Di., 10.09.2019

Windsurfing: Nils Wenzel landet beim Bundesligafinale auf dem Dümmer im Team auf Rang vier. Platz sechs bei der Deutschen Meisterschaft Vergebliches Warten auf Wind: Die Hälfte der Wettfahrten fällt aus

Nils Wenzel aus Levern wird im Bundesliga-Finale diesmal Vierter.

Nils Wenzel aus Levern wird im Bundesliga-Finale diesmal Vierter.

Von Volker Krusche

Levern/Hüde (WB). Wintersportler sind darauf angewiesen, dass es Schnee gibt. Aber im Gegensatz zu den Windsurfern, die auf einen entsprechendem »Luftzug« bauen müssen, können sie notfalls auch auf Kunstschnee ihrem Sport nachgehen. Künstlich erzeugten Wind gibt es derweil auf einem See nicht. Und so litt das Bundesliga-Finale der Teams und die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft im Einzel auf dem Dümmer unter dem Ausfall mehrerer geplanter Wettfahrten. Am Ende sorgte ausbleibender Wind dafür, dass nur sechs der zwölf Läufe absolviert werden konnten. Leidtragender dabei war auch der amtierende Teammeister Nils Wenzel aus Levern, der die Titelkämpfe vor der Haustür am Ende mit Rang vier in der Zweier-Mannschaft und als Sechster in der Einzelwertung der Altersklasse U15 beendete.

WM-Teilnahme gesichert

Die Enttäuschung hielt sich allerdings in Grenzen. »Es was unter den gegebenen Umständen okay. Natürlich hätten wir uns alle mehr Wettfahrten gewünscht.« Während am Freitag noch alle vier geplanten Läufe durchgeführt werden konnten, folgten am Samstag nur noch zwei. »Und das war so was wie Sonnenuntergangs-Surfen, denn da frischte der Wind erst etwas auf«, so Wenzel. Derweil war am Sonntag gar nicht an einen Start zu denken. »Da hatten wir den gesamten Tag über keinen Wind.«

Dabei war das Teilnehmerfeld mit 17 Startern so groß wie nie. »Sich in einem solchen Feld zu messen, macht natürlich Spaß. Schade, dass sechs Wettfahrten gestrichen werden mussten.« Die Minimalzahl von vier Läufen war aber erreicht worden, so dass die Titelkämpfe auch gewertet werden konnten.

Was für Nils Wenzel wichtig war, war die Tatsache, dass er sich mit seinen Platzierungen für die Weltmeisterschaft in Spanien qualifizieren konnte. »So wie es aussieht, werde ich dort auch teilnehmen.« Allerdings hat der Junge aus dem Stiftsdorf noch andere Träume. Und da achtet er aktuell auf jede Veränderung. »In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, ob Windsurfen olympisch bleibt. Es soll sich auf jeden Fall sehr viel ändern, das wurde bereits bekannt.« Heißt: Es muss neues, kostenintensives Material angeschafft werden. Und um sich das leisten zu können, hält Nils Wenzel schon heute nach Unterstützern Ausschau.

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