Mo., 19.11.2018

TuS-Torhüter ist der Mann des Spiels Tatai antwortet auf dem Feld

Zeigte mit seinen 19 Paraden eine starke Leistung: TuS-Torwart Peter Tatai.

Zeigte mit seinen 19 Paraden eine starke Leistung: TuS-Torwart Peter Tatai.

Lübbecke (WB/mas). In den Tagen zuvor hatte Peter Tatai noch geschwiegen. Die Antworten wollte der TuS-Torhüter offenbar lieber auf dem Feld geben. Mit 19 Paraden – diese entsprachen 49 Prozent gehaltener Bälle – avancierte er beim Heimsieg gegen den HC Rhein Vikings zum Matchwinner .

Die Einsatzzeiten waren im bisherigen Verlauf der Saison überschaubar. Für Peter Tatai gab es keinen Weg vorbei an Youngster Joel Birlehm. Den Unmut über die aktuelle Situation brachte der ehemalige ungarische Nationaltorwart deutlich zum Ausdruck, indem er auf der Pressekonferenz lieber nichts sagte. Nach der Glanzleistung am Samstagabend gab nun aber auch Tatai sein Statement ab: »Es war gut, ich bin zufrieden«, sagte der 35-Jährige und ging noch ein bisschen mehr ins Detail: »Vor dem Spiel habe ich gehofft, dass ich auf neun oder zehn Paraden komme. Dass es jetzt fast 20 geworden sind, ist natürlich umso besser.«

Tatais Berufung in die Startformation war keine Reaktion auf dessen Auftritt zwei Tage vor dem Spiel. Trainer Aaron Ziercke hatte einen Wechsel zwischen den Pfosten länger geplant. »Ich habe schon am Dienstag mit Peter gesprochen und ihm gesagt, dass er anfangen wird. Und auch Joel habe ich informiert««, sagt Ziercke. Er benötige in seinem Team jeden Spieler und habe Tatai eine weitere Chance geben wollen: »Ich weiß, dass ich zwei sehr starke Torhüter habe. Das hat zuletzt Joel und nun auch Peter bewiesen.«

Vertrag läuft im Frühjahr aus

Mit Leistungen wie am Samstagabend dürfte sich Tatai auch für eine Zukunft in Lübbecke bewerben, der Vertrag läuft am Saisonende nämlich aus. »Ich habe Peter schon darauf angesprochen, was er vor hat. Das müssen wir erst einmal wissen«, sagt Teammanager Zlatko Feric. Zwei Posten im TuS-Tor neu besetzen zu müssen, sei sicherlich nicht dessen Optimallösung.

Denn ein Abgang steht mit Birlehm, den es nach Leipzig zieht, fest. Der Nachfolger steht laut Feric noch nicht fest, die Suche soll aber laufen. »Wir haben durch Joels frühzeitige Entscheidung genug Zeit. Wir haben den Markt im Blick«, sagt Feric. Festhalten wolle er bestenfalls an einer Kombination mit einem jungen und einem erfahrenen Keeper. Dass der TuS bei der Talentsichtung ein gutes Auge hat, zeigt die Vergangenheit. Die Liste der Torhüter, die danach den Sprung zu einem deutschen Spitzenklub geschafft haben, ist lang. Die jüngsten Beispiele: Dario Quenstedt (SC Magdeburg, bald THW Kiel) und Malte Semisch (Füchse Berlin).

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