Di., 12.02.2019

TuS N-Lübbecke: Rückraumspieler fiebert seinem Comeback entgegen Orlowski: »Es kribbelt wieder«

So wie hier möchte Lübbeckes Rückraumspieler Marian Orlowski bald wieder nach seiner Schulterverletzung jubeln.

So wie hier möchte Lübbeckes Rückraumspieler Marian Orlowski bald wieder nach seiner Schulterverletzung jubeln. Foto: Pollex

Lübbecke (WB). In der Anfangsphase der Saison hat Marian Orlowski die interne Torschützenliste beim Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke angeführt. Dann bremste eine Schulterverletzung inklusive Operation den Rückraumspieler aus. Im Interview spricht der 25-Jährige über sein anstehendes Comeback, mentale Tiefs und den Saisonverlauf.

Herr Orlowski, Sie fehlen seit mehr als vier Monaten. Wann ist mit Ihnen wieder zu rechnen?
Marian Orlowski: Ich trainiere den ganzen Januar schon voll mit der Mannschaft. Zusätzlich mache ich eine Reha in Herford. Bisher läuft es ganz gut. Wann ich wieder spiele, kann ich aber noch nicht genau sagen. Das hängt davon ab, was die Ärzte und Physios sagen und auch mein Gefühl muss passen. Wenn ich bereit bin, werde ich mich auf den Platz stellen.

Sie scheinen Ihren Körper also zu kennen. Hatten Sie schon eine ähnlich langwierige Verletzung?
Orlowski: Ja, ich hatte schon zwei Kreuzbandrisse, die liegen aber schon länger zurück. Aber gerade in solchen Phasen merkt man natürlich, was der Körper sagt – das ist das wichtigste.

Wie groß ist die Vorfreude auf das Comeback?
Orlowski: Ich freue mich tierisch darauf, dass es wieder losgeht. Es kribbelt wieder.

Werden Sie bei einer längeren Auszeit ungeduldig?
Orlowski: Natürlich, seit Beginn der Reha bin ich ungeduldig. Aber wenn man mal eine schwere Verletzung hatte, weiß man, diese lieber richtig auskurieren zu lassen, bevor sie nochmal kommt. Das ist natürlich ein Konflikt, aber da muss die Vernunft siegen.

Wie haben Sie auf den Rückschlag reagiert?
Orlowski: Zunächst habe ich das gar nicht so richtig realisiert. Ich habe gleich nach vorne geschaut, das kannte ich gar nicht von mir. Das Loch kam dann erst später, als ich merkte, in meinem Alltag sehr eingeschränkt zu sein. Den linken Arm konnte ich kaum noch benutzen. Da wurde mir erst bewusst, wofür man den alles braucht. Aus diesen schwierigen Phasen muss man dann wieder herauskommen.

Wie konnten Sie dem Team im Hintergrund helfen?
Orlowski: Ich war bei jedem Training vor Ort, auch wenn ich nicht mitmachen konnte. Um den Kontakt zur Mannschaft zu halten, gerade weil ich ja neu im Verein war. Ich wollte signalisieren, dass ich weiterhin dabei bin. Deswegen bin ich auch zu jedem Auswärtsspiel mitgefahren.

Zum Zeitpunkt der Verletzung schienen Sie gerade in Fahrt zu kommen. Würden Sie den Eindruck bestätigen?
Orlowski: Ja, das denke ich auch. Ich hatte ein gutes Gefühl, war gerade richtig angekommen. Ich war froh, dass ich während der Spiele Verantwortung übernehmen konnte

Worin liegen die Unterschiede im Lübbecker Spiel mit und ohne Marian Orlowski?
Orlowski: Ich glaube, dass Valentin Spohn und ich sowie Marko Bagaric uns auf Halblinks gut ergänzen. Wir sind andere Spielertypen. >Valle< ist ein sehr wurfstarker Spieler, der in Position gebracht werden muss. Ich bin ein bisschen spielerischer. Ich denke, dass wir als Mannschaft durch meine Rückkehr eine weitere Alternative bekommen. Wir sind dann weniger ausrechenbar.

Kann Valentin Spohn als jüngerer Spieler etwas von Ihnen lernen?
Orlowski: Ich glaube, jeder kann von dem anderen lernen – auch ich von ihm. Was uns beide stark macht, ist der Konkurrenzkampf. Wir pushen uns im Training schon sehr, das stachelt an.

Sie kamen nach Lübbecke, um sicherlich gleich wieder die Rückkehr in die 1. Liga zu schaffen. Wie verläuft die Saison aus Ihrer Sicht?
Orlowski: Die Saison ist schwierig. Alle Beteiligten hatten sie sich anders vorgestellt. Die Erwartungen waren schließlich hoch. Doch ich habe schon zu Beginn gesagt, dass der Aufstieg eine harte Aufgabe wird. Viele Teams haben Ambitionen und deswegen kann man jedes Spiel verlieren. Wir haben sicherlich Punkte abgegeben, die nicht hätten sein müssen.

Ist der Aufstieg weiterhin das Ziel?
Orlowski: Wir haben noch viele Spiele vor uns. Ich glaube aber nicht, dass wir den Aufstieg als Ziel ausgeben sollten. Wir sind in der Verfolgerrolle und müssen uns auf diese konzentrieren. Wir sollten von Spiel zu Spiel denken und unsere Punkte holen. Dann schauen wir, wo es hingeht.

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