Fr., 01.03.2019

2. Handball-Bundesliga: Nach zwei schwachen Auftritten ist der TuS N-Lübbecke gefordert. Gegen den TV Emsdetten muss daheim eine entsprechende Antwort gegeben werden Überzeugende Pflicht abliefern

Peter Strosack ist bislang der überzeugendste Lübbecker Angreifer. Voraussetzung ist aber, dass der Rechtsaußen Bälle bekommt.

Peter Strosack ist bislang der überzeugendste Lübbecker Angreifer. Voraussetzung ist aber, dass der Rechtsaußen Bälle bekommt. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Der Wetterbericht hat erst für Rosenmontag orkanartige Winde angesagt. Dabei soll es auch bleiben, denn Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke will alles, nur keinen vorzeitigen Sturm. Den allerdings kann er nur verhindern, wenn er die Pflichtaufgabe am Samstag (Anwurf: 19 Uhr) in der Merkur-Arena gegen den TV Emsdetten nicht nur erfolgreich, sondern auch überzeugend wird lösen können.

Mit Blick auf die bevorstehende Hausaufgabe, die kein Problem darstellen darf, schwingt im Hintergrund aber noch der wenig überzeugende Heimsieg gegen Kellerkind Hagen und die Schlappe in Essen mit. Keine Frage: Die Spieler sind gefordert, endlich die richtigen sportlichen Antworten auf ihr ständiges Auf und Ab zu geben – und das nicht nur in einem Spiel, sondern mit nachgewiesener Konstanz über einen längeren Zeitpunkt.

Der Gast aus dem nördlichen Münsterland dürfte mit dem bisherigen Verlauf der Saison wohl nicht zufrieden sein, denn die 21:25 Punkte sind mit Blick auf die Abstiegsplätze, die aktuell nur vier Zähler entfernt liegen, für den Tabellenzwölften nicht das, was man erhofft, vielleicht erwartet hätte. Zumal der Ex-Lübbecker Daniel Kubes auf der Emsdettener Trainerbank durch Linkshänder Janko Bozovic (126 Tore), Linksaußen Dirk Holzner (104) und Spielmacher Merten Krings (91) mit gleich drei Spielern in der Liga-Torschützenliste gut vertreten ist. Der Österreicher Bozovic ist aktuell sogar bester Feldtorschütze der 2. Bundesliga.

Aggressivität gefordert

Und dennoch haben die Emsdettener, die mit Lübbecke schon unzählige Schlachten geschlagen haben, es nicht geschafft, ihren guten Saisonstart (6:2 Punkte) über die Hinrunde zu transportieren.

Gastgeber TuS N-Lübbecke scheint deutlich breiter aufgestellt, als sein kommender Gast. Dener Jaanimaa (104) und Peter Strosack (93/16) führen zwar die Saisonstatistik an, Ausreißer nach oben gibt es hier aber nicht.

Im Hinspiel setzte sich seinerzeit das Lübbecker Übel mit einer 31:34-Pleite fort, »wobei wir trotz guten Angriffs noch rund zehn Hundertprozentige ausgelassen hatten«, erinnert sich Trainer Aaron Ziercke an das erste Aufeinandertreffen. »Unser Problem lag damals eindeutig in der Defensive.« Hier hat der TuS in den letzten Monaten zwar gut nachgearbeitet, offenbarte dafür aber immer mehr Probleme im Angriff. Um aber überhaupt ins Spiel zu finden, auch gegen den TVE, »müssen wir vom Anpfiff an aggressiv zu Werke gehen.« Das Phlegma müsse abgelegt werden, eine andere Körpersprache herrschen! Zierckes Forderung: »Wir müssen uns in der Kabine heiß machen, das aufs Spielfeld transportieren und unsere Fans mitnehmen. Dann wird es auch laufen.«

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