So., 14.07.2019

TuS Dielingen gibt mit neuem Trainer einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel aus Endlich besser starten

Mit diesem Aufgebot geht der TuS Dielingen in die Saison 2019/2020 in der Fußball-Bezirksliga.

Mit diesem Aufgebot geht der TuS Dielingen in die Saison 2019/2020 in der Fußball-Bezirksliga. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

S temwede-Dielingen (WB). Damme lebt vom Fremdenverkehr, ist zudem als Karnevalshochburg bekannt. Aber das 17.000 Seelen-Städtchen im Landkreis Vechta zeichnet noch etwas anderes aus: Es bringt immer wieder gute Fußballtrainer hervor.

Und die hinterlassen auch im benachbarten Lübbecker Land ihre Spuren. Das war mit Stephan Bernholt beim FC Preußen Espelkamp so, das war bei Tom Westerwalbesloh oder Wolfgang Hagedorn, die beim TuS Dielingen die Fäden in der Hand hielten, nicht anders. Als nächster hat nun Carsten Schubert die Landesgrenze überquert.

»Ich habe von meinen Vorgängern Tom und Wolfgang nur Gutes über Dielingen gehört. Da fiel es mir nicht schwer, mich erstmals für ein Engagement außerhalb Niedersachsens zu entscheiden«, freut sich Schubert auf die neue Herausforderung. »Ich bin nur überrascht, dass wir in der Bezirksliga sehr lange Wege vor uns haben. Daran muss ich mich erst mal gewöhnen.« Ganz neu ist der TuS Dielingen für den Vater von drei Töchtern nicht. »Durch den Kontakt zu meinen Vorgängern habe ich mit meinen Mannschaften häufig gegen den TuS gespielt. Außerdem waren wir mehrfach beim Spielstuben-Cup zu Gast.«

Schubert schaut auf sein Team

Der 47-jährige Schubert begann seine aktive Laufbahn in der Jugend des VfL Osnabrück. »Anschließend habe ich dann in der Landes- und Oberliga in Damme, Mühlen und Bersenbrück gespielt.« Als Trainer stieg er zunächst bei der Dammer Reserve ein, coachte danach sechs Jahre lang Falke Steinfeld, eine Serie lang Bevern und zuletzt Vechta.

In Dielingen habe er durch die Unterstützung von Heinfried und Wilhelm Beneker sehr gute Bedingungen vorgefunden. In Dirk Schomäker stehe ihm ein Co-Trainer zur Seite, der zur Not noch mal als Spieler einspringen könne, zudem aber Umfeld und Liga genau kennen würde. »Ich selbst weiß über die Bezirksliga und seine Mannschaften fast nichts. Aber das ist auch nicht weiter schlimm.« Er sei nicht der Trainertyp, der die Gegner akribisch analysieren und sein Team danach entsprechend einstellen würde. »Ich vertrete die Philosophie, nur auf mein Team zu schauen. Wir setzen auf unsere Stärken und wollen sie dem Gegner aufdrücken. Wenn man sich als Trainer zuviel mit dem Kontrahenten beschäftigt, verliert man wichtige Zeit, in der man mit seinen Spielern arbeiten kann«, so Schubert.

Stagge-Abgang schmerzt

Von den sieben Abgängen – drei davon wechseln in die TuS-Reserve – würde besonders Marco Stagge Spuren hinterlassen. »Das wird uns weh tun. Aber er hätte aus beruflichen Gründen gar nicht oder höchstens einmal in der Woche trainieren können. Das hätte uns nicht wirklich weitergeholfen.«

Vier Neue stehen derweil im 23 Mann-Kader der Dielinger: Torhüter Patrick Bergmann, der Yannick Bednar absichern soll und zudem als Torwarttrainer eingeplant ist, sowie in Baris Yücel, Rudolf Djossou und Aytac Kara drei erfahrene Akteure, die besonders spielstark seien. Doch Schuberts Kader dürfte dennoch fast die gesamte Hinrunde über dezimiert sein, denn Ali Döpke erlitt einen Bandscheibenvorfall zu, fällt lange aus.

In der Vorbereitung, in die alle Akteure nach Aussage Schuberts mit guter Grundlage gestartet sind, wird der Ball (fast) immer dabei sein. »Man kann alle Übungen, auch im Kraft- und Ausdauerbereich, mit Ball machen. Dadurch ist der Spaßfaktor größer.«

»Das sind gute Fußballer«

Bereits in der abgelaufenen Saison hat Carsten Schubert seine neue Mannschaft unter die Lupe genommen. Sechs Mal, wie er erklärt. Zudem habe man sich zweimal getroffen, um miteinander zu reden. »Da sind viele gute Fußballer mit viel Erfahrung, die nur nicht immer gezeigt haben, zu was sie in der Lage sind.« Das will er verbessern. »Und dafür sorgen, dass die Mannschaft endlich mal erfolgreich in eine Saison startet. Dann fällt Vieles leichter.« Dazu gehöre, dass man defensiv gut ausgerichtet sei. »Das geht aber nur, wenn auch die Offensivspieler nach hinten arbeiten. Umgekehrt ist es dann genauso, dann müssen die Abwehrspieler sich mit in den Spielaufbau einschalten.«

Nach der Berg- und Talfahrt in der letztjährigen Rückrunde erhofft sich Carsten Schubert nun mehr Konstanz. »Dazu müssen wir aber auch wieder heimstärker werden.« Gelingt das, sollte ein einstelliger Tabellenplatz für den TuS Dielingen nicht unmöglich sein.

Der Steckbrief

Zugänge : Patrick Bergmann, Rudolf Djossou (beide SV Falke Steinfeld), Baris Yücel, Aytac Kara (beide SV Amasya Sport Lohne)

Abgänge : Christian Bauer-Nasui (FC Oppenwehe), Vedat Akti (TuS Lemförde), Marcel Philippi (SV Falke Steinfeld), Mino Frank, Jordan Frank, Marek Schröer (alle TuS Dielingen II), Marco Stagge (Pause)

Kader ohne Zugänge : - Tor : Yannik Bednar; - Abwehr : Yannick Bisanz, Niklas Angelbeck, Marc Böhm, Ali Döpke, Tristan Groß, Patrick Ferreira da Costa, Marcus Wessel; - Mittelfeld : Abdullah Seyhan, Onur Gören, Andre´ Keßmann, Vitaly Loginov, Ephraim Pieper, David Schmidt, Samet Uslu; - Angriff : Dominik Hoolt, Giorgio Ronzetti, Giovanni Ronzetti, Gibril Jammeh

Trainer : Carsten Schubert; - Co-Trainer : Dirk Schomäker

Saisonerwartung : Platz 5 bis 8

Meisterschaftsfavorit : FC RW Kirchlengern

 

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