Mi., 07.11.2018

Jens Bechtloff moniert Aufstiegsdruck Einfache Spiele entscheiden

Jens Bechtloff findet es nicht gut, dass das Team in die Rolle des Topfavoriten gedrängt wurde.

Jens Bechtloff findet es nicht gut, dass das Team in die Rolle des Topfavoriten gedrängt wurde. Foto: Thomas F. Starke

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). »Natürlich haben wir uns den Auftritt in Ferndorf anders vorgestellt. Gerade nach der guten Vorstellung gegen Balingen. Aber wir haben alle von Anfang an nicht zu unserem Spielgefunden«, blickt Jens Bechtloff, Mannschaftskapitän des TuS N-Lübbecke, auf die jüngste 19:22-Pleite beim Aufsteiger zurück .

Ihn fuchst es, »dass wir trotz der vielen neuen Spieler in die Rolle des Topfavoriten gedrängt wurden und der Anspruch ausgegeben wurde, sofort wieder hoch zu wollen.« Der Lübbecker Linksaußen, der seit vier Jahren das TuS-Trikot trägt und aktuell dienstältester Spieler ist, will seine Worte nicht als Ausrede für die acht Minuspunkte, die man bereits auf dem Konto hat, verstanden wissen.

Einen Grund für die Schlappe vom vergangenen Samstag sieht »Feile« darin, »dass uns Ferndorf mit seinen Mitteln, gerade dem Eins-gegen-Eins-Spiel, bearbeitet hat. Das haben sie konsequent und gut gemacht. Und wir haben diese Spielweise leider angenommen.« Und gerade dieses kämpferischen Mann-gegen-Mann-Duelle kämen seiner Mannschaft nicht so sehr entgegen. »Uns liegen Mannschaften, die wie wir über die spielerische Schiene kommen, deutlich besser.«

Aussprache fängt schon auf der Busfahrt an

Als Kapitän hört er natürlich genau in die Mannschaft hinein, spricht viel mit seinen Mitspielern. »Das fängt schon auf der Rückfahrt im Bus an, kommt aber von allen. Wenn wir da zusammensitzen, unterhält man sich automatisch über die vorangegangenen 60 Minuten auf der Platte. Keine Frage: Wir beschäftigen uns damit und gehen bestimmt nicht gleich zur Tagesordnung über«, macht Bechtloff klar. »Das habe ich in den vergangenen Jahren hier schon anders erlebt!« Daher sei die Stimmung im Teams auch weiterhin gut, Reibereien habe es von Beginn nicht gegeben.

Mit Blick auf die erfolgreiche Zweitliga-Serie vor zwei Jahren hat der TuS-Kapitän einen entscheidenden Unterschied zum bisherigen Saisonverlauf ausgemacht. »Wir verlieren jetzt ja nicht die Topspiele wie gegen Lübeck oder Balingen, sondern die Partien, in denen man eigentlich punkten muss. Vor zwei Jahren haben wir diese vermeintlich einfachen Spiele fast immer gewonnen, auch wenn es lange Zeit sehr eng verlief. Da hat alles ineinandergegriffen.«

Genau da hakt Teammanager Zlatko Feric ein. »Den Aufstieg schaffst du nicht in den Spitzenspielen, er wird vielmehr in den besagten einfacheren Begegnungen entschieden. Die, von denen wir im bisherigen Verlauf der Serie schon einige verloren haben. Gegen die Topteams gehen wir immer hochkonzentriert zur Sache, in den anderen Partien schaffen wir es oftmals nicht.«

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