich Dyck und Sebastian Schmidt hatten zunächst noch Redebedarf. Die Schlüsselszenen – die gelb-rote Karte gegen Dielingens Marc Böhm sowie der Verzicht auf den Platzverweis gegen Vehlages Benjamin Rossel – wollten noch einmal diskutiert werden. Die Meinungen gingen dabei deutlich auseinander, doch das Lächeln hatten die Coaches noch im Gesicht.

Alle Konkurrenten verlieren

Und sie waren sich bei der Bewertung des Ergebnisses auch einig. »Ein Unentschieden ist wohl das passende Ergebnisse zu diesem Spiel. Was es wirklich wert ist, wissen wir erst, wenn die Resultate der Konkurrenten vorliegen«, sagte BW-Trainer Dyck und bekam sofort die Zustimmung seines Kollegen Schmidt.

Die frohe Kunde erreichte die Mannschaften aus Vehlage und Dielingen noch am Sportplatz: Alle anderen Mannschaften aus der unteren Hälfte der Bezirksliga-Tabelle verloren am Wochenende. Vehlage und Dielingen durften sich trotz der eigenen Punkteteilung also als Gewinner fühlen.

Chancen für beide Teams

Für einen Sieg im ersten Altkreis-Duell der Saison wären beide Teams infrage gekommen. Dielingen legte zwei Führungen vor, hatte in der zweiten Hälfte aber unter erschwerten Bedingungen agieren müssen. »Wir haben es gut gemacht, wenn man bedenkt, dass wir fast eine Halbzeit in Unterzahl spielen mussten«, lobte Schmidt seine Spieler.

Vehlage hatte sich bis in die Schlussphase hinein am TuS-Abwehrriegel die Zähne ausgebissen und kaum eine Chance aus dem Spiel heraus erarbeitet. »Es passte irgendwie, dass uns eine Standardsituation geholfen hat«, sagte Vehlages Doppeltorschütze Watschagan Harutjunjan, der in Minute 82 per direktem Freistoß das 2:2 erzielte.

Vehlages Angst vor dem Gewinnen

Danach kamen die Gastgeber dem Sieg noch einige Male ganz nah, zum Sieg reichte es aber nicht mehr – wieder einmal. »Wir müssen ja unentschieden spielen, alles andere wäre ja mal etwas Neues. Ich glaube, dass wir Angst vor dem Gewinnen haben«, sagte BW-Coach Dyck angesichts des siebten Remis aus 13 Partien. Zur vollkommenen Zufriedenheit fiel deswegen auch das Fazit nach den Wochen der Wahrheit mit Duellen gegen direkte Konkurrenten im Vehlager Lager nicht aus. »Wir tun uns gegen die Gegner von unten häufig schwerer als gegen die von oben«, stellte Harutjunjan fest und freut sich daher nun auf die Partie gegen den Zweiten Bruchmühlen.

Die Dielinger konnten mit dem Remis ihre positive Serie ausbauen. Es war das dritte Spiel ohne Niederlage, nachdem zuvor zwei Siege gelungen waren. Und mit der Punkteteilung im Derby erfüllte Trainer Sebastian Schmidt auch einen Wunsch seines Vaters. Ulrich Schmidt hatte einige Jahre für Vehlage gespielt und gab seinem Sohn vor dem Wochenende etwas mit auf den Weg. »Er hat mir gesagt, dass ich dort nicht gewinnen soll«, erzählte der gehorsame Sebastian Schmidt.

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