Mo., 11.02.2019

2. Bundesliga: Lübbecke startet mit einem 31:24 in Wilhelmshaven ins Jahr 2019 Nur vor der Halle weht eine steife Brise

Jens Bechtloff taucht frei vor Wilhelmshavens Torhüter Dennis Doden auf – und lässt sich die Chance nicht entgehen.

Jens Bechtloff taucht frei vor Wilhelmshavens Torhüter Dennis Doden auf – und lässt sich die Chance nicht entgehen. Foto: Eibner

Von Volker Krusche

Lübbecke/Wilhelmshaven (WB). Die steife Brise wehte nur vor der Halle. In der Nordfrost-Arena sorgte Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke indes dafür, dass die Gegenwehr von Gastgeber Wilhelmshavener HV nur ein laues Lüftchen war. Die Ziercke-Sieben startete mit einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 31:24 (17:10)- Auswärtssieg.

Nach vier erfolglosen Auftritten in der Fremde – der letzte Sieg datierte beim 35:33 in Großwallstadt vom 13. Oktober – landeten die Lübbecker endlich mal wieder einen doppelten Punktgewinn auf gegnerischem Parkett und somit für einen gelungenen Start ins Jahr 2019. Und der Erfolg stand zu keinem Zeitpunkt in Frage, denn gestützt auf einen im ersten Abschnitt bärenstarken Joel Birlehm zwischen den Pfosten (er wehrte 41 Prozent der Würfe ab) und einer sicheren 6:0-Abwehr zwang man die Norddeutschen immer wieder zu Verzweiflungswürfen oder technischen Fehler. Nach einem schnellen 4:1 blieb der WHV bis zum 3:6 zwar einigermaßen dran, es war aber schon in dieser frühen Phase der Partie nur eine Frage der Zeit, wann die Gäste für klare Verhältnisse sorgen würden. Es sei denn, sie würden sich einmal mehr selbst bezwingen. Taten sie diesmal aber nicht – und setzten sich über 8:3, einem zwischenzeitlichen 9:6, und dem 14:7 auf 16:8 ab. Das war’s!

Grundstein in der Defensive gelegt

»Wir haben den Grundstein zum Erfolg eindeutig in der Defensive gelegt. Es war aber erfreulich, dass wir in der ersten Halbzeit nicht nachgelassen und Wilhelmshaven dadurch aus dem Spiel genommen haben«, freute sich Trainer Aaron Ziercke. Der lobte aber auch das Umschaltspiel, denn Jens Bechtloff und der bärenstarke Peter Strosack nutzten nicht nur ihre Konterchancen, auch über die Schnelle Mitte erzielten die Gäste immerhin vier Treffer. Eine Wurfquote von über 70 Prozent macht neben den Offensivproblemen des WHV auch dessen Schwächen in der Abwehr deutlich. Fast 95 Prozent der Lübbecker Angriffe führten auch zu einem Tor. Eine selten gesehene Quote der Ziercke-Schützlinge.

Starker Hövels in der zweiten Halbzeit

Wie zuletzt hatte Jo Gerrit Genz den Vorzug vor dem bislang torgefährlicheren Dener Jaanimaa erhalten. Aus Ziercke-Sicht eine rein taktische Maßnahme. »Ich wollte neben Valentin Spohn keinen zweiten Abwehr-Angriff-Wechsel machen. Daher fiel die Wahl auf Jo.« Als dann aber Lukasz Gierak nach einer Viertelstunde einen Gegenstoß der Hausherren stoppen wollte und seinen Gegner dabei am Hals erwischte, sah er – auch aus Sicht von Aaron Ziercke – eine vertretbare rote Karte. Dadurch rückte Spohn nun in die Abwehr, weil Kenji Hövels den Part des Spielmachers übernahm. Auch wenn der TuS ein, zwei Angriffe benötigte, um sich in der Schlussphase der ersten Hälfte auf die auf Halblinks und die Mitte ausgerichtete 4:2-Abwehr der Wilhelmshavener einzustellen, kam dem quirligen Hövels die offensivere Deckungsvariante des WHV sogar eher entgegen.
Das zeigte er insbesondere nach dem Wechsel, als er ein ums andere Mal ins Eins-gegen-Eins ging, insgesamt sechs blitzsaubere Tore erzielte, aber auch sehr gut für seine Nebenleute im linken und rechten Rückraum agierte. Zwar gab es im Spiel der Lübbecker, bei denen nach der Pause auch die »Bänkler« verstärkt zum Einsatz kamen, auch diesmal eine Durststrecke, die war glücklicherweise aber nur von kurzer Dauer, so dass der abstiegsbedrohte Gegner beim 17:22 (44.) lediglich auf »Fünf« verkürzen konnte. »Wir haben aber die Übersicht bewahrt und schnell letzte Hoffnungen des WHV im Keim erstickt«, war Ziercke zufrieden mit der schnellen Reaktion seiner Spieler. Die legten durch einen Wurf Patryk Walczaks ins leere Wilhelmshavener Tor zum 24:17 nach und hatten den Widerstand des Gegners endgültig gebrochen.

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