Sa., 09.02.2019

2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke ist in Wilhelmshaven gefordert Disziplin und Konzentration

Dürfte sich auf Wilhelmshaven freuen: Jan-Eric Speckmann war im Hinspiel mit sieben Toren bester Lübbecker Werfer.

Dürfte sich auf Wilhelmshaven freuen: Jan-Eric Speckmann war im Hinspiel mit sieben Toren bester Lübbecker Werfer. Foto: Thomas F. Starke

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Es waren die ersten 27 Minuten im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV, die Aaron Ziercke große Freude bereiteten. »Das war unsere beste Phase im bisherigen Saisonverlauf!« Nun hofft er auf eine Wiederholung, wenn seine Jungs bei den Norddeutschen zu Gast sind.

20:10 führte der TuS N-Lübbecke bei seinem ersten Auftritt in der Merkur-Arena nach dem bitteren Absturz aus der 1. Bundesliga. Und die meisten der 1243 erschienen Zuschauer dachten in diesem Moment wohl, dass die bittere 26:27-Pleite in Hagen nur ein einmaliger Ausrutscher gewesen sei, man sich nach dem Wachrüttler nun aber in der richtigen Spur der 2. Liga befände. Nun, die Vergangenheit hat etwas anderes gelehrt. Die Hausaufgabe gegen den WHV beherrschte man zwar weiter nach Belieben, gab letztlich aber einen möglichen Kantersieg in der Folge noch aus der Hand, hielt sich beim 36:28 aber letztlich schadlos. Es war im zweiten Abschnitt allerdings ein Paradebeispiel dafür, was sich wie ein roter Faden durch die gesamte Hinrunde zog. Lübbecke ging viel zu leichtfertig mit seinen Führungen um, gerade wenn sie weitaus knapper waren. Anstatt weiterhin Konzentration und Disziplin walten zu lassen, sich an Absprachen zu halten und das Mannschaftskonzept nicht zu verlassen, ging ein knappes Polster zumeist mit egoistischen Einzelaktionen oder falschen Entscheidungen beim Wurf oder Anspiel einher. »Statt am Boden liegende Gegner endgültig unten zu halten, haben wir ihnen förmlich wieder aufgeholfen«, so Coach Ziercke rückblickend. »Und wenn es dann wieder eng wurde, haben wir zu oft nicht wieder zu unserem Spiel gefunden.« Hinzu kam, dass Tempospiel nach gewonnenen Bälle kaum erkennbar war und einfache Tore über die erste und zweite Welle der Seltenheit angehörten. Im gebundenen Angriff fehlte es zumeist an der erforderlichen Passgeschwindigkeit. Punkte, die sich Trainer Aaron Ziercke in der Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil verstärkt auf die Fahne geschrieben hatte. »Ein wichtiger Faktor für einen funktionierenden Angriff ist aber auch die Disziplin für das gemeinsame Spiel«, hebt Valentin Spohn hervor. »Da hatten wir 2018 unsere Schwächen.«

Arbeit für den Nebenmann

In der Nordfrost-Arena in Wilhelmshaven will Ziercke ein konsequenteres Spiel seiner Mannen sehen. »Und zwar als Start für konstante Leistungen in einem Spiel, aber auch über mehrere Spiele gesehen. Das geht nur, wenn wir immer bereit sind, für unseren Nebenmann zu arbeiten.«

Personell wird man im Lübbecker Rückraum weiterhin auf Marian Orlowski verzichten müssen. Eine Rückkehr auf die Platte ist frühestens in einer Woche im Heimspiel gegen Hagen möglich. »In Wilhelmshaven wird Marian auf keinen Fall spielen können«, macht Ziercke deutlich. Der baut indes darauf, dass Abwehrchef Marko Bagaric schnell wieder die Stärke hat, wie vor seiner Ellenbogenverletzung.

Gastgeber Wilhelmshaven hat sich indes mit einem ehemaligen Mindener verstärkt. Miladin Kozlina, von den Rhein Vikings nach Norddeutschland gewechselt, soll in erster Linie die bislang offensiv gehaltene 6:0-Abwehr des WHV stärken. »Ich rechne daher auch mit einer defensiveren Deckung«, so Ziercke. »Mit Konzentration und Disziplin sollten wir die Aufgabe aber bewältigen können.«

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