Do., 08.11.2018

2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke erwartet am Freitag ASV Hamm-Westfalen Viele Parallelen

Seine Tore werden gegen Hamm sehr wichtig sein: Linkshänder Dener Jaanimaa.

Seine Tore werden gegen Hamm sehr wichtig sein: Linkshänder Dener Jaanimaa. Foto: Thomas F. Starke

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). »Volle Wucht westfälisch« – das ist nicht nur das Motto des ASV Hamm-Westfalen, sondern mit voller Wucht will man auch sein Ziel in dieser Saison erreichen. Denn der heutige Gast des TuS N-Lübbecke (19.30 Uhr Merkur-Arena) hat die gleiche Richtung im Visier wie der heimische Handball-Zweitligist. Und ebenso wie bei der Ziercke-Sieben stottert auch bei ihm bislang der Motor.

Beide Teams haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick erahnt. Klar, der Blick in die Tabelle zeigt, dass sowohl Lübbecke als auch Hamm nach elf Spielen 14:8 Punkte aufweisen und damit sicherlich nicht die Ausbeute einfuhren, die man sich vor Saisonbeginn angesichts der personellen Besetzung versprochen hatte. Doch gerade das Personal ist es, dass die nächste Parallele beider Klubs darstellt. Beide Teams haben vor dem Serienstart nachgelegt, beide haben aber Zeit gebraucht (oder benötigen sie immer noch), um die Integration der Neuen so hinzubekommen, um eine eingespielte Einheit auf die Platte zu stellen. So, wie sie viele Konkurrenten besitzen und damit zumindest zum jetzigen Zeitpunkt der Saison einen nicht unwesentlichen Vorteil aufweisen.

Erfolgsserien gingen zu Ende

Beide heutige Kontrahenten wusste dennoch zuletzt eine viel versprechende Erfolgsserie hinzulegen: Lübbecke mit fünf Siegen in Folge, Hamm mit vier Erfolgen und zwei Unentschieden in den letzten sechs Partien. Das ging hüben wie drüben bis zum letzten Wochenende gut, als der TuS in Ferndorf durch ein Offensiv-Armutszeugnis überraschend patzte und sich der ASV nach schwacher Vorstellung gegen die HSG Nordhorn daheim erstmals in dieser Saison geschlagen geben musste.

Angesichts der Ambitionen beider Teams wollte Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke zwar nicht von einem Schlüsselspiel sprechen, »es ist aber sehr wichtig, denn nur die Mannschaft, die gewinnt, wird vorerst in Schlagdistanz nach oben bleiben!« Ungeachtet dessen weist er darauf hin: »Wir haben ein Heimspiel – und das wollen wir auch gewinnen!«

Ähnlich wie in seinem Team müssten sich auch beim ASV Hamm-Westfalen gerade im Angriff die Automatismen noch entwickeln. »Die haben drei Rückraumspieler verloren und sechs neu verpflichtet. Bis da alles glatt läuft, bedarf einiger Zeit.« Von den sieben Neuverpflichtungen spielt mit Torhüter Oliver Krechel nur einer nicht in der zweiten Reihe. Jede der drei Rückraumpositionen wurde gleich zweifach neu besetzt, wobei der Königstransfer zweifellos der Mindener Sören Südmeier war. Neben ihm ist mit Markus Fuchs noch ein weiterer ehemaliger Grün-Weißer im ambitionierten Team von Trainer Kay Rothenpieler eine feste Größe.

Personalsorgen beim TuS

Vor dem Duell mit dem ASV plagen die Lübbecker indes einige Personalsorgen. Wohl ausfallen wird die Schaltstelle im Angriff: Spielmacher Kenji Hövels hat sich eine bakterielle Angina zugezogen und wird mit Antibiotika behandelt. »Er möchte unheimlich gern spielen. Ich gehe aber davon aus, dass er nicht aufläuft, denn ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn sich seine Gesundheit durch einen vorzeitigen Einsatz verschlechtern würde«, gibt Coach Ziercke klar zu Protokoll.

Neben dem Mann, der vorn die Fäden in der Hand hat, könnte auch jener ausfallen, auf den gleiches in der Defensive zutrifft: Marko Bagaric plagt sich mit Ellenbogenproblemen herum. »Bei ihm wurde freie Gelenkkörperchen festgestellt. Ich hoffe, dass unsere medizinische Abteilung bis zum Spiel ganze Arbeit leistet. Ansonsten müssten wir auch im Innenblock improvisieren.«

Mit Blick auf den Doppel-Spieltag – am Sonntag wartet schon das Gastspiel in Dessau – heißt es für Ziercke zwar in die Vollen zu gehen, die Kräfte aber entsprechend zu dosieren. Daher dürfte auch gegen Hamm jeder einzelne Spieler gefordert sein. »Es könnte ohne Kenji in der Mitte durchaus sein, dass Jens Bechtloff dort auftauchen wird, ich aber auch andere Optionen ziehen könnte.«

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