Mo., 25.02.2019

Fußball: Vitalij Loginov deutete in seinem ersten Spiel an, wie wertvoll er für den TuS Dielingen sein kann. Derweil bangen Vehlage und Espelkamp jeweils um einen wichtigen Spieler Eine echte Verstärkung

Dielingens Winter-Zugang Vitalij Loginov deutet gleich in seinem ersten Spiel an, wie wertvoll er für die Gelb-Blauen sein kann.

Dielingens Winter-Zugang Vitalij Loginov deutet gleich in seinem ersten Spiel an, wie wertvoll er für die Gelb-Blauen sein kann. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin und Volker Krusche

Lübbecke  (WB). Vier verschiedene Torschützen, kein Gegentreffer – das 6:0 von Bezirksligist TuS Dielingen gegen den FSC Eisbergen klingt erst einmal nach einem Erfolg des Kollektivs. Doch ein Spieler im gelb-blauen Dress bekam besonders viele Gratulationen für seine Leistung: Vitalij Loginov. »Der Mann des Spiels«, sagte Torhüter Yannick Bednar und klatschte mit dem Winter-Zugang ab.

Loginov machte gleich beim ersten Heimspiel – und zweiten Pflichtspieleinsatz überhaupt – deutlich, wie wertvoll er für die Dielinger sein kann. Als »Sechser« erledigte »Logi« seine defensiven Aufgaben gewohnt körperbetont und leitete auf dem Weg nach vorne zudem noch immer wieder das Spiel seiner Mannschaft ein. »Er ist wirklich eine große Verstärkung für uns, ein richtig starker Spieler«, lobte auch Trainer Sebastian Schmidt, der speziell von den Diagonalbällen hinter die Abwehr ganz angetan war. Einer war die Vorarbeit zum 4:0, ein anderer sorgte für den Eisberger Platzverweis in der ersten Hälfte.

Noch nicht am Limit

Loginov selbst zeigte sich nach dem Kantersieg ebenfalls zufrieden. Am Leistungslimit sei er aber noch lange nicht angekommen: »Ich freue mich erst einmal, nach langer Pause wieder auf dem Platz zu stehen. Es läuft schon ganz gut, aber es sind auch noch einige Fehler dabei, weil mir noch die Spielpraxis fehlt. Es geht also noch besser.« Sollte Dielingen im Mittelfeld einen noch stärkeren Loginov aufbieten können, sollten sich manche Gegner schon einmal warm anziehen. Denn auch die Mitspieler profitieren von Loginovs Sicherheit, Ruhe und Ausstrahlung. Und weil der TuS derzeit außerdem von großem Verletzungspech verschont bleibt, ergeben sich für den Trainer auch mehrere personelle Alternativen. »In der Vergangenheit gab es häufig einen kleinen Bruch, wenn wir gewechselt haben. Das Problem haben wir aktuell nicht mehr«, sagt Schmidt.

Der kann mit seinem Team den nächsten Wochen nun gelassen entgegenblicken. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt acht Punkte. Dieses Polster sollte helfen, denn drei der nächsten vier Gegner kommen mit Löhne, Bruchmühlen und Oeynhausen aus dem oberen Tabellendrittel. Doch selbst in diesen Partien wird sich der TuS nicht verstecken müssen – auch dank Vitalij Loginov.

»Der Junge nimmt nichts an«

Beim zweiten heimischen Bezirksligisten, dem SC BW Vehlage, gab es weniger Grund zum Jubeln. Das 1:2 in Kirchlengern ist zwar achtbar, Zählbares brachte es aber nicht. Enttäuscht war Trainer Heinrich Dyck von einem seiner Mittelfeldspieler. Einen Namen wollte er zwar nicht nennen, es dürfte sich aber um Hasan Sevkan Beyhan handeln. Dem unterliefen gleich zwei dicke Böcke, die zu den Gegentoren führten. »Es sind immer wieder die gleichen Situationen, aber der Junge nimmt nichts an.« Bitter für Vehlage zudem, dass »Watschi« Harutjunjan nach einem Pressschlag mit einer Oberschenkelblessur aus dem Spiel musste. Dyck: »Hoffentlich fällt er nicht aus.«

Sehr viel größere Zufriedenheit herrschte indes bei den beiden heimischen Landesligisten. Der TuS Tengern erklomm erstmals nach dem 12. Spieltag wieder den Platz an der Sonne. Obwohl vor der Partie einige Akteure gesundheitlich angeschlagen waren, bissen sie auf die Zähne und stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Und das zahlte sich aus.

Auch bei den Preußen zahlte sich aus, dass Lino Salle wieder dabei war. Gegen Fichte fehlte der pfeilschnelle Mittelfeldspieler, in Kaunitz sorgte er gemeinsam mit Stefan Langemann und Henrik Bartsch, dass nach Ballgewinnen mit viel Tempo richtig Kapelle gemacht wurde. Allerdings fiel der 19-Jährige in der zweiten Halbzeit nach einem Foul auf die Schulter, musste raus und behandelt werden. Trainer Tim Daseking: »Hoffentlich ist es nur eine Prellung.«

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