Fußball: Bezirksligist TuS Dielingen peilt höhere Regionen an
Ohne faule Äpfel soll die Ernte steigen

Dielingen (WB). Er ist ganz bestimmt kein Lautsprecher. Aber selbstbewusst genug ist Trainer Carsten Schubert durchaus, um in seinem zweiten Jahr beim TuS Dielingen von seiner Mannschaft eine Steigerung zu erwarten. „Wenn wir wieder Zehnter würden, wäre ich nicht zufrieden“, sagt der 48-Jährige: „Ein Platz unter den ersten Sechs sollte es schon werden.“

Freitag, 14.08.2020, 13:21 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 13:36 Uhr
Trainer Carsten Schubert (rechts) präsentiert beim TuS Dielingen die fünf Neuzugänge des Bezirksligisten: (von links) Maxim Dyck, Daniel Kamolz, Mustafa Gören, Mitan Bal und Paul Unrau. Foto: Hans Peter Tipp
Trainer Carsten Schubert (rechts) präsentiert beim TuS Dielingen die fünf Neuzugänge des Bezirksligisten: (von links) Maxim Dyck, Daniel Kamolz, Mustafa Gören, Mitan Bal und Paul Unrau. Foto: Hans Peter Tipp

Die Nordkreisler haben sich ordentlich verstärkt und viel Erfahrung hinzugewonnen. Vor allem aber betont Schubert die charakterliche Seite seiner neuen Spieler – womit sie gut nach Dielingen passen. Der Trainer: „Das hier ist die erste Mannschaft, für die ich meine Hand ins Feuer lege und sage: Hier sind alle charakterlich top – jeder einzelne Spieler. Wir haben keinen ‚faulen Apfel‘ in unserem Team.“ Sportlich glauben die Gelb-Blauen, den Abgang von Giovanni Ronzetti zum Ligarivalen SC BW Vehlage mehr als wettgemacht zu haben. Schubert: „Wir haben fünf qualitativ richtig gute Neuzugänge. Wir werden das schon auffangen. Da bin ich mir sicher.“

Maxim wird bei uns eine zentrale Rolle übernehmen. Unabhängig von seiner spielerischen Klasse soll uns er das geben, was im letzten Jahr häufig gefehlt hat – Präsenz auf dem Spielfeld, auch verbal.

Carsten Schubert (Trainer TuS Dielingen)

Ein wichtiges Puzzleteil im 2020er-Team ist Rückkehrer Maxim Dyck. Mit dem gebürtigen Dielinger, ist Schubert überzeugt, nicht nur eine neue tragende Säule im TuS-Mittelfeld, sondern auch einen verlängerten Arm auf dem Spielfeld gefunden zu haben. Der 32-Jährige, der in der vergangenen Saison die Reserve des FC Preußen Espelkamp als Spielertrainer in die Bezirksliga geführt hat, übernimmt die Rolle des spielenden Co-Trainers, die durch den Wechsel von Dirk Schomäker zum TV Bohmte frei geworden war. Auf dem Platz soll Dyck den TuS künftig anführen. „Maxim wird bei uns eine zentrale Rolle übernehmen. Unabhängig von seiner spielerischen Klasse soll uns er das geben, was im letzten Jahr häufig gefehlt hat – Präsenz auf dem Spielfeld, auch verbal.“ Mit Offensivspieler Daniel Kamolz (25) kehrt ein weiterer früherer Dielinger aus Espelkamp zurück. „Er wird uns dank seiner Körpergröße im Kopfballspiel nach vorn bringen“, ist Schubert überzeugt.

Wir wollen in Dielingen weg vom Hau-Ruck-Fußball vergangenen der Jahre.

