Mi., 20.02.2019

TuS N-Lübbecke: Aaron Ziercke möchte keine schlechte Stimmung aufkommen lassen Nur die Punkte zählen

Trainer Aaron Ziercke zeigt es an: Für seine Mannschaft des TuS N-Lübbecke kommt es derzeit nur auf zwei Punkte an.

Trainer Aaron Ziercke zeigt es an: Für seine Mannschaft des TuS N-Lübbecke kommt es derzeit nur auf zwei Punkte an. Foto: Oliver Schwabe

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Aaron Ziercke befindet sich auf Abschiedstour. Bis zum Saisonende möchte sich der Trainer des TuS N-Lübbecke mit seinem Team nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Auch nicht durch vielleicht schwächere Leistungen wie zuletzt gegen Eintracht Hagen. Nur die Punkte zählen – das gilt auch mit Blick auf das Spiel am Freitag (Anwurf 19.30 Uhr) beim TuSEM Essen.

28:27, das stand in der Vorwoche auf der Anzeigetafel der Lübbecker Merkur-Arena. Der TuS hatte das Heimspiel gegen Hagen gewonnen. Und da es sich beim Handball um einen Ergebnissport handelt, hatten die Gastgeber erfüllt. »Es steht weiterhin im Vordergrund, dass wir gewonnen haben. In der Hinrunde hätten wir so ein knappes Spiel wahrscheinlich verloren oder hätten unentschieden gespielt«, sagt Ziercke.

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Ich lasse in der Mannschaft jetzt keine miese Stimmung aufkommen, weil das Spiel nicht allen gefallen hat.

Aaron Ziercke

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Dass mit der gezeigten Leistung kein Schönheitspreis zu gewinnen war, sei ihm und auch den Spielern bewusst. Dennoch habe ihn die eine oder andere Rückmeldung nach dem Hagen-Spiel nicht gerade glücklich gestimmt. »Es gab viele Nörgeleien drumherum. Doch ich lasse in der Mannschaft jetzt keine miese Stimmung aufkommen, weil das Spiel nicht allen gefallen hat«, stellt Ziercke klar.

Rein tabellarisch zählten die Lübbecker sogar zu den Gewinnern des vergangenen Spieltags. Da die drittplatzierte HSG Nordhorn-Lingen das Topspiel gegen den Zweiten HSC 2000 Coburg gewann, rückte der TuS bis auf drei Punkte an die Aufstiegsplätze heran. Eine Randnotiz, die auch in Lübbecke angekommen sein dürfte, obwohl das Team nur von Spiel zu Spiel schauen wolle. »Natürlich bekommt man mit, was die anderen Mannschaften machen. Wir haben darüber aber kein Wort verloren. Jetzt irgendwelche Hochrechnungen anzustellen, bringt in dieser Liga überhaupt nichts«, sagt Ziercke, der den Fokus schnell auf die eigene Partie in Essen lenkt.

Essen gewinnt das Hinspiel

Dass dort die volle Konzentration gefordert sein wird, dürfte in Lübbecke spätestens seit Mitte September 2018 bekannt sein. Da verlor der TuS sein Heimspiel gegen den morgigen Gegner mit 25:26. »Zu dem Zeitpunkt der Saison wurde diese Niederlage noch von vielen belächelt. Heute wissen wir, dass Essen zu den besten Mannschaften in der Liga gehört«, sagt Ziercke. Aktuell befindet sich der TuSEM auf dem sechsten Platz, rutschte aufgrund einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise aus der absoluten Spitzengruppe heraus. »Gerade auswärts wird es jetzt eine schwierige Aufgabe«, sagt Ziercke, der seinem Team allerdings eine Menge zutraut: »Gegen die Teams von oben haben wir in der Regel bessere Leistungen gezeigt. Sicherlich wird Essen niemand unterschätzen.«

Nicht zu unterschätzen ist derzeit auch die personelle Problematik beim TuS. Ein Quartett musste in dieser Woche mit dem Training aussetzen. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Kenji Hövels hat sich einen leichten Muskelfaserriss zugezogen und wird ausfallen. Über einen Einsatz von Jens Bechtloff soll erst nach einer MRT-Untersuchung entschieden werden. Angeschlagen sind zudem Patryk Walczak (Rücken) und Dener Jaanimaa (Adduktoren).

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