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Fr., 25.08.2017

TuS N-Lübbecke: Ante Kaleb wollte immer 1. Bundesliga spielen Ein Wunsch geht in Erfüllung

Lübbeckes Ante Kaleb (rechts) kämpft sich durch. Auf viel Gegenwehr wird er auch in der 1. Bundesliga stoßen.

Lübbeckes Ante Kaleb (rechts) kämpft sich durch. Auf viel Gegenwehr wird er auch in der 1. Bundesliga stoßen. Foto: Oliver Schwabe

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Ante Kaleb ist am Ziel. Zumindest vorerst. Am Sonntag geht ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. Mit dem TuS N-Lübbecke darf er in der 1. Handball-Bundesliga im Einsatz sein.

»Schon als Kind habe ich daran gedacht. Alle wollen einmal für die Nationalmannschaft und in der 1. Bundesliga spielen«, sagt Ante Kaleb, der seine zweite Spielzeit in Lübbecke aufnimmt. Die Aufgabe zum Auftakt in das Erstliga-Abenteuer könnte allerdings kaum schwieriger sein. Der Aufsteiger reist am Sonntag (Anwurf 12.30 Uhr) zur SG Flensburg-Handewitt, dem Vizemeister der beiden vergangenen Serien. »Natürlich ist das ein sehr starker Gegner. Ich hoffe aber, dass wir eine gute Leistung zeigen und dann auch ein gutes Ergebnis erreichen können«, sagt der 24-Jährige.

Eingewöhnungsphase ist beendet

Dessen Eingewöhnungsphase in Lübbecke dürfte nun beendet sein. Mit dem Land, der Kultur, mehr und mehr auch der Sprache und vor allem mit den Mitspielern kommt der Kroate mittlerweile gut zurecht. »Es wird alles immer besser«, fasst Kaleb zusammen. Auch mit der kräftezehrenden Vorbereitung auf die neue Saison sei er dieses Mal besser zurecht gekommen. Noch im vergangenen Sommer war der Rechtshänder ein wenig von der Trainingsbelastung in Deutschland überrascht worden. »Läufe müssen auch sein, aber ich spiele deutlich lieber Handball in der Vorbereitung«, scherzt Kaleb und blickt lächelnd zu Aaron Ziercke hinüber.

Der Trainer weiß genau, was er an seinem Schützling hat. Das Potenzial konnte Kaleb schon in mehreren Partien der vergangenen Saison abrufen. »Ante hat vor allem eine starke Rückrunde gespielt«, lobt Ziercke und blickt voraus: »Ich bin mir sicher, dass Ante auch in der 1. Liga seine Rolle finden wird. Er wird sich behaupten und an den Aufgaben wachsen.« Welche Aufgaben das in den nächsten Wochen und Monaten sein werden, muss sich zeigen. Ziercke will sich bei Kaleb nicht auf eine Position festlegen. Der 1,96 Meter große Spieler kann sowohl im linken Rückraum als auch auf der Mittelposition zum Einsatz kommen. »Genau diese Flexibilität erwarte ich von meinen Spielern. Wir werden da sicherlich häufiger rotieren«, sagt Ziercke.

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Wir sind doch auch aus Lübbecke eine gute Stimmung gewohnt.

Ante Kaleb

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Auf welcher Position er schließlich zum Einsatz kommt, wird Kaleb selbst vermutlich egal sein. Für ihn steht sowieso nicht die eigene Zeit auf dem Parkett im Vordergrund, sondern die Arbeit im Team. Darauf wird es laut Kaleb nämlich wieder ankommen. »Wir müssen alle zusammen kämpfen«, sagt der Erstliga-Neuling, der den höheren Aufgaben mit »Vorfreude und Respekt« entgegenblickt. Auch die großen Hallen mit deutlich mehr Zuschauern als in der Vorsaison – wie zum Beispiel gleich in Flensburg – stimmen Kaleb nicht ängstlich: »Wir sind doch auch aus Lübbecke eine gute Stimmung gewohnt.«

Die Partie in Flensburg wird die erste Etappe der Saison, die aus TuS-Sicht natürlich möglichst erfolgreich gestaltet werden soll, sein. Eine Erfolgsdefinition formuliert Kaleb in einem Satz: »Wir wollen in der 1. Liga bleiben.« Der Klassenverbleib ist der nächste Wunsch. Der letzte, das Auflaufen in der 1. Bundesliga, wird am Sonntag in Erfüllung gehen.

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