Fußball: A-Ligist TuS Stemwede ist nicht zufrieden
Nach tollem Start kam nicht mehr viel

Stemwede (WB). Betriebsausfall: Beim Fußballkreisligisten TuS Stemwede hakt man die vergangene Spielzeit ab. Sie lag weit unter den Ansprüchen der Mannschaft an sich selbst.

Montag, 29.06.2020, 14:39 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 14:42 Uhr
Stemwedes Marvin Babienek trifft beim Sieg gegen Levern. Foto: Pollex
Stemwedes Marvin Babienek trifft beim Sieg gegen Levern. Foto: Pollex

Dabei startete die von Sven Kassen trainierte Elf nach Maß. Den TuS Nettelstedt (6:0) und HSC Alswede (5:1) warf man mit deutlichen Resultaten aus dem Kreispokal, ehe im Viertelfinale gegen den Westfalenligisten TuS Tengern Endstation war. Wobei anzumerken ist, dass man das Spiel eine Stunde lang offen gestalten konnte. In der Liga konnte Kassens Team nach sieben Spielen fünf Siege und ein Unentschieden verbuchen, einzig Holzhausen musste man sich bei einem 3:4 knapp geschlagen geben.

Wende mit einer Pleite in Tonnenheide

Am achten Spieltag wendete sich das Blatt mit einer 2:5-Pleite gegen Tonnenheide, einem „Spiel, das wir nicht gewinnen durften“, so der Trainer über eine ärgerliche Niederlage. Der TuS blieb insgesamt neun Spiele lang sieglos, acht davon gingen verloren. Darunter gab es deutliche Niederlagen wie das 1:7 gegen Preußisch Ströhen, das 4:8 gegen Preußen Espelkamp II, das 0:5 gegen Alswede oder das 0:3 gegen Isenstedt. Erst im bis dato letzten bestrittenen Spiel folgte ein Erfolgserlebnis. Ausgerechnet gegen Fabben­stedt, den künftigen Verein ihres scheidenden Trainers, trumpften die Stemweder mit 5:1 groß auf.

Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Da ist man dann irgendwann abgedroschen. Fabbenstedt war mein Wunschverein, und als die Anfrage kam, habe ich mich in Absprache mit der Stemweder Vereinsführung für den Wechsel entschieden, als feststand, dass es in Toni Trucco einen geeigneten Nachfolger gibt.

Sven Kassen (Trainer)

„Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Da ist man dann irgendwann abgedroschen. Fabbenstedt war mein Wunschverein, und als die Anfrage kam, habe ich mich in Absprache mit der Stemweder Vereinsführung für den Wechsel entschieden, als feststand, dass es in Toni Trucco einen geeigneten Nachfolger gibt“, nimmt Kassen Stellung zu seinem Wechsel. Darüber, was ohne den pandemiebedingten Saisonabbruch geschehen wäre, mutmaßt Kassen: „Wir haben in dieser Serie eher nach unten geschaut, aber ich denke, dass wir in der zweiten Saisonhälfte einen einstelligen Tabellenplatz erreicht hätten.“

Die Stammelf würde „bei ausgeschöpftem Potenzial auf jeden Fall für das obere Drittel der Tabelle reichen“, schätzt Kassen die Spielstärke seiner ehemaligen Mannschaft ein, die in der abgelaufenen mit vielen Verletzungsproblemen konfrontiert war. Absolute Leistungsträger der Stemweder sind Joel Rybak, die Stütze des Mittelfelds, Marvin Babienek, ein hervorragender Stürmer und Mann der Zukunft, Maximilian Knop und Jascha Engelbrecht.

Toni Trucco löst Sven Kassen ab

Das künftige Trainerteam bildet Coach Toni Trucco gemeinsam mit Betreuer Heiko Schwacke, der sein Amt fortführt und Trucco den Start erleichtern soll. Da Schwacke beruflich und familiär eng eingebunden ist, schauen sich die Stemweder intern nach einem Co-Trainer um. Trucco ist im Nordkreis eine bekannte Trainerfigur. Bevor er bis vor einem Jahr drei Jahre lang Trainer in Oppenwehe war, coachte er fünfeinhalb Jahre lang Preußisch Ströhen und schaffte den Aufstieg in die Kreisliga A. Seine letzte Station beim FC Oppenwehe endete wegen nicht umsetzbarer Zukunftsvorstellungen des Trainers: „Im Jahr 2018 habe ich meine B-Lizenz gemacht und wollte höher hinaus, aber in Oppenwehe wollte und konnte man sich nicht extern verstärken.“ Somit war nicht im Geringsten daran zu denken, ein Oppenweher Team ins Leben zu rufen, wie jenes, in dem Trucco selbst als Spieler 1998 den Aufstieg in die Bezirksliga feiern konnte.

Ich glaube, es ist was drin mit dem Team. Sie sind jung und wollen es wissen. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Defensive zu stabilisieren.

Toni Trucco (Kassens Nachfolger beim TuS Stemwede)

Auf seine Aufgabe in Stemwede freut sich der Trainer: „Ich habe die Zusage vor der Pandemie gegeben und die Mannschaft lediglich in einem Testspiel gegen Lemförde gesehen. Ich glaube, es ist was drin mit dem Team. Sie sind jung und wollen es wissen. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Defensive zu stabilisieren.“ Da es bisher nicht zu einer Vorstellung kam, ruft der engagierte Trainer seine Spieler an, um sich vorzustellen und sich ein Stimmungsbild zu machen. Aus der eigenen A-Jugend werden Aaron Meyer, Bastian Hoppe und Tim Heckel zur Mannschaft stoßen. Als Abgänge stehen Tolga Hortum – den Lübbecker zieht es zum HSC Alswede – und Artur Seibel fest, der es beim TuS Lemförde noch einmal in der Bezirksliga versuchen will.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7473167?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4029430%2F
Ein Stück aus dem Tollhaus
Symbolbild. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker