Do., 07.03.2019

2. Bundesliga: Marian Orlowski redet beim TuS N-Lübbecke Klartext Der Selbstkritische

Marian Orlowski, hier mit Teammanager Zlatko Feric nach seinem Comeback, geht mit der aktuellen Situation selbstkritisch um.

Marian Orlowski, hier mit Teammanager Zlatko Feric nach seinem Comeback, geht mit der aktuellen Situation selbstkritisch um. Foto: Pollex

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Er bringt alles mit, was ein Handball-Profi braucht: Talent, Einsatzwille, Einstellung, Disziplin und: Selbstkritik. Daher weiß Marian Orlowski nur zu gut mit dem Unmut im Umfeld des TuS N-Lübbecke umzugehen. »Keine Frage, die Kritik müssen wir uns gefallen lassen!«

Keiner aus dem Zweitligateam könne aktuell die Augen vor dem verschließen, was da läuft. Oder besser gesagt, was nicht läuft. »Natürlich nimmt man das Gefühl nach einem schlechten Spiel mit in die Trainingswoche. Aber wir ­machen unsere Fehler ja nicht ­extra. Das will keiner. Wir gehen in jedes Spiel mit der Motivation, die beiden Punkte zu holen. Das wird auch am Samstag in Lübeck nicht anders sein«, hebt Marian Orlowski hervor.

Seine Rückkehr war für den, in seiner Leistung extrem schwankend auftretenden Lübbecker Rückraum extrem wichtig . Monatelang war der Halbrechte aufgrund seiner Schulterverletzung außer Gefecht gesetzt. Dann sein Comeback gegen den VfL Eintracht Hagen. Und Orlowski spielte so, als wäre er nie weggewesen. »Klar, das war natürlich ein Einstand, wie er besser nicht hätte sein können. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut.«

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Nach dem Hagen-Auftritt hatte ich mehr von mir erwartet. Deshalb werde ich meinen Blick nach vorn aber nicht verlieren.

Marian Orlowski, TuS N-Lübbecke

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Allerdings war der selbstkritische 25-Jährige, der in seinem Wirken stets von großer Bodenhaftung geprägt ist, mit seinen Auftritten in den folgenden Partien in Essen und gegen Emsdetten nicht sonderlich zufrieden. Allerdings war seine Leistung in diesen Spielen wahrscheinlich das kleinste Übel. »Nach dem Hagen-Auftritt hatte ich von mir mehr erwartet. Deshalb werde ich aber meinen Blick nach vorn nicht verlieren.«

Schulterverletzungen sind für Handballer bekanntlich die schlimmsten Blessuren. Bleibt da möglicherweise eine Blockade zurück? »Nein, definitiv nicht. Ich hab’ ja ohnehin schon meine leid­lichen Erfahrungen mit schweren Verletzungen machen müssen und wusste genau, was danach auf mich zukommt«, so Orlowski, der für die Phase bis zu seiner Rückkehr auf die Platte eine genaue Strategie hatte. »Hinzu kam für den Kopf aber auch die Tatsache, dass es die linke Schulter und nicht die meines Wurfarms erwischt hatte. Das war mein Glück. Insgesamt überwog bei mir in dieser Zeit aber stets die Lust am Handball.«

Körperlich absolut fit

Er wollte unbedingt wieder fit werden. Und das schnellstmöglich. »Aber ich wäre nie zu früh wieder eingestiegen.« Angst, dass er sich erneut verletzen könnte, hat Marian Orlowski nicht. »Man bekommt im Spiel oder im Training immer mal einen Schlag auf die Schulter, hat mal härteren Kontakt mit dem Gegner oder fällt auf die Schulter. Aber das sind eher positive Schlüsselerlebnisse, weil man sich eben keine Gedanken macht, ob noch alles in Ordnung ist.«

Körperlich sei er absolut fit. »Es ist letztlich wichtig, dass es mir gut geht. Der Rest, um wieder die alte Form zu erreichen, kommt dann ganz von allein.«

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