Fr., 08.02.2019

TuS N-Lübbecke spricht mit Flensburger Torwart-Talent Jepsen könnte Birlehm ersetzen

Steht auf dem TuS-Zettel: Johannes Jepsen.

Steht auf dem TuS-Zettel: Johannes Jepsen. Foto: Agentur 54°

Von Volker Krusche und Marc Schmedtlevin

Lübbecke/Flensburg (WB). Die Gegner heißen in der Regel Rostock, Hildesheim oder Altenholz. Doch aktuell steht Johannes Haymo Jepsen nicht im Tor der Drittligamannschaft, sondern sitzt als Backup auf der Bank der SG Flensburg-Handewitt, dem amtierenden Deutschen Meister und aktuell verlustpunktfreien Tabellenführer der Handball-Bundesliga.

Am Donnerstag in der Meisterschaft in Wetzlar wurde Jepsen für einen Siebenmeter eingewechselt und feierte damit seine Premiere in der höchsten deutschen Spielklasse. Am Freitag saß der Youngster dann im Flieger zum Champions-League-Spiel nach Zaparozhye in der Ukraine. Obwohl vor wenigen Tagen erst 19 Jahre alt geworden, schnuppert das Eigengewächs der Norddeutschen aufgrund des Ausfalls von Torbjörn Bergerud bereits jetzt schon am Spitzenhandball. Da es aber für die große Bühne noch etwas verfrüht scheint, gilt es für den 42-fachen Jugend-Nationaltorhüter auf seinem vorgezeichneten Weg in die Elite Erfahrungen zu sammeln. Erfahrungen, die er in der Flensburger »Zweiten«, so sie denn den Klassenverbleib in Liga drei schafft, nicht bekommt.

Und hier kommt der TuS N-Lübbecke ins Spiel. »Wir wollen alle Positionen mit einem erfahrenen und einem jungen, talentierten Mann besetzen«, lautet die Devise von Geschäftsführer Torsten Appel und Teammanager Zlatko Feric. Und gerade zwischen den Pfosten haben sie dies in der Vergangenheit fast immer beherzigt. In den vergangenen Jahren holten die Verantwortlichen mit Dario Quenstedt oder Malte Semisch junge Toptorhüter an den Wiehen. Und in Joel Birlehm fand das erfolgreiche Vorgehen schließlich eine Fortsetzung.

TuS bestätigt Gespräche

Birlehm aber wechselt im Sommer bekanntlich nach Leipzig, so dass der Talentplatz wieder frei wird – hinter Peter Tatai . Dessen Weiterverpflichtung gilt inzwischen als sicher, auch wenn eine Vertragsverlängerung noch aussteht. »Wir wollen, wenn es sich vermeiden lässt, nicht unbedingt gleich zwei Torhüter neu holen müssen«, hieß die Aussage der Lübbecker vor einigen Wochen.

Der Birlehm-Nachfolger könnte nun Johannes Jepsen werden. Jedenfalls bestätigte Zlatko Feric, dass man entsprechende Überlegungen angestrengt habe. Und Torsten Appel erklärte: »Es stimmt, wir haben auch schon Gespräche geführt! Das heißt aber nicht, dass wir nur mit ihm sprechen. Dass wir Interesse an Johannes Jepsen haben, kann ich jedenfalls nicht dementieren. Fakt ist, dass wir uns derzeit in einer Phase befinden, wo wir abwägen, welcher junge Torhüter zu uns passt. Wir sind aber über die Phase des Überlegens hinaus.«

Jepsen will in die Bundesliga

Johannes Jepsen, der für seinen Klub auch noch in der A-Jugend-Bundesliga aufläuft, gilt unbestritten als eines der größten Talente unter den Torhütern in Deutschland. Seit zehn Jahren gehört der Zwei-Meter-Mann seinem Heimatverein SG Flensburg-Handewitt an. Selbst hat er große Ziele, wie er vor gut einem Jahr der »Handball-Woche« verriet: »Ich möchte ein etablierter Bundesligaspieler werden und im besten Fall auch für die A-Nationalmannschaft auflaufen.«

In Flensburg weiß man um das Talent Jepsens, die Zukunft des Keepers steht bei der SG auf der Agenda. Der Coach der zweiten Mannschaft, Michael Jacobsen, bestätigte am Freitag dem »Flensborg Avis«, es würden Gespräche in alle Richtungen laufen. Geschäftsführer Dierk Schmäschke und Trainer Maik Machulla seien in die Planungen involviert.

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