Pferdesport: Birgit Barre gewinnt beim eigenen Turnier
Junge Sterne strahlen

Drohne (WB). Wegweiser für die deutsche Fahrsportszene: Mit einem „Tag der jungen Sterne“ für Nachwuchspferde hat der Fahrclub Zwölf Eichen in Drohne nach der „Corona-Pause“ den Reigen der Veranstaltungen eröffnet. Vier Eignungsprüfungen für Fahrpferde und Fahrponys zwischen vier und sieben Jahren galten dabei als Qualifikation für das Bundeschampionat. Das bescherte dem Verein ein volles Haus.

Montag, 13.07.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 15:28 Uhr
Birigt Barre trumpfte beim eigenen Turnier auf. Foto: Sonja Rohlfing
Birigt Barre trumpfte beim eigenen Turnier auf. Foto: Sonja Rohlfing

„Wir haben ein Rekordergebnis mit 68 Nennungen für vier Prüfungen erreicht“, freut sich Turnierleiterin Birgit Barre. „Viele sind zum ersten Mal wieder rausgekommen.“ Einen zweiten Grund sieht sie in dem veränderten, deutschlandweit einmaligen Turnierkonzept. „Hier konnten die Fahrer vor dem Turnier an zwei Tagen mit den besten Ausbildern Deutschlands für junge Pferde trainieren.“ Während die Top-Trainer Bettina Winkler (Thüringen), Heinz Künstler (Rheinland) und Franz-Josef May (Westfalen) den Fahrern wertvolle Tipps gaben, hatten die jungen Pferde Zeit, sich an die fremde Umgebung zu gewöhnen. Das erleichtert den Youngstern den Einstieg in den Sport.

Es ist unglaublich, was Pferde zwischen vier und fünf Jahren für Entwicklungsschritte machen.

Birgit Barre (Turnier-Organisatorin)

„Wir haben hochkarätiges Pferdematerial hier“, erklärt Birgit Barre und verweist auf die Fahrpony-Bundeschampionesse von 2019: Die Reitponystute Adina von Hesselteichs Grimaldi, inzwischen fünfjährig, wurde von Ursula Hüsges (RV Osterath) vorgestellt. „Es ist unglaublich, was Pferde zwischen vier und fünf Jahren für Entwicklungsschritte machen.“ Das stellt Birgit Barre auch bei ihrem großrahmigen Rappen Ernstfall fest. „Im letzten Jahr war er noch voll im Wachstum, es fehlte ihm an Kraft und Balance.“ Jetzt gewannen die beiden die Eignung auf A-Niveau (Wertnote 7,79). Ihr Ziel ist eine erneute Teilnahme am Bundeschampionat der Fahrpferde im sächsischen Landgestüt Moritzburg vom 20. bis 23. August.

Ich fahre seit über 30 Jahren, aber es gibt immer noch Dinge, die ich dazulernen kann.

Birgit Barre

„Ich fahre seit über 30 Jahren, aber es gibt immer noch Dinge, die ich dazulernen kann“, erklärt die Vorsitzende des Fahrclubs Zwölf Eichen. Die drei ganz unterschiedlichen Trainer ergänzten sich super. „Heinz Künstler ist mein Lieblingstrainer“, verrät Birgit Barre. Der 78-jährige Altmeister der Jungpferdeausbildung halte ihr gekonnt den Spiegel vor. „Es würden noch viel mehr Fahrer gern wieder zum Turnier fahren“, weiß Folkert Bühre, stellvertretender Vorsitzender des Fahrausschusses im Kreisreiterverband Minden-Lübbecke. „Das Meiste ist aber abgesagt.“ Gerade für Fahrer auf E- und A-Niveau würde derzeit wegen der Corona-Krise kaum etwas angeboten. „Hier in der Region gar nicht“, erklärt der Stemweder.

Wir haben uns riesig gefreut, dass Birgit Barre das Turnier organisiert hat.

Anke Fromme (Turnierteilnehmerin)

„Auf Kreisebene sieht es schlecht aus“, stellt auch Birgit Barre fest. „Für uns stand immer fest, wir sagen nicht ab.“ In Abstimmung mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung habe der Verein ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept erarbeitet und damit Kreis und Gemeinde überzeugt. „Wir haben uns riesig gefreut, dass Birgit Barre das Turnier organisiert hat“, erklärt Anke Fromme, Beifahrerin bei Andreas Fromme vom FKV Teutoburger Wald. „Junge Pferde lernen durch die Summe ihrer Erfahrungen. Darum sind wir sehr dankbar für das Turnier.“ Ideal sei die Kombination mit einem Training vorab gewesen. „Wir sind bei Frau Winkler gefahren. Sie ist eine Koryphäe in der Jungpferdeausbildung. Sie hat uns Tipps gegeben, die wir in Prüfung sofort umsetzen konnten“, freut sich Anke Fromme.

Alle Ergebnisse des Drohner Turniers gibt es im Internet unter

www.equi-score.de/index.php?mod=mod_stemwede2020

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