Do., 28.02.2019

2. Handball-Bundesliga: Selbstkritik nach der Pleite in Essen beim TuS N-Lübbecke »Weniger reden, mehr machen

Moritz Schade appelliert daran, nun weniger zu reden und dafür mehr zu machen.

Moritz Schade appelliert daran, nun weniger zu reden und dafür mehr zu machen. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). »Es ist wichtig, in einer Mannschaftsstruktur auch Egoisten zu haben, die ein Spiel allein entscheiden können. Leider ist die Kluft zwischen Erfolg und Misserfolg dabei aber sehr schmal. Und bei uns weiß jeder im Team, dass das, was Aaron Ziercke gesagt hat, richtig ist.« Moritz Schade hat intensiv über das nachgedacht, was sein Trainer nach der Pleite seines TuS N-Lübbecke in Essen von sich gegeben hat . Und er versichert, »dass wir alle die Eigenschaft haben, selbstkritisch mit unseren Leistungen umzugehen. Mich hat in dieser Woche aber gestört, dass wir uns im Training viel zu stark mit dem Thema beschäftigt haben. Dabei sollte unser Motto vielmehr lauten: weniger reden, mehr machen!«

Der Lübbecker Kreisläufer betont, dass untereinander großes Vertrauen bestehe. »Jeder weiß doch, dass es ein Privileg ist, Sportler zu sein. Da muss man auch mit Kritik leben können. Ich denke, der Ar...tritt wird uns helfen, es besser zu machen.« Moritz Schade waren am Kreis allerdings auch die Hände gebunden, zumindest, damit es besser gelaufen wäre. »Ich bin dazu da, dass ich meinen Mann in der Abwehr stehe, draufhaue, wenn es gefordert ist. Und vorne muss ich Sperren für den Rückraum stellen oder meine Anspiele verwerten.«

Nur zwei Pässe auf die Außen

»Mo« war in Essen allerdings genauso Leidtragender, wie seine Kollegen auf den Außenbahnen. »Wir haben es so schlecht gemacht, dass wir einen Spieler wie Peter Strosack, der es in den beiden vorherigen Spielen auf 17 Tore gebracht hat, überhaupt nicht ins Spiel einbezogen haben«, kritisiert Trainer Aaron Ziercke. »Die Außen auf beiden Seiten haben in den 60 Minuten ganze zwei verwertbare Pässe bekommen. Das sagt doch alles über die Leistung unseres Rückraums aus.«

Ziercke macht deutlich, dass man im Training Dinge gemeinsam erarbeitet, die man im Spiel umsetzen wolle. »Wenn wir aus der Kabine kommen und das Spielfeld betreten, sind es aber die Spieler, die gefordert sind, das Vorgenommene auf die Platte zu bringen«, so der TuS-Coach. »Meine Einflussnahme ist von da an begrenzt. Warum Sachen, die im Training gut funktionieren, dann im Spiel aber nicht mal probiert werden, ist mir schleierhaft.«

Ziercke merkt man immer noch an, dass das Essen-Spiel trotz des Blicks nach vorn noch nachwirkt. »Gegen Emsdetten erwarte ich ein völlig anderes Auftreten. Das beginnt mit der entsprechenden Aggressivität, von der überhaupt nichts zu spüren war. Da muss eine ganz andere Körpersprache her.« Verzichten muss er weiterhin auf Jens Bechtloff, dessen Muskelfaserriss inzwischen bestätigt wurde. »So was dauert mindestens drei Wochen.« Dafür kehrt Kenji Hövels wohl wieder zurück. »Er hat bereits mittrainiert.« Derweil fehlten derzeit Lukasz Gierak, der krankgeschrieben ist und Antibiotika nimmt, und Marko Bagaric, der nach einem Tritt in die Wade pausiert.

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