Fr., 29.03.2019

Damenteam des TuS Dielingen verspielt durch eine 0:8-Spielwertung die Chance auf die Meisterschaft Aufs Glatteis geführt

Der Daumen zeigen beim TuS Dielingen trotz der verpassten Meisterschaft in der Bezirksklasse weiterhin nach oben. Das Team bilden (von links) Sonja Prenzler, Ann-Kristin Langelahn, Trainer Frank Plewka, Anja Trampel und Jasmin Plewka.

Der Daumen zeigen beim TuS Dielingen trotz der verpassten Meisterschaft in der Bezirksklasse weiterhin nach oben. Das Team bilden (von links) Sonja Prenzler, Ann-Kristin Langelahn, Trainer Frank Plewka, Anja Trampel und Jasmin Plewka. Foto: Pollex

Von Marc Schmedtlevin

Stemwede (WB). Das Lachen haben sie beibehalten. Die Tischtennisspielerinnen des TuS Dielingen sind mit ihrer Saison und ihrem zweiten Tabellenplatz in der Bezirksklasse zufrieden. Doch auch die Meisterschaft wäre möglich gewesen – ohne Schneefall und Glätte sowie mit mehr Verständnis eines Gegners.

Es war der 25. Januar dieses Jahres. An diesem Freitag sollten die Dielingerinnen ihr Auswärtsspiel beim VfL Oldentrup II bestreiten. Der erste Aufschlag war für 20 Uhr angesetzt, die Abfahrt des TuS-Teams für 18 Uhr geplant. Dann sorgte das Wetter allerdings für eine böse Überraschung. »Um 17 Uhr hat starker Schneefall eingesetzt, innerhalb von einer Stunde lagen bestimmt sechs, sieben Zentimeter. Die Straßen darunter waren sehr glatt«, erinnert sich Dielingens Tischtennis-Spartenleiter und Trainer Frank Plewka. Er hätte an diesem Tag auch als Fahrer zur Verfügung gestanden. Aufgrund der Bedingungen verzichtete er aber auf die Reise nach Bielefeld. »Die Sicherheit der Spielerinnen geht schließlich vor und wir spielen ja auch nicht in der Bundesliga«, sagt Plewka, der sofort versuchte, die gegnerische Mannschaft sowie die Staffelleitung zu kontaktieren – ohne Erfolg.

Gegner lehnt Neuansetzung ab

Erst gegen 20 Uhr erreichte Plewka den Oldentruper Mannschaftskontakt Joachim Middendorf. In diesem Gespräch bat er um eine Neuansetzungen der Partie, stieß aber auf Ablehnung. »Als Begründung wurde mir genannt, dass andere Spiele an diesem Tag ja auch ausgetragen werden konnten«, berichtet ein enttäuschter Plewka, der sich daraufhin an den Spruchausschuss wendete. Recht bekam er aber auch hier nicht. Auf das Anrufen einer zweiten Rechtsinstanz verzichteten die Dielinger aufgrund zu geringer Erfolgsaussichten.

Die Bewertung des Spruchausschusses erscheint bei einem Blick in die Tischtennis-Wettspielordnung aber doch recht zweifelhaft. Darin heißt es: »Der gesamte Mannschaftskampf wird durch die zuständige Stelle für die Mannschaft als verloren gewertet, die nicht rechtzeitig zum festgesetzten Zeitpunkt antritt.« Eine Ausnahmen stelle allerdings die »Höhere Gewalt«, wie in Abschnitt I, Absatz 5.11, dar: »Begründet eine Mannschaft Spielabbruch, Verspätung oder Nichtantreten mit höherer Gewalt, so ist der Antrag auf Anerkennung der höheren Gewalt bei der zuständigen Stelle innerhalb von drei Werktagen nach dem Spieltermin mit sachdienlichen Unterlagen schriftlich einzureichen. Die Entscheidung über die Anerkennung der höheren Gewalt trifft die zuständige Stelle.« Das Einsetzen von Schnee und Glätte dürfte Plewka anhand von Wetterdaten ja belegen können.

Punkt hätte Platz eins bedeutet

Die Partie wurde jedenfalls aus TuS-Sicht mit 0:8 gewertet. Ein Resultat, das bei einer regulären Austragung sicherlich nicht zustande gekommen wäre. Das TuS-Team befand sich zu dem Zeitpunkt als Tabellenführer in ausgezeichneter Form. Auch das Hinspiel hatte Dielingen gegen Oldentrup für sich entschieden. Besonders bitter: Schon ein Unentschieden und der damit verbundene Punktgewinn hätte den TuS zum Meister gekürt.

Als Tabellenzweiter hätten die Dielingerinnen noch über die Relegation den Sprung in die Bezirksliga schaffen können. Darauf wird aber verzichtet. »Das hängt mit der Aufstellung für die nächste Saison zusammen, es gibt noch ein Fragezeichen«, sagt Plewka, der möglicherweise auf Anja Trampel verzichten muss, dafür aber auf eine neue Spielerin hofft. Es werde dann ein neuer Anlauf in der Bezirksklasse genommen « mit Blick nach oben: »Wenn wir dann vorne landen, gehen wir wahrscheinlich auch wieder hoch.«

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