Sa., 13.10.2018

2. Bundesliga: Duell beim TV Großwallstadt erinnert an alte Zeiten Siegesserie fortsetzen

War zuletzt bester Torschütze des TuS N-Lübbecke: Kreisläufer Moritz Schade.

War zuletzt bester Torschütze des TuS N-Lübbecke: Kreisläufer Moritz Schade. Foto: Thomas F. Starke

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern der eingleisigen 1. Handball-Bundesliga. 44 Duelle lieferten sie sich – allerdings noch kein einziges in der 2. Liga. Am Samstag ist es nun soweit, dann treffen Altmeister TV Großwallstadt und der TuS N-Lübbecke im Elsenfeld im Unterhaus aufeinander.

Geht man nach der bisherigen Bilanz, dann würde sehr viel für die Mainfranken sprechen. Sie entschieden nicht nur das erste Aufeinandertreffen am 19. November 1977 mit einem 22:18-Erfolg für sich, sondern mussten sich den Nettelstedtern und späteren Lübbeckern in den 44 Aufeinandertreffen lediglich zwölf Mal geschlagen geben (drei Partien sahen keinen Sieger). Allein zwischen 2005 und 2010 kassierte der TuS zehn Niederlagen in Folge.

Während man am Wiehen aber stets problemlos seine Lizenz erhielt, wurden die Wolken über Großwallstadt von Jahr zu Jahr dunkler. Erst musste »nur« nachgebessert werden, dann aber schlugen die Fehlinvestitionen beim TVG so schwer ins Gewicht, dass die finanziellen Probleme immer größer wurden und nach 44 Jahren 1. Bundesliga nach der Saison 202/13 Schluss war. Abstieg! Aber auch im Bundesliga-Unterhaus stellte sich wirtschaftlich keine Besserung ein – der Lizenzierungsausschuss versagte Großwallstadt im Mai 2015 die Lizenz, so dass das Team als Zwangsabsteiger feststand.

Erfolgreicher Neustart

Mit neuer GmbH folgte der Neustart, der in der abgelaufenen Spielzeit mit dem souveränen Gewinn der Meisterschaft in der 3. Liga Ost und dem Sprung in die Zweitklassigkeit gekrönt wurde. Dort will sich der sechsmalige Deutsche Hallenmeister und zweifache Europapokalsieger der Landesmeister nun etablieren und weiterentwickeln.

Das jüngste 23:23-Remis am Mittwoch gegen die HSG Nordhorn unterstreicht, was in der Truppe steckt – auch wenn sie bislang erst fünf Punkte auf ihrem Konto hat und damit aktuell auf einem Abstiegsplatz rangiert.

»Das ist aber lediglich eine Momentaufnahme«, sagt TuS-Trainer Aaron Ziercke. »Großwallstadt hat nur in Hüttenberg klar den Kürzeren gezogen. In allen anderen Partien war durchaus was Zählbares drin.« Es sei ein Gegner, der mit großem Kampfgeist und viel Leidenschaft spiele. »Die geben keinen Ball verloren.«

Allerdings ist die Zielsetzung klar. Der vierte Sieg in Folge soll her, wenn man sich nach mehr als fünf Jahren um 19.30 Uhr mal wieder gegenübersteht. Das sieht nicht nur der Trainer so, sondern auch seine Spieler. »Die letzten Wochen haben deutlich gezeigt, dass wir uns nur selbst schlagen können, wenn wir unsere Leistung nicht auf die Platte bringen«, betont Moritz Schade. »Warum sollen wir nicht weiter erfolgreich sein? Das Training stimmt, die Stimmung passt und wir werden dem Gegner nicht den Gefallen tun, überheblich zu sein.«

Schade freut sich auf seine Familie

Der Lübbecker Kreisläufer freut sich schon sehr auf die Partie, denn die knapp zweistündige Fahrt von Offenburg wird nicht nur seine Mutter, sondern die ganze Familie antreten. Rückendeckung für den zuletzt besten Torschützen des TuS. »So viele Tore? Das kommt ja nicht oft vor. Umso mehr habe ich mich gefreut. Aber das war nach einem Tag schon wieder abgehakt. Da ging der Blick gleich nach vorne.« Es sei nun mal sehr wichtig, dass man mit Kreis und Außen spiele. »Dann wird es für jeden Gegner schwer.«

Trainer Ziercke ist jedenfalls zufrieden. Gerade auch mit »Mo«, schließlich sei es nicht von ungefähr gekommen, dass man den Vertrag vorzeitig mit ihm verlängert habe. »Er verfügt bereits über sehr gute Abwehrqualitäten. Und vorn hat es zuletzt ja auch sehr gut geklappt.« Schade freut sich natürlich über die anerkennenden Worte. »Aaron zeigt mir stets meine Fehler auf, aber mit ruhigen Worten und Geduld. Und ich weiß, dass ich noch Fehler machen darf. Unter ihm als Trainer habe ich in den letzten eineinhalb Jahren unglaublich viel gelernt.«

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