Di., 20.08.2019

Bezirksliga: Mit seinem TuS Dielingen setzt sich der neue Trainer an die Tabellenspitze. Schubert spekuliert auf den Traumstart

Mit Dielingen auf Platz eins: Carsten Schubert und Dirk Schomäker.

Mit Dielingen auf Platz eins: Carsten Schubert und Dirk Schomäker. Foto: Krusche

Stemwede/Espelkamp/Hüllhorst (WB/mas/gag). Schon nach zwei Spieltagen hält die Bezirksliga das, was sie versprochen hatte: Spannung. Elf der verbliebenen 15 Teams haben schon drei Punkte oder mehr auf dem Konto. Angeführt wird das Feld etwas überraschend vom TuS Dielingen.

Zwei Spiele, zwei Siege – diese Leistung hat bisher nur der TuS Dielingen vollbracht. Die Belohnung: Platz eins. Ein doch eher ungewohntes Bild aus Dielinger Sicht. Doch so ganz aus dem Nichts kommt der gute Start in die neue Saison für den neuen Trainer Carsten Schubert nicht: »Wir hatten schon auf sechs Punkte gehofft, als wir unser Programm gesehen haben.«

Lösbare Aufgaben

Zugegeben: Mit Aufsteiger Petershagen und Eisbergen, einem Keller-Team der Vorsaison, erwischte der TuS lösbare Aufgaben. »Natürlich muss man die Spiele dann auch erstmal gewinnen«, sagt Schubert. Unter Druck steht dessen Team also vorerst nicht. Die nächste Partie gegen den höher eingestuften BV Stift Quernheim kann der TuS gelassen angehen. »Ein Sieg ist dort sicherlich kein Muss, aber wir können auch da etwas holen«, sagt Schubert stellvertretend für selbstbewusste Dielinger.

Etwas Selbstvertrauen tanken konnte auch der SC BW Vehlage . Der machte es in seinem ersten Spiel allerdings spannender als notwendig: Anderthalb Eigentore führten gegen Petershagen nach einem guten Start mit der Führung durch Watschagan Harutjunjan zum 1:2-Pausenrückstand. Erst köpfte Phil Joerend eine Gäste-Ecke unbedrängt ins eigene Netz, dann kam Torwart Nico Klosek zu spät aus dem Kasten.

Vehlage geht in die Offensive

In der Pause konnte Heinrich Dyck die Auflösungserscheinungen im Spiel seiner Mannschaft aber rechtzeitig stoppen. Wichtig: Im neuen 4-2-3-1 mit Jan-Guido Dyck auf der nun offensiven Mittelfeldposition herrschte wieder mehr Ideenvielfalt im Vehlager Spiel. Bezeichnend: Das 3:2 durch Harutjunjan bereitete Dyck mustergültig vor, »Watschi« verarbeitete kunstvoll per Volley. Das 4:2 durch ein Petershäger Eigentor war der Beweis für den Vehlager Biss im ersten Meisterschaftsspiel der Saison: Zugang Mucahit Celik setzte mit seinem energischen Anlaufen am gegnerischen Strafraum Gäste-Akteur Tobias Brethauer so unter Druck, dass diesem ein kapitaler Rückpass ins eigene Netz unterlief. Dass die Vehlager den Sieg trotz des anschließenden 4:3-Anschlusstreffers ruhig über die Zeit brachten, hatte auch mit einer neuen Qualität zu tun. »Wir haben nicht den Fehler gemacht wie manchmal in der Vergangenheit. Wir sind weiter vorne drauf gegangen und haben uns nicht hinten reingestellt«, sagte Coach Dyck.

Einen Fehlstart in die Serie hat dagegen der TuS Tengern II hingelegt. Der Aufsteiger befindet sich mit null Punkten und zehn kassierten Gegentoren am Tabellenende. Das hatte sich natürlich auch Trainer Jörn Paulsen anders vorgestellt: »Wir wollten nicht von Beginn an hinterherlaufen.«

Paulsen fehlt das Spielglück

Doch es kamen einfach zu viele Umstände zusammen, die gegen die Kleeblätter sprachen. Da wären zum einen Entscheidungen der Schiedsrichter. In beiden Partien wurde gleich in den ersten zehn Minuten ein Strafstoß gegen Tengern gepfiffen. Noch schlimmer: Auf der Gegenseite blieb im Heimspiel gegen Kutenhausen am Sonntag der Pfiff aus. »Wir hadern deswegen derzeit ein bisschen mit unserem Spielglück. Da können die Köpfe schon mal nach unten gehen«, sagt Paulsen.

Erschwerend kommt bei der TuS-Reserve die personelle Situation hinzu. Die Plätze auf der Tribüne waren besser besetzt als die Bank. Gleich neun Spieler fielen am Wochenende verletzt oder zumindest angeschlagen aus. Das können die Tengeraner trotz eines großen Kaders nicht kompensieren. Schon gar nicht, wenn so wichtige Akteure wie Torjäger Florian Hartmann, Kapitän Timo Schlüter oder die potenziellen Stammspieler Patrick Knappmeyer und Timo Gerfen nicht mitwirken können. »Wir werden uns in einigen Fällen wohl auch noch ein paar Wochen gedulden müssen«, sagt Coach Paulsen. Mit den ersten Punkten sollte sich der Aufsteiger aber nicht zu viel Zeit lassen.

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