Carsten Schubert (Trainer TuS Dielingen)

Paul Unrau komplettiert das vom Espelkamper Kreismeister und künftigen Bezirksliga-Rivalen nach Dielingen gewechselte Trio. „Er ist ein sehr guter Techniker und kommt mehr über das Fußballerische“, sagt Schubert über den 33-Jährigen mit langjähriger Landesliga-Erfahrung: „Aber das ist ja etwas, das wir wollen: Wir wollen in Dielingen weg vom Hau-Ruck-Fußball vergangenen der Jahre.“ Neben den drei Espelkampern hat der Niedersachse Schubert auch mal wieder nördlich der Kreisgrenze „gewildert“. Aus Lohne kommt Mitan Bal (31). „Ihn kenne ich schon seit zehn Jahren. Mitan ist ein landesligaerfahrener Fußballer, ein spielstarker Defensivspieler mit hoher Qualität im Aufbau“, urteilt der Dielinger Trainer. Mit dem Lemförder Mustafa Gören (20) kommt der Cousin des Abwehrspielers Onur Gören nach Dielingen. Der Keeper spielte zuletzt bei Schuberts Stammverein Falke Steinfeld. So schließt sich auch dieser Kreis. „Mit ihm und Yannick Bednar haben wir jetzt zwei sehr junge Torwarte. Ich erhoffe mir, dass sie sich gegenseitig anstacheln“, sagt Schubert, der sich über seinen gut besetzten Kader freut: „Der Konkurrenzkampf ist definitiv da. Was für die Torwarte gilt, gilt auch für die Feldspieler. Konkurrenz belebt das Geschäft.“

Wir müssen so viel tun, dass der Gegner hinterher nicht sagen kann, wir haben euch in Grund und Boden gelaufen und deshalb gewonnen.

Carsten Schubert (Trainer TuS Dielingen)

Trotzdem gibt es Eckpfeiler, an denen in Dielingen niemand rüttelt: Giorgio Ronzetti, Maxi Dyck und Vitalij Loginov sind gesetzt. „Das weiß auch jeder in der Mannschaft, dass an diesen Galionsfiguren kein Vorbeikommen ist. Aber alles andere ist offen“, sagt Schubert, der besonderen Wert auf eine gute Fitness seiner Spieler legt: „Wir müssen so viel tun, dass der Gegner hinterher nicht sagen kann, wir haben euch in Grund und Boden gelaufen und deshalb gewonnen.“

Großer Titelfavorit in der Bezirksliga ist für den Dielinger Trainer der TuS Lohe. „Wenn man sieht, mit welchen Spielern sie sich verstärkt haben, führt an ihnen kein Weg vorbei“, hält Schubert fest: „Was dahinter passiert, wird man sehen.“ Den vermehrten Abstieg sieht der TuS-Trainer als zusätzlichen Reiz in der kommenden Saison. Der frühere Oberligaspieler Schubert fühlt sich an seine aktive Zeit erinnert, als in einer 21er-Liga mal sogar sieben Absteiger gesucht wurden: „Das war eine ähnliche Situation. Jeder muss jederzeit alles geben. Niemand darf nachlassen, und das finde ich richtig spannend.“

TuS Dielingen

Kader, Tor: Yannick Bednar, Mustafa Gören; Abwehr: Baris Yücel, Maximilian Borchardt, Andre Keßmann, Onur Gören, Tristan Groß, Yannik Bisanz, Samet Uslu, Patrick Ferreira da Costa, Marc Böhm; Mittelfeld: Paul Unrau, Mitan Bal, Maxim Dyck, Ekoue Koffi Djossou, Vitalij Loginov, Abdullah Seyhan; Angriff: Dominik Hoolt, Nuel Cerulla, Daniel Kamolz, Giorgio Ronzetti

Abgang: Giovanni Ronzetti (BW Vehlage)

Zugänge: Maxim Dyck, Daniel Kamolz, Paul Unrau (alle Preußen Espelkamp II), Mustafa Gören (SV Steinfeld), Mitan Bal (Amasya Spor Lohne)

Trainer: Carsten Schubert (48) im zweiten Jahr

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