So., 03.02.2019

23:25 gegen Gummersbach: Alle Beteiligte haben Ligastart im Blick Nur nicht weh tun

Großen Körperkontakt, wie hier beim freien Wurf von Patryk Walczak, gab es mit Blick auf die Fortführung der Saison.

Großen Körperkontakt, wie hier beim freien Wurf von Patryk Walczak, gab es mit Blick auf die Fortführung der Saison. Foto: Pollex

Von Volker Krusche

Hüllhorst (WB). 23:25 leuchte am Ende auf der Anzeigentafel. Doch bis auf die Fans auf der Tribüne in der Sporthalle Hüllhorst interessierte das sonst kaum jemanden. Der letzte Test der Vorbereitung des TuS N-Lübbecke gegen Erstligist VfL Gummersbach erinnerte mehr an ein Trainingsspiel unter dem Motto: Tust du mir nichts, tue ich dir nichts!

Ähnlich sah es auch TuS-Trainer Aaron Ziercke in seiner Analyse. »Das war ein typisches Testspiel. Gummersbach hat kein Vollgas gegeben, weil sie nächste Woche das wichtige Meisterschaftsspiel gegen die Eulen Ludwigshafen vor der Brust haben. Und wir haben uns mit Blick auf das Gastspiel in Wilhelmshaven der zahmen Gangart angepasst. Aggressivität war auf beiden Seiten nicht zu sehen. Alle waren nach Spielschluss froh, dass es nächste Woche endlich in der Liga weitergeht.« Dennoch sei er mit dem Gezeigten nicht unzufrieden. »Ich habe gute Ansätze gesehen. Aber Licht wechselte wieder mit Schatten. Es gab auch Dinge, die mir nicht gefallen haben. Aber das ist in einem Test nun mal so.« Es sei wichtig gewesen, nach dem Debakel gegen Bad Schwartau wieder ein anderes Gesicht gezeigt zu haben. »Nächsten Samstag gilt es. Dann kann sich keiner mehr verstecken.«

Tatai hat Achillessehnenprobleme

Neben Kenji Hövels, der aufgrund seiner Mandelentzündung pausierte (Ziercke: »Er wird am Montag wieder ins Training einsteigen. Es macht mehr Sinn, dass er sich auskuriert, als hier fünf Minuten zu spielen.«), fehlte auch Peter Tatai. Der Torhüter hatte schon vor einer Woche über eine Reizung der Achillessehne geklagt. »Es schien anschließend alles okay, bis er am Donnerstag erneut Probleme hatte. Daher haben wir ihn rausgenommen. Peter muss am Montag zur Untersuchung in die Röhre. Ich denke aber, dass es nur eine Belastung aufgrund der Trainingsbelastung ist«, führt Coach Ziercke weiter aus. Für den Ungarn stand Manuel Nottmeier neben Joel Birlehm als zweiter Torhüter im Aufgebot, da auch Nachwuchsmann Mats Greszinski, der dem Bundesligakader angehört, derzeit verletzt ist.

Interessierte Beobachter: (oben von links), Frank von Behren, Armin Gauselmann, Stephan Just und (unten rechts) Zlatko Feric. Foto: Pollex

Das Spiel in Hüllhorst ist schnell erzählt. Nach stets wechselnden Führungen ging der VfL Gummersbach mit einem 11:10 in die Pause. Nach dem Wechsel blieb es bis zum 12:12 ausgeglichen, ehe die Oberbergischen auf 15:12 und 18:14 (42.) nachlegten. Das 15:20 schwächten die Lübbecker zwar noch einmal auf 18:20 (47.) ab, näher sollten sie dem Gegner in der Folge aber nicht mehr kommen.

Bagaric kommt besser zurecht

Letztlich aber war das Spiel – ob nun gewonnen oder verloren – ein Muster ohne Wert, angesichts der fehlenden Aggressivität höchstens Bewegungstherapie mit Ball.

Aaron Ziercke hatte auch schnell das Debakel von Verl verarbeitet. »Jeder meiner Spieler weiß genau, welche Grütze Bad Schwartau war . Wenn ich aber die gesamte Vorbereitung betrachte – und das muss man ja tun –, bin ich mit der Art, wie die Mannschaft mitgezogen hat sehr zufrieden. Klar wurde die Vorbereitung von diesem einen Spiel überschattet, wenn man das Ganze im Blick hat, darf man diesen Blackout aber nicht zu hoch aufhängen.« In den anderen Tests habe sein Team das gezeigt, was man vorher trainiert habe. »Vorn haben wir den Ball sehr gut laufen lassen, haben ein höheres Passtempo angeschlagen und die Gegner damit in ihrer Deckung ins Laufen gebracht. Dadurch ergeben sich Lücken und Räume, die neben den Eins-Eins-Aktionen auch den Außen und dem Kreis zugute kommen«, so der TuS-Coach weiter. »Zudem hat sich Marko in der Abwehrzentrale von Mal zu Mal wieder besser zurecht gefunden.«

